Mutko tritt als WM-Organisator zurück

Witali Mutko

Mutko tritt als WM-Organisator zurück

Ein halbes Jahr vor der Fußball-WM in Russland gibt der im Dopingskandal bedrängte Cheforganisator Witali Mutko seinen Posten auf.

Der bisherige Generaldirektor Alexej Sorokin soll an die Spitze des Organisationskomitees aufrücken. Das teilte Mutko am Mittwoch (27.12.17) in Moskau mit, wie die staatliche Agentur R-Sport meldete. "Ich konzentriere mich auf meine Arbeit in der Regierung", sagte Mutko.

Wegen des russischen Doping-Skandals steht Mutko in der Kritik. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat ihn lebenslang für Olympia gesperrt. Am 1. Weihnachtstag hatte Mutko bereits die Leitung des russischen Fußballverbands vorübergehend niedergelegt. In dieser Zeit wolle er sich vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne gegen die Olympia-Sperre wehren.

FIFA stellte sich zunächst hinter Mutko

Er hatte dabei bereits einen Rückzug als Cheforganisator nicht ausgeschlossen. Darüber müssten aber Präsident Wladimir Putin und die russische Regierung befinden, sagte er. Das IOC hält Mutko für einen der Verantwortlichen im russischen Doping-Skandal. Die russische Politik weist den Vorwurf systematischen Dopings zurück und spricht von Einzelfällen.

Der Weltverband FIFA hatte sich nach der Olympia-Sperre zunächst hinter Mutko gestellt, ist aber in der Frage des Umgangs mit Doping selbst unter Druck geraten. Mutko ist ein langjähriger sportpolitischer Weggefährte Putins. Wie der Kremlchef, begann er seine Karriere in St. Petersburg. Den Fußballverband führte er bereits von 2005 bis 2009. Im Jahr 2015 ließ er sich erneut an die Spitze wählen.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Mittwoch, 27.12.17, 22.50 Uhr

dpa | Stand: 27.12.2017, 13:29

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