WM 2018 - Die deutschen Gruppengegner im Kurzporträt

Javier Hernandez (l.) im Laufduell mit Joshua Kimmich

Weltmeisterschaft in Russland

WM 2018 - Die deutschen Gruppengegner im Kurzporträt

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielt bei der WM 2018 in der Gruppenphase gegen Mexiko, Schweden und Südkorea. Das ergab die Auslosung am Freitag (01.12.2017) im Kremlpalast in Moskau.

Zum Auftakt geht es für den Titelverteidiger am 17. Juni gegen Mexiko im Moskauer Luschniki-Stadion. Am 23. Juni ist Schweden in Sotschi der nächste Kontrahent, bevor am 27. Juni in Kasan gegen Südkorea die Vorrunde abgeschlossen wird. Die deutschen Gegner im Kurzporträt:

Mexiko

Hector Herrera (l.) beim Duell mit Deutschland beim Confed Cup

Hector Herrera (l.) beim Duell mit Deutschland beim Confed Cup

Das jüngste Duell gegen die Mexikaner ist gar nicht lange her. Beim Confed Cup 2017 in Russland besiegte die DFB-Elf Mexiko deutlich mit 4:1. Gegen Europameister Portugal ging anschließend auch das Spiel um Platz drei verloren. Und doch hat der Confed Cup in Mexiko Lust auf mehr gemacht. Mit Mexiko ist in Russland durchaus zu rechnen. Zum siebten Mal in Folge sind die Mexikaner bei einer WM-Endrunde dabei. Nun gilt es den Achtelfinalfluch zu beenden. Die Mexikaner überstanden jeweils die Gruppenphase, doch in der Runde der letzten 16 war sechsmal in Folge Schluss. Zweimal stand "El Tri" schon in einem WM-Viertelfinale, das war jeweils bei den Heim-Weltmeisterschaften 1970 und 1986 der Fall.

Einige der mexikanischen Nationalspieler sind in Deutschland bestens bekannt. Rekord-Torjäger Javier "Chicharito" Hernandez spielte erfolgreich bei Bayer Leverkusen, wechselte aber im Sommer zurück in die englische Premier League und kickt jetzt für West Ham United. Marco Fabian und Carlos Salcedo stehen bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag. Einer der auffälligsten mexikanischen Spieler ist Hector Herrera vom FC Porto - der Mittelfeldspieler gehört zu den wichtigen Eckpfeilern im Team von "El Tri".

Schweden

Emil Forsberg gehört zu Schwedens Topstars

Emil Forsberg gehört zu Schwedens Topstars.

Die Niederlande hinter sich gelassen, Italien besiegt: Einen leichten Weg zur WM hatte Schweden wahrlich nicht. Ohne Superstar Zlatan Ibrahimovic haben sich die Skandinavier ihr Ticket für die Weltmeisterschaft in Russland in den Play-offs gesichert. Erstmals seit 2006 sind die Nordeuropäer wieder dabei. Auch damals ging es gegen Deutschland. Nach einer 0:2-Niederlage gegen die DFB-Elf durch zwei Tore von Lukas Podolski war im Achtelfinale Schluss.

An die Stelle von Ibrahimovic waren seit dessen Rücktritt nach der EM 2016 andere Spieler getreten und hatten Verantwortung im Team von Trainer Janne Andersson übernommen. Einer von ihnen: Emil Forsberg. Der Offensivspieler von RB Leipzig hatte mit vier Toren in den Qualifikationsspielen maßgeblichen Anteil an der schwedischen Erfolgsgeschichte. Noch effektiver war mit doppelt so vielen Treffern nur Marcus Berg, der beim Hamburger SV den Durchbruch nicht schaffte, in der Nationalelf jedoch aufblüht.

Oscar Wendt von Borussia Mönchengladbach hatte zu Jahresbeginn seinen Rücktritt aus der Landesauswahl erklärt. Den Triumph des Drei-Kronen-Teams in den Play-offs gegen Italien erlebte er vor dem Fernseher. So wie Ibrahimovic, über dessen Rückkehr in die Nationalmannschaft seit der erfolgreichen WM-Qualifikation aber wild spekuliert wird.

Südkorea

Südkoreas Superstar Heung-Min Son

Südkoreas Superstar Heung-Min Son

"Wir müssen beweisen, dass der südkoreanische Fußball nicht tot ist. Ich versuche, ein Team zusammenzustellen, das dies hinbekommt", sagte Südkoreas Nationaltrainer Shin Tae-Yong kürzlich. Der 48-Jährige übernahm erst im Juni das Amt von seinem deutschen Vorgänger Uli Stielike. Damals war die WM-Teilnahme, nach Qualifikations-Pleiten im Iran, China und Katar, stark gefährdet. Mit Ach und Krach (zweimal 0:0 gegen den Iran und Usbekistan) hievte Shin die Mannschaft noch auf Rang zwei ihrer Gruppe. Das direkte WM-Ticket war gesichert - zum neunten Mal in Folge, schließlich war Südkorea seit 1986 immer dabei.

Doch mit einem Überraschungscoup wie 2002, als bei der Heim-WM sensationell Platz vier rausgesprungen war, kann nicht gerechnet werden. Das Team ist 59. der Weltrangliste - und dort gehört es auch hin. "Jede Mannschaft bei der WM ist stärker als wir", sagte Kapitän Ki Sung-Yong von Swansea City. Tatsächlich mangelt es den Südkoreanern an Klasse. Mit Ex-Bundesliga-Profi Heung-Min Son von den Tottenham Hotspur ist zumindest ein Star dabei. Auch die beiden Augsburger Ja-Cheol Koo und Dong-Won Ji gehören zum Kader.

Thema in Sport aktuell, Deutschlandfunk, 01.12.17, 22:50 Uhr

Stand: 01.12.2017, 17:30

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