Wolfsburg gegen Potsdam - Pokalfinale plus

Potsdams Yuki Ogimi

Endspiel um den DFB-Pokal der Frauen

Wolfsburg gegen Potsdam - Pokalfinale plus

Für das eine Team ist es ein Zwischenschritt auf dem Weg zum großen Triple-Traum, für das andere diese Saison die letzte Chance auf einen Titel - und für beide ist es der vorläufige Gipfel um die Vorherrschaft im deutschen Frauenfußball.

Sollte Meister VfL Wolfsburg den dreimaligen Pokalsieger Turbine Potsdam am Sonntag (19.05.2013/16.30 Uhr) in Köln gewinnen, wäre das ein großer Schritt Richtung Wachablösung im deutschen Frauenfußball. Zumal die Wolfsburgerinnen nur vier Tage später im Champions-League-Endspiel gegen Olympique Lyon gleich die nächste Titelchance haben.

"Es wäre die grandiose Krönung einer grandiosen Saison", sagt Geschäftsführer Thomas Röttgermann. Und: "Wir haben eine der besten Mannschaften Deutschlands und Europas geformt."

Alexandra Popp fehlt

Ein Beweis für die breite Brust des VfL. "Wir sind trotzdem nicht so blauäugig, uns als sicherer Sieger zu sehen", mahnt Trainer Ralf Kellermann. Erst vor zwei Wochen unterlagen die Wolfsburgerinnen in Potsdam 0:2, da allerdings mit einer besseren B-Elf.

Im Finale wird sein Team wieder fast in Bestbesetzung auflaufen, einzig Nationalstürmerin Alexandra Popp fehlt mit einem Außenbandriss. Die grippekranke Verena Faißt wird wohl rechtzeitig fit sein.

Potsdam wartet seit 2006 auf Pokalgewinn

Potsdams Trainer Bernd Schröder scheint dagegen eher das Gesamtwohl des deutschen Frauenfußballs im Sinn zu haben. "Wir haben die Möglichkeit, das Leistungsniveau der Bundesliga zu präsentieren und den Menschen, die nicht so mit dem Frauenfußball in Berührung kommen, zu dokumentieren, auf welchem Niveau gespielt wird", sagte der 72-Jährige.

Langfristig haben die Wolfsburger dank VW im Rücken aber die besseren Aussichten. In den vergangenen Jahren wechselten bereits die Nationalspielerinnen Navina Omilade-Keller, Viola Odebrecht, Josephine Henning und Nadine Keßler aus Potsdam zum VfL. Das Paket aus Rahmenbedingungen und Finanzen ist auch im Frauenfußball verführerisch.

sid | Stand: 18.05.2013, 08:30