Verdacht auf Steuerbetrug im italienischen Fußball

Adriano Galliani

35 Klubs im Visier

Verdacht auf Steuerbetrug im italienischen Fußball

Ein Steuer-Skandal erschüttert den italienischen Fußball: Die Staatsanwaltschaft Neapel hat Ermittlungen gegen 64 Personen aufgenommen, darunter mehrere Präsidenten und Geschäftsführer von Spitzenklubs der Serie A.

Der Verdacht der Staatsanwaltschaft lautet auf Steuerhinterziehung und falsche Rechnungen zur Vertuschung der Bilanzen. Dies berichteten italienische Medien. Ins Visier der Ermittler sind 35 Klubs und prominente Figuren geraten: der Geschäftsführer des AC Mailand, Adriano Galliani, der Eigentümer des SSC Neapel, Aurelio De Laurentiis, der Präsident von Lazio Rom, Claudio Lotito, sowie der Ex-Geschäftsführer von Juventus Turin, Jean Claude Blanc. Ermittelt wird auch gegen den ehemaligen Spieler Hernan Crespo sowie gegen den Ex-Sportdirektor von Juventus, Alessandro Moggi.

Sitz des AC Mailand durchsucht

Im Zuge der Ermittlungen wurde unter anderem der Sitz des AC Mailand durchsucht, dabei wurden Besitztümer im Wert von zwölf Millionen Euro beschlagnahmt.

Die Ermittlungen kreisen um Spielertransfers, die Klubs sollen den italienischen Fiskus um Millionen betrogen haben. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem "verwurzelten System", um den italienischen Fiskus zu umgehen.

Ermittlungen auch gegen Immobile

Zu den Spielern, gegen die ermittelt wird, zählt auch der ehemalige Stürmer von Borussia Dortmund, Ciro Immobile, und der Ex-Stürmer des SSC Neapel, Ezequiel Lavezzi.

Dieser war zu Paris Saint Germain gewechselt. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass im Zuge des Deals Neapel Steuern hinterzogen habe.

sid/dpa | Stand: 26.01.2016, 13:53

Darstellung: