WM 2018 - So läuft die Auslosung

Die Glaskugeln für die Auslosung der Gruppen bei der Fußball-WM

Show in Moskau

WM 2018 - So läuft die Auslosung

Die Fußball-Welt schaut gebannt nach Moskau. Dort werden heute die Vorrunden-Gruppen für die WM 2018 ausgelost. Wer zieht eigentlich die Lose, und wie sind die Regeln?

Große Ehre für Miroslav Klose. Der einstige deutsche Weltklasse-Stürmer wird vor dem Start der Auslosung den WM-Pokal in den Staatlichen Kremlpalast tragen. "Es ist eine Ehre für mich, auf eine Art noch immer Teil der WM zu sein, auch nach meinem Rücktritt", sagt der Weltmeister von 2014. Es sei etwas Besonderes, "Russland und der Welt diese Trophäe zu präsentieren, für die wir in Brasilien so hart gekämpft haben".

Acht Weltmeister auf der Bühne

In Moskau wird Klose auf zahlreiche andere aktive und ehemalige Stars der Szene treffen. Acht von ihnen sind die Lospaten. Laurent Blanc (Frankreich), Gordon Banks (England), Cafu (Brasilien), Fabio Cannavaro (Italien), Diego Forlan (Uruguay), Diego Maradona (Argentinien) und  Carles Puyol (Spanien) repräsentieren je einen Weltmeister. Der 91 Jahre alte Nikita Simonyan vertritt Gastgeber Russland. Die Lospaten werden die Kugeln ziehen und damit die Teams auf die Gruppen verteilen.

Topf vier kommt als letzter dran

Die 32 WM-Teilnehmer wurden von der FIFA auf vier Töpfe mit je acht Mannschaften aufgeteilt. Zunächst werden die Mannschaften aus Topf 1 gezogen. Russland ist in jedem Fall an Position 1 der Gruppe A platziert. Die weiteren sieben Teams, darunter Deutschland, werden nacheinander auf die Positionen B1 bis H1 gezogen. Anschließend werden die Töpfe 2, 3 und 4 geleert. Diese Mannschaften können innerhalb der acht Gruppen auf die Positionen 2, 3 oder 4 gezogen werden, was Einfluss auf die Reihenfolge der Partien gegen den Gruppenkopf hat.

Höchstens zwei Europäer pro Gruppe

Doch ganz so einfach ist es nicht, denn die FIFA hat einige Regeln festgelegt. In jeder Gruppe muss mindestens ein Team aus Europa sein, mehr als zwei sind aber nicht erlaubt. Direkte Duelle von zwei Teams aus einer der fünf anderen Konföderationen sind untersagt. So können zum Beispiel Brasilien und Argentinien aus Topf 1 nicht auf Kolumbien oder Uruguay aus Topf 2 treffen. Sollte Deutschland aus Topf zwei ein Team aus Europa erwischen, kann dem Weltmeister kein weiteres Team vom Kontinent zugelost werden. Die FIFA hat erstmals nur sportliche Kriterien für die Bildung der Töpfe herangezogen und dabei die eigene Weltrangliste von Oktober zugrunde gelegt. Russland ist als Gastgeber als Gruppenkopf gesetzt.

Große Show, Lineker vorneweg

Geleitet wird die Show von Englands Ex-Star Gary Lineker und der russischen TV-Moderatorin Maria Komandnaja. Die Show wird in mehr als 200 Ländern live übertragen. Beim Mega-Event können sich Fans in aller Welt und die rund 1.400 Gäste im Kreml auf jede Menge Showeinlagen freuen. Unter anderem tritt Opernstar Ildar Abdrazakow auf. Das Igor-Moissejew-Volkstanz-Ensemble von der staatlichen Akademie für Modernen Tanz ist ebenfalls angekündigt. Insgesamt eine Stunde wird die Show dauern. Unter den Gästen ist auch Russlands Präsident Wladimir Putin.

Entscheidung über Quartierwahl

DFB-Boss Reinhard Grindel ist genauso dabei wie Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff. Die deutsche Delegation weiß nach der Auslosung auch, in welchen Städten das Nationalteam antreten muss. Dabei ist von Kaliningrad (Gruppe G) an der Ostsee bis Jekaterinburg (Gruppe C) am Tor zu Sibirien alles möglich. Als Kopf der Gruppe H würde Deutschland in Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad, antreten. Von den Spielorten will der DFB auch seine Quartierwahl abhängig machen und ein Hotel in Moskau oder Sotschi buchen. Ein Spiel wird Deutschland auf jeden Fall in Moskau bestreiten - entweder im Luschniki- oder im Spartak-Stadion.

Die vier Töpfe
Topf 1Topf 2Topf 3Topf 4
Russland (Gastgeber)SpanienDänemarkSerbien
DeutschlandPeruIslandNigeria
BrasilienSchweizCosta RicaAustralien
PortugalEnglandSchwedenJapan
ArgentinienKolumbienTunesienMarokko
BelgienMexikoÄgyptenPanama
PolenUruguaySenegalSüdkorea
FrankreichKroatienIranSaudi-Arabien

dpa/sid | Stand: 01.12.2017, 08:30

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