Frankreichs Verband suspendiert Karim Benzema

Karim Benzema

Verwicklung in Erpressungsaffäre

Frankreichs Verband suspendiert Karim Benzema

Der in eine Erpressungsaffäre verwickelte Angreifer Karim Benzema ist für die Nationalmannschaft Frankreichs gesperrt worden. Das gab der französische Verband FFF am Donnerstag (10.12.15) in Paris bekannt.

"Benzema darf nicht mehr nominiert werden", erklärte FFF-Präsident Noël Le Graët. Nationaltrainer Didier Deschamps habe die Entscheidung akzeptiert, wie auch Benzema selbst: "Ich respektiere die Entscheidung und habe Vertrauen in unseren Präsidenten Noël Le Graët", schrieb Benzema später auf Twitter.

EM-Aus fast sicher

Der Angreifer von Real Madrid war zuletzt bereits nicht für die Länderspiele gegen Deutschland (2:0) und England (0:2) nominiert worden. Laut Le Graet werde Benzema damit auch nicht bei der EM 2016 im eigenen Land spielen.

Gegen Benzema war am 5. November wegen Beteiligung an der Erpressungsaffäre ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Drei mutmaßliche Erpresser, die seinen Nationalmannschafts-Kollegen Mathieu Valbuena von Olympique Lyon mit einem kompromitierenden Sexvideo laut Medienberichten um eine sechsstellige Summe erleichtern wollten, wurden inhaftiert. Valbuena hatte der Justiz am 20. November seine Sicht der Dinge geschildert.

Benzema setzte offenbar auf Deschamps

Den Ausschluss von Benzema hatten in den vergangenen Tagen unter anderem auch Premier Manuel Valls und auch der Boss der Profiliga LFP, Frédéric Thiriez, mehr oder weniger direkt gefordert. Ein großer Sportler müsse Vorbild sein, hieß es.

Der 27 Jahre alte Benzema hatte zuletzt aber darauf gesetzt, dass ihm Frankreichs Nationaltrainer Deschamps trotz der Affäre die Treue hält. "Ich habe eine Nachricht von ihm. Er unterstützt mich, natürlich", sagte Benzema. Zuvor hatte Benzema bereits seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, in die Equipe Tricolore an der Seite seines mutmaßliches Opfers Valbuena zurückkehren zu können.

sid/dpa | Stand: 10.12.2015, 22:24

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