Müller, Hoeneß und Co. - Erfolgreiche Sturmduos

Müller, Hoeneß und Co. - Erfolgreiche Sturmduos

Robert Lewandowski und Thomas Müller treffen immer weiter - und jagen die erfolgreichsten Stürmer-Duos der Liga-Geschichte.

Thomas Müller (l.) und Robert Lewandowski

Robert Lewandowski und Thomas Müller sind weiter auf Rekord-Jagd: Nach 22 Spieltagen haben die zwei Bayern-Goalgetter gemeinsam bereits 39 Treffer auf dem Konto - so viele wie noch kein Sturm-Duo der Liga-Geschichte zu diesem Zeitpunkt der Saison. Seit den Zeiten eines Gerd Müller und Uli Hoeneß hat es in München kein effektiveres Sturmduo mehr gegeben.

Robert Lewandowski und Thomas Müller sind weiter auf Rekord-Jagd: Nach 22 Spieltagen haben die zwei Bayern-Goalgetter gemeinsam bereits 39 Treffer auf dem Konto - so viele wie noch kein Sturm-Duo der Liga-Geschichte zu diesem Zeitpunkt der Saison. Seit den Zeiten eines Gerd Müller und Uli Hoeneß hat es in München kein effektiveres Sturmduo mehr gegeben.

Grafite & Edin Dzeko, 54 Tore
Das Bayern-Duo arbeitet daran, den Tore-Rekord zurück nach München zu holen. Die bisherige Bestmarke  von Grafite und Edin Dzeko wackelt jedenfalls bereits bedenklich. Nur 15 Tore, bei noch ausstehenden zwölf Partien, fehlen Lewandowski und Müller zu den 54 Treffern, die Wolfsburgs Meister-Sturm in der Saison 2008/2009 fabrizierte. Grafite traf 28-mal, Dzeko 26-mal. Damit sind sie das erfolgreichste Sturmpaar der Bundesliga-Geschichte - noch.

Gerd Müller & Uli Hoeneß, 53 Tore
Das VfL-Tandem kassierte in der Meister-Saison die alte Bestmarke von Gerd Müller und Uli Hoeneß ein, die sogar zweimal in Folge gemeinsam 53 Treffer für den FC Bayern erzielten. 1971/72 erzielte Müller 40 Tore, Hoeneß war 13-mal erfolgreich. In der Saison 1972/73 später traf der "Bomber der Nation 36-mal für den FC Bayern, Hoeneß steuerte 17 Tore für die Münchner bei. In der darauffolgenden Spielzeit schaffte es das Bayern-Duo gemeinsam noch einmal auf 48 Tore – kein Sturm-Duo hat über mehrere Jahre soviel Schrecken in gegnerischen Strafräumen verbreitet.

Gerd Müller & Dieter Brenninger, 49 Tore
Vor Uli Hoeneß hatte Gerd Müller bei den Bayern einen anderen, kongenialen Sturmpartner. Dieter Brenninger, wie Hoeneß Linksaußen, kam in der Saison 1969/1970 auf 11 Treffer. Müller stellte mit 38 Toren seine erste Bestmarke auf - bis heute nur übertroffen durch die legendären 40 Tore zwei Jahre darauf. Gemeinsam kamen Brenninger auf 49 Treffer. Am Ende der Saison wurden die Münchner trotzdem nur Zweiter, hinter Borussia Mönchengladbach.


Karl-Heinz Rummenigge & Paul Breitner, 46 Tore
Paul Breitner und Karl-Heinz Rummenigge setzten die große Tradition der Münchner Torfabriken fort. Rummenigge schnappte sich in der Saison 1980/81 mit 29 Treffern zum zweiten Mal in Folge die Bundesliga-Torjägerkanone. Breitner, einer der Vorläufer des modernen offensiv ausgerichteten Außenverteidigers, hatte zu dieser Zeit längst wieder die Chefrolle im Bayern-Mittelfeld übernommen und legte noch einmal 17 Tore oben drauf.

