Barcelona als Mahnmal für Kontinuität
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18 Siege, ein Unentschieden
Barcelona als Mahnmal für Kontinuität
Der FC Barcelona spielt in der Primera Division eine so famose Hinrunde, als habe es den Trainerwechsel im vergangenen Sommer nicht gegeben. Die Bilanz ist auch ein Plädoyer für Kontinuität.
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Tito Vilanova ist ein höflicher Mensch. Die Spieler mögen seine zurückhaltende Art, er wird von den Fans und Medien geschätzt. "Wir sind nicht unschlagbar", sagte der Trainer des FC Barceloa nach dem 3:1-Erfolg beim FC Malaga. Es war der zehnte Sieg im zehnten Austwärtsspiel. Zu Hause gab es acht Siege in neun Spielen, allein gegen Real Madrid wurde beim 2:2 die maximale Ausbeute verfehlt. Der Meister aus der spanischen Hauptstadt hechelt mit 18 Punkten Rückstand dem Tabellenführer hinterher. Atletico Madrid weist trotz einer ebenfalls sehr beeindruckenden Hinrunde (zehn Siege in zehn Heimspielen) schon elf Zähler Rückstand auf.
Die Spannung fehlt in der Primera Division. Andersherum kann auch gesagt werden: Es ist langweilig. "Das war vor der Saison undenkbar", sagte Vilanova auch noch. Es hört sich ein wenig nach Entschuldigung an. Aber wofür sollte sich der FC Barcelona entschuldigen?
Langweilig?
Es bleibt ein Genuss, die Mannschaft um Lionel Messi, Xavi und Andres Iniesta spielen zu sehen. Wer will, kann auch langweilig finden, dass sich das Spiel des FC Barcelona in den vergangenen Jahren kaum verändert hat. In Nuancen unterscheidet es sich von dem Fußball, den Josep "Pep" Guardiola den Profis gelehrt hat. Diese Profis spielen überwiegend schon seit Jahren für den Klub, manche mit Unterbrechungen. In der Startelf der Partie in Malaga standen neun Spieler, die in der vereinseigenen Jugendakademie, La Masia, ausgebildet wurden. Wer will, kann auch das langweilig finden. Andersherum kann auch gesagt werden: Beim FC Barcelona gibt es den Masterplan, von dem viele Klubs nur reden und ihn dann großspurig als Philosophie verkaufen.
Keine Experimente
Applaus für die eigene Mannschaft: Tito Vilanova
Am 27. Mai 2012 teite Pep Guardiola mit, dass er sein Werk für beendet ansehe und den Verein verlassen werde. Noch am selben gab der FC Barcelona bekannt, dass er seiner Linie treu bleibt. Francesc Vilanova i Bayó, genannt Tito, werde sein Nachfolger. Tito wer? Den FC Barcelona kennt jeder Fußball-Fan, aber diesen stets nur selbst auf mittelmäßigem Profiniveau spielenden Vilanova kannte weltweit nur ein Bruchteil. Was damals auch als Risiko bezeichnet wurde, war das Gegenteil. Keine Experimente.
"Ich bin hier, um meine Arbeit zu machen. Pep und ich haben uns die Entscheidungsfindung immer 50 zu 50 aufgeteilt. Meistens waren wir ohnehin einer Meinung. Es macht jetzt keinen Sinn, alles zu verändern, nur um mich von ihm zu unterscheiden", sagte Vilanova kurz nach seiner Vorstellung im Sommer 2012. Wer will, kann das langweilig finden. Andersherum: Der FC Barcelona hat alles richtig gemacht. Schlagbar ist er trotzdem. In der Champions League unterlagen die Katalanen Celtic Glasgow.
bar | Stand: 14.01.2013, 11:39