Ronaldo ist Weltfußballer des Jahres

Cristiano Ronaldo

FIFA kürt die Besten

Ronaldo ist Weltfußballer des Jahres

Cristiano Ronaldo ist zum Weltfußballer des Jahres gekürt worden. Bei den Trainerinnen fiel die Wahl auf Silvia Neid. Die Fans eines Bundesligisten wurden bei einer Gala in Zürich auch ausgezeichnet.

Ronaldo grinste zufrieden ins Publikum, gab seiner Gala-Begleitung einen Kuss auf die Wange - und ging stolz auf die Bühne, um nach seinem "traumhaften Jahr" die nächste bedeutende Trophäe entgegenzunehmen. Der portugiesische Europameister wurde zum vierten Mal zum Weltfußballer des Jahres gewählt, für den Weltverband FIFA ist der 31-Jährige seit Montagabend (09.01.17) schlicht "The Best" - der Beste. "Es ist ein großartiges Gefühl", sagte Ronaldo, der im marineblauen Zweireiher mit gestreifter Krawatte zuvor als letzter den grünen Teppich vor dem Fernsehstudio betreten hatte: "Es war eine unglaubliche Saison, das beste Jahr in meiner Karriere."

Im Privatduell mit Lionel Messi (Argentinien), der statt in die Schweiz zu fliegen und zu verlieren lieber gleich in Barcelona geblieben war, liegt Ronaldo nur noch einen FIFA-Titel zurück. Seit 2008 machen die beiden Superstars die offizielle Wahl des Weltverbands unter sich aus. Der dritte Finalist, dieses Mal Antoine Griezmann (Frankreich), war erneut chancenlos.

"Das ist der Wahnsinn"

Als Silvia Neid in ihrem knielangen Kleid mit der schicken Brosche auf der Bühne stand, war sie den Tränen nahe. "Das ist der Wahnsinn. Das ist einer der schönsten Momente in meiner Karriere. Ich bin überwältigt, dass ich diesen Preis zum dritten Mal entgegennehmen darf", sagte die frühere Frauenfußball-Bundestrainerin, die 143 Tage nach dem goldenen Olympia-Triumph im Maracana am Montagabend als Welttrainerin des Jahres ausgezeichnet wurde.

Damit hat die 52-Jährige die Abstimmung des Weltverbandes FIFA bereits zum dritten Mal nach 2010 und 2013 gewonnen. Neid war zuvor bereits die Einzige, die diesen Preis mehr als einmal verliehen bekam. "Mein Dank gilt der Mannschaft und dem Team hinter dem Team", sagte die bewegte Neid, die sich gegen Pia Sundhage (Schweden) und Jill Ellis (USA) durchsetzte. Zum Abschluss ihrer Arbeit als Nationaltrainerin hatte Neid im vergangenen Jahr mir ihrer Mannschaft die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Rio gewonnen.

Lloyd wieder bei den Spielerinnen vorn

US-Nationalspielerin Carli Lloyd wurde zum zweiten Mal in Folge zur Weltfußballerin des Jahres gewählt. Die 34-Jährige setzte sich gegen die frühere DFB-Nationalspielerin Melanie Behringer und die fünfmalige Preisträgerin Marta (Brasilien) durch. Im WM-Finale von 2015 hatte Lloyd binnen 13 Minuten einen Dreierpack erzielt und dem US-Team so den Weg zum WM-Titel gegen Japan geebnet.

Ranieri bester Trainer

Der Italiener Claudio Ranieri wurde zum Welttrainer gewählt. Der Coach des englischen Sensations-Meisters Leicester City setzte sich gegen Portugals Nationaltrainer Fernando Santos (Portugal) und Real Madrids Starcoach Zinedine Zidane (Frankreich) durchgesetzt.

Fanpreis an Dortmund und Liverpool

Die Fans des Bundesligisten Borussia Dortmund haben zusammen mit den Anhängern von Jürgen Klopps FC Liverpool den Fanpreis gewonnen. Beide Gruppen wurden für ihr Gedenken am Vorabend des 27. Jahrestages der Stadionkatastrophe von Hillsborough ausgezeichnet. Vor Liverpools 4:3 gegen den BVB im Viertelfinale der Europa League (14.04.16) hatten alle Zuschauer die Liverpooler Hymne "You'll never walk alone" gesungen.

Fair-Play-Award an den Gegner von AF Chapecoense

Atlético Nacional wurde mit dem Fair-Play-Award ausgezeichnet. Der kolumbianische Verein hatte nach der Flugzeugkatastrophe um das Team des Finalgegners AF Chapecoense den Titel im Südamerika-Pokal ehrenhalber dem brasilianischen Klub überlassen. Bei dem Absturz im November 2016 nahe Medellin waren 71 Menschen gestorben, darunter 19 Spieler von Chapecoense, die auf dem Weg zum Hinspiel bei Atlético Nacional waren.

sid/dpa | Stand: 09.01.2017, 20:21

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