Bernd Hölzenbein & Rüdiger Wenzel, 46 Tore
Alex Meier, Anthony Yeboah, Jörn Andersen – insgesamt dreimal in der Bundesliga-Geschichte stellte Eintracht Frankfurt den Torschützenkönig. Bernd Hölzenbein und Rüdiger Wenzel gehörten nicht in diesen erlesenen Kreis - dafür waren Frankfurts Goalgetter in den 1970er-Jahren gemeinsam eine unschlagbare Kombi: In der Saison  1976/77 sorgte Weltmeister Hölzenbein für 26 Treffer, sein Sturmpartner Wenzel, Spitzname „Sonny“, stand ihm mit 20 Treffern kaum nach.

Allan Simonsen & Jupp Heynckes, 45 Tore
Ob Hennes Weisweiler wohl auch in den Rang einer Trainer-Legende aufgestiegen wäre, wenn er seine ursprünglichen Pläne bei Allan Simonsen verwirklich hätte? Der dänische Stürmer brachte in Mönchengladbach zwei Spielzeiten lang kein Bein auf die Erde, Weisweiler wollte ihn schon wegschicken. Simonsen durfte doch bleiben - und stieg an der Seite von Jupp Heynckes zum echten Goalgetter auf. 76 Tore erzielte Simonsen in 178 Ligaspielen im Borussen-Dress. In der Saison 1975/76 waren Heynckes (29 Tore) und Simonsen (16) das beste und aufregendste Sturm-Duo der Bundesliga.

Uwe Seeler & Charly Dörfel, 45 Tore
Hamburgs Charly Dörfel bezeichnete den Fußball immer als „Nebensache“. Während seiner aktiven Karriere beim HSV arbeitete er weiter als Buchhalter. Dafür brachte  es Dörfel, der sich in einem 11-Freunde-Interview als der eigentliche Erfinder der „Bananenflanke“ bezeichnete, aber erstaunlich weit:  In der Premierensaison der Bundesliga bildete er zusammen mit Uwe Seeler das gefährlichste Sturm-Duo. Seeler kam auf 30 Treffer, Linksaußen Dörfel erzielte 15 Tore.

Klaas-Jan Huntelaar & Raul, 44 Tore)
Klaas-Jan Huntelaar ist beim FC Schalke weiterhin der bislang teuerste Einkauf der Klub-Geschichte. Noch mehr Herzen als der Niederländer eroberte aber Raul, der in der gleichen Spielzeit, aber für deutlich weniger Geld nach Gelsenkirchen kam. Das spanische Sturm-Denkmal, bei Real Madrid auf dem Abstellgleis, erlebte bei Schalke noch einmal einen zweiten Frühling – und harmonierte zudem perfekt mit Huntelaar. In der Saison 2011/12 ballerten sich Huntelaar (29 Treffer) und Raul (15) gemeinsam in den Kreis der besten Sturmduos der Geschichte.

Dieter Müller & Roger van Gool, 44 Tore
Die Kölner Stürmer Dieter Müller und Roger van Gool schafften es beide in die Liga-Geschichtsbücher. Dieter Müller erzielte beim Kölner 7:2-Sieg gegen Bremen sechs Tore - ein bis heute unerreichter Rekord. Van Gool kam zu Beginn der Saison 1976/77 für die damalige Ablöse von einer Million Mark vom FC Brügge – und war damit der erste Millionen-Transfer der Bundesliga. Dies sorgte für Unmut und Diskussionen – doch die 44 Tore, die van Gool (10) und Müller (34) gemeinsam erzielten, gaben den Kölnern recht.

Franz Brungs & Heinz Strehl, 43 Tore
An das Jahr 1968 denken die Fans des 1. FC Nürnberg gerne zurück: Seinerzeit holten die Franken ihren neunten und bislang auch letzten Meistertitel. Meistermacher, neben Trainer Max Merkel, war Nürnbergs Stürmer Franz Brungs, der 32 Treffer zum auch damals unerwarteten Triumph des FCN beisteuerte. Neben Brungs stürmte Heinz Strehl, WM-Teilnehmer 1962, gemeinsam kam Nürnbergs Sturmduo auf 43 Treffer.

Stand: 26.02.2016, 12:09 Uhr

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