Bilanz der deutschen Fußballprofis im Ausland

Lukas Podolski steht beim FC Arsenal im Rampenlicht, Miroslav Klose bei Lazio Rom. Andere deutsche Fußballer im Ausland haben sich nicht ganz so gut geschlagen.

Lukas Podolski

Vom Absteiger 1. FC Köln zum FC Arsenal in die Premier und Champions League: Wird sich Lukas Podolski in England durchsetzen? Das war die Frage im Sommer, und die Antwort nach einem halben Jahr lautet eindeutig: Ja. Trainer Arsène Wenger schwärmt vom deutschen Nationalspieler genau wie die englische Presse und die Gooners, wie die Fans des FC Arsenal genannt werden.

Vom Absteiger 1. FC Köln zum FC Arsenal in die Premier und Champions League: Wird sich Lukas Podolski in England durchsetzen? Das war die Frage im Sommer, und die Antwort nach einem halben Jahr lautet eindeutig: Ja. Trainer Arsène Wenger schwärmt vom deutschen Nationalspieler genau wie die englische Presse und die Gooners, wie die Fans des FC Arsenal genannt werden.

Die Defensive des FC Arsenal hat in dieser Saison schon einige schwache Momente gehabt. Per Mertesacker sah besonders in seiner Anfangsphase häufiger schlecht aus. Doch der Innenverteidiger steigerte sich und gilt inzwischen auch als Verstärkung.

Als Stammtorhüter Michael Vorm beim walisischen Klub Swansea City verletzt ausfiel, war die Zeit von Gerhard Tremmel gekommen. Der ehemalige Cottbuser schlug sich in der englischen Premier League bei seinen neun Einsätzen prächtig. Höhepunkt war der 2:0-Sieg beim FC Arsenal. Kurz vor Weihnachten musste Tremmel dann wieder Platz machen für den Niederländer Vorm.

Er ist nur ausgeliehen vom 1. FC Köln, aber verzichten möchte der FC Fulham auf Sascha Riether bestimmt nicht mehr. Der ehemalige deutsche Nationalspieler kam als einziger Feldpieler der Cottagers in sämtlichen bisherigen 19 Partien der Premier League zum Einsatz (Stand: 28.12.12).

Stoke City ist eine der Überraschungen in der Premier League. Einer der Garanten für den Erfolg ist Robert Huth (re. im Duell mit Luis Suarez vom FC Liverpool). Die Fans nennen den großen Innenverteidiger "The Berlin Wall". Von den ersten 19 Saisonspielen verpasste Huth keine Minute.

Thomas Hitzlsperger steuert mit dem FC Everton auf Champions-League-Kurs, aber der Mittelfeldspieler steuert nicht viel dazu bei. Derzeit kämpft der ehemalige Stuttgarter um einen neuen Vertrag, denn der aktuelle ist nur noch bis zum 31. Januar 2013 gültig.

Mal vergöttern sie ihn wegen seines linken Zauberfußes, mal verdammen sie Mesut Özil, wenn Real Madrid mal wieder verliert. So ist das bei einem der größten Klubs der Welt. Fest steht: Özil kam in allen 17 Spielen der Primera Division vor Weihnachten zum Einsatz. José Mourinho vertraut dem deutschen Regisseur, auch wenn der Trainer ihn auch schon öffentlich anzählte.

Sami Khedira hat schwer in die Saison gefunden, aber inzwischen gilt: Ist der ehemalige Stuttgarter fit, dann spielt er auch für Real Madrid.

Der 29. September 2012: Piotr Trochowski bringt den FC Sevilla mit einem tollen Tor nach 26 Minuten gegen den FC Barcelona in Führung. Noch vor der Halbzeit aber muss er wegen einer Verletzung vom Platz. Es folgen zwei Operationen (Knie, Schienbeinbruch). Trochowski hofft, in dieser Saison noch einmal spielen zu können.

Oberes Mittelfeld in der Primera Division, Zwischenrunde in der Europa League erreicht: Für UD Levante läuft es gut, Christian Lell ist mittendrin. Der ehemalige Münchner und Berliner hat inzwischen einen Stammplatz.

Wie Christian Lell zog es auch Patrick Ebert von Hertha BSC in die spanische Primera Division. Beim mittelmäßigen Verein Real Valladolid hat er inzwischen einen Stammplatz.

Er trifft und trifft und trifft: In 17 Saisonspielen für Lazio Rom in der Serie A hat Miroslav Klose zehn Tore erzielt. Sein Vertrag ist noch bis 2014 gültig. Nach Medienberichten wollen die Römer mit dem Nationalstürmer schon jetzt verlängern, auch wenn der schon 34 Jahre alt ist.

Alexander Merkel gilt als eines der großen Talente im deutschen Fußball. Aber so recht will die Karriere des 20 Jahre alten Mittelfeldspielers nicht ins Rollen kommen. Beim abstiegsgefährdeten CFC Genua sitzt Merkel meistens nur auf der Ersatzbank.

Andreas Wolf (weißes Trikot) spielt zwar nur in der zweiten französischen Liga, aber er wird kaum klagen können. Immerhin verdient er sein Geld in netter Umgebung beim AS Monaco, ist dort Kapitän und auf Aufstiegskurs.

Richard Sukuta-Pasu galt mal als deutsche Sturmhoffnung für die Zeit nach Miroslav Klose und Mario Gomez. Inzwischen ist er an den SK Sturm Graz ausgeliehen, weil er sich weder bei Bayer Leverkusen, dem FC St. Pauli noch dem 1. FC Kaiserslautern durchsetzte. In Österreich ist die Quote Sukuta-Pasus ansehnlich: neun Tore in 20 Spielen.

17 Spiele, sechs Tore: Es dürfte ruhig ein bisschen mehr sein für Kevin Kuranyi bei Dynamo Moskau. Immerhin spielte sich der Klub nach ganz schwachem Saisonstart ins Mittelfeld vor.

Roberto Hilbert ist weiterhin einer der Leistungsträger bei Besiktas Istanbul. Mit dem VfB Stuttgart war er 2007 deutscher Meister, in dieser Saison scheint der Titel in der türkischen SüperLig möglich.

Nach dem Sommermärchen 2006 ging es für David Odonkor fast stetig bergab. Inzwischen spielt Odonkor in der höchsten ukrainischen Liga für Goverla-Zakarpattia Uzhgorod. Er ist dort Stammspieler und hat auch schon Tore geschossen. Aber der Klub ist stark abstiegsgefährdet.

In Nordhorn nahe der niederländischen Grenze geboren, hat Simon Cziommer (re.) viele Jahre seiner Karriere in der Eredivisie gespielt. Inzwischen trägt er das Trikot von Vitesse Arnheim. Dort hat der 32 Jahre alte Cziommer einen Stammplatz und spielt um die internationalen Plätze mit.

Nach neun Jahren musste Philipp Bönig (li.) den VfL Bochum im Sommer 2012 verlassen, weil er keinen neuen Vertrag bekam. Der Verteidiger fand erst im November einen neuen Verein. Nun spielt er für den ungarischen Traditionsklub Ferencváros Budapest. In vier Einsätzen gelangen ihm zumindest schon zwei Vorlagen.