Elfenbeinküste scheitert an Nigeria
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Afrika-Cup in Südafrika
Elfenbeinküste scheitert an Nigeria
Die Elfenbeinküste hat als großer Favorit das Viertelfinale im Afrika-Cup gegen Nigeria verloren. Dagegen steht Burkina Faso ebenfalls im Halbfinale.
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Für Altstar Didier Drogba und den Topfavoriten Elfenbeinküste ist erneut der Traum vom Titelgewinn beim Afrika-Cup geplatzt. Die Elefanten, die bislang nur 1992 die Fußball-Kontinentalmeisterschaft gewannen, scheiterten im Viertelfinale mit 1:2 (0:1) an Nigeria. Dagegen setzte sich Burkina Faso durch einen Treffer des ehemaligen Bundesligaspielers Jonathan Pitroipa gegen Togo mit 1:0 (0:0, 1:0) nach Verlängerung durch und steht zum zweiten Mal in der Runde der letzten Vier.
Sunday Mba sorgt für Entscheidung
Nigeria war von Beginn an engagiert und traf durch einen Freistoß von Emmanuel Emenike kurz vor der Halbzeit zur Führung, die Cheik Tiote vier Minuten nach dem Seitenwechsel ausglich - Drogba hatte per Freistoß aufgelegt. Die Entscheidung für den zweimaligen Titelträger Nigeria besorgte Sunday Mba nach einem herrlichen Sololauf in der 78. Minute. Im Halbfinale trifft Nigeria am Mittwoch (16.00 Uhr) in Durban auf Mali. Die Westafrikaner hatten sich in der ersten K.o-Runde im Elfmeterschießen gegen Gastgeber Südafrika durchgesetzt.
In Nelspruit sorgte Pitroipa mit seinem zweiten Turniertreffer in der 105. Minute für die Entscheidung, als er völlig freistehend eine Ecke von Charles Kabore per Kopf verwandelte. Anders als die früheren Deutschland-Legionäre Pitroipa und Wilfried Sanou erlebte der Augsburger Aristide Bance den größten Erfolg Burkina Fasos seit dem vierten Platz beim Afrika-Cup 1998 nur von Bank aus. An der Stätte des Viertelfinaltriumphes kämpft die Mannschaft von Trainer Paul Put am Mittwoch (19.30 Uhr) gegen Ghana, das die Überraschungsmannschaft des Inselstaates Kapverden ausschaltete, um ein Ticket für das Finale am Sonntag in Johannesburg.
Große Trauer bei Südafrika
Am Boden zerstört: Südafrikas Spieler nach der Niederlage gegen Mali
Noch bitterer war das Scheitern für Gastgeber Südafrika gegen Mali. Südafrikas Sportminister Fikele Mbalula eilte nach dem Aus der Bafana Bafana in die Umkleidekabine und musste reichlich Trost spenden. Als moralischer Aufbauhelfer war auch Gordon Igesund gefordert. "Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft, sie hat Mumm gezeigt", sagte der Nationaltrainer und musste doch selbst mit den Tränen kämpfen. Als Lehlohonolo Majoro vor den Augen von Staatspräsident Jacob Zuma seinen Versuch im Elfmeterschießen weit neben das Tor gesetzt hatte, war der Traum vom Heimsieg beim Afrika-Cup vorbei. Mali zog durch das 3:1 im Elfmeterschießen in das Halbfinale ein.
Anders als vor fast drei Jahren bei der Heim-WM überstand Südafrika immerhin die Vorrunde und gewann den bei den Fans verspielte Sympathien zurück. Viele Südafrikaner, die sich sonst eher für Rugby und Cricket erwärmen können, zeigten plötzlich Interesse an der Fußball-Nationalelf. Auch gegen Mali stand im WM-Stadion von Durban eine selbstbewusste Mannschaft auf dem Feld, die die 56.000 Zuschauer phasenweise begeisterte und durch Tokelo Rantie nach einer halben Stunde verdient in Führung ging. Auch nach dem Ausgleichstreffer durch Seydo Keita nach einer knappen Stunde steckten die Südafrikaner nicht auf und erarbeiteten sich Chance um Chance.
Mali jubelt nach dem entscheidenden Elfmeter.
Allerdings erwischte Malis Torwart Soumbeila Diakite einen besonders guten Tag und wehrte die südafrikanischen Angriffe wie die Versuche von Dean Furman und May Mahlango im Elfmeterschießen ab. Mali hat damit nach Gabun 2012 nun innerhalb von zwölf Monaten wieder den Gastgeber der Afrikameisterschaft im Viertelfinale aus dem Turnier geworfen. In der Heimat kann der Fußball zumindest ein wenig von den kriegerischen Auseinandersetzungen ablenken.
Außenseiter Kapverden scheidet aus
Die Kapverden und Ghana lieferten sich ein umkämpftes Spiel
Südafrikas Schicksal teilt der große Außenseiter Kapverden. Gegen den Favoriten Ghana unterlagen die furiosen Insel-Kicker mit 0:2. Doch allein das Erreichen des Viertelfinals ist der größte Erfolg in der Sportgeschichte des Landes. Trainer Lucio Antunes attestiert seinem Team schon den Sprung unter die Top Drei des Kontinents. "Die Kapverden sind so gut wie die großen Mannschaften bei diesem Turnier. Viele Menschen weinen nun, da die Kapverden ausgeschieden sind", sagte er.
dpa | Stand: 03.02.2013, 09:17