WM 2018 - Deutschland trifft auf Mexiko, Schweden und Südkorea

Joachim Löw beim Qualifikationsspiel gegen Nordirland

Auslosung zur Weltmeisterschaft in Russland

WM 2018 - Deutschland trifft auf Mexiko, Schweden und Südkorea

In Moskau sind die Gruppen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland ausgelost worden. Die Gegner der deutschen Mannschaft sind Mexiko, Schweden und Südkorea - das hätte schlimmer kommen können.

Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw wurde am Freitag (01.12.2017) in die Gruppe F gelost und spielt in Moskau, Sotschi und Kasan. Bereits im Achtelfinale könnte es zu einem Duell mit Brasilien kommen, das in die Gruppe E gelost wurde. Spanien droht frühestens im Halbfinale.

Das Spiel gegen Mexiko ist die Auftaktbegegnung der Deutschen in Moskau am 17. Juni im Luschniki-Stadion. Danach geht es am 22. Juni in Sotschi gegen die Schweden und abschließend am 27. Juni in Kasan gegen Südkorea. Das Eröffnungsspiel der WM bestreiten die Russen gegen Saudi-Arabien.

Löw spricht von Titelverteidigung

Joachim Löw sieht die Gruppe F als Durchgangsstation zu höheren Zielen: "Erschrocken bin ich nicht. Das sind sportlich sehr interessante Gegner. Da wollen wir den Grundstein für eine erfolgreiche Titelverteidigung legen. Das ist unser Ziel."

DFB-Präsident Reinhard Grindel verzichtete in seinem Statement auf die ganz großen Überraschungen: "Eine sehr interessante Gruppe mit reizvollen Aufgaben für unsere Mannschaft. Ab jetzt beginnt für Joachim Löw und sein Team die Vorbereitung auf die ersten drei WM-Gegner."

Schwedische Presse spricht von "Todesgruppe"

Die schwedische Tageszeitung "Expressen" schrieb von der "Todesgruppe", "Aftonbladet" sah einen "Albtraum für die schwedischen Fans". Weniger dramatisch fanden Nationaltrainer Janne Andersson und seine Spieler die WM-Auslosung. "Es werden schwierige Spiele. Wir werden unser Bestes geben. Nach den Play-offs gegen Italien spüre ich großes Selbstvertrauen in unserer Mannschaft", sagte der Coach. Kapitän Andreas Granqvist meinte: "Das ist völlig in Ordnung. Deutschland ist Favorit. Ich hoffe, dass wir mit den anderen beiden Mannschaften ums Weiterkommen kämpfen können."

Mexikos Nationalcoach Juan Carlos Osorio sagte: "Ich habe das Spiel beim Confed Cup (1:4 im Halbfinale, d.Red.) noch klar vor Augen. Wir spielen gegen einen der ganz Großen aus Topf 1. Auch Schweden muss man respektieren, Südkorea hat einen sehr jungen Coach und kann uns überraschen."

Südkoreas Nationaltrainer Shin Tae-Yong meinte: "Deutschland ist eine große Mannschaft, ein sehr schwieriger Gegner. Ich bin momentan nicht sehr zuversichtlich für das Spiel. Zum Glück spielen wir gegen sie erst am Schluss."

Infantino und Putin feiern sich und Russland

Zuvor hatte es die üblichen Grußadressen und gegenseitigen Belobigungen gegeben. FIFA-Präsident Gianni Infantino dankte Russland und seinem Präsidenten für die Ausrichtung der Weltmeisterschaft und versprach voller Euphorie: "Die Stimmung in allen elf Spielorten wird fantastisch sein. Russland wird die beste WM aller Zeiten."

Wladimir Putin spielte den Ball in ähnlichem Stil zurück: "Wir wollen diese WM auf allerhöchstem Niveau stattfinden lassen, damit die besten Spieler großartigen Fußball zeigen können. Unsere Liebe zum Fußball ist fest, sie erfüllt das ganze russische Volk. Dieses großartige Turnier wird ein gewaltiger Faktor zur Weiterentwicklung des Fußballs in unserer gesamten Region werden. Wir wollen die Fußballfamilie einen, jeder Fan wird unsere traditionelle Gastfreundschaft und Offenheit kennenlernen, denn wir beherrschen es in Russland meisterhaft, Gäste zu empfangen." Ob er damit auch Minderheiten und Kritiker gemeint hat, wird sich ab dem 14. Juni 2018 zeigen.

Die Gruppen der WM

Gruppe A: Russland, Uruguay, Ägypten, Saudi Arabien

Gruppe B: Portugal, Spanien, Iran, Marokko

Gruppe C: Frankreich, Peru, Dänemark, Australien

Gruppe D: Argentinien, Kroatien, Island, Nigeria

Gruppe E: Brasilien, Schweiz, Costa Rica, Serbien

Gruppe F: Deutschland, Mexiko, Schweden, Südkorea

Gruppe: G: Belgien, England, Tunesien, Panama

Gruppe H: Polen, Kolumbien, Senegal, Japan

ch | Stand: 01.12.2017, 16:37

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