"Das Derby der Päpste"

Papst Franziskus und Papst Benedikt beten für ihre Mannschaften.

Franziskus gegen Benedict XVI.

"Das Derby der Päpste"

Der eine ist als leidenschaftlicher Fan bekannt, für den anderen ist Fußball wohl eher Kopfsache: Deutschland und Argentinien können auf höchsten kirchlichen Beistand vertrauen.

"Als kleiner Junge hat Jorge Begoglio jeden Nachmittag auf dem Spielplatz in seiner Heimatstadt Buenos Aires gekickt", erzählt sein früherer Klassenkamerad, der Musiker Mario Valdez. Literatur und Fußball seien die Leidenschaft des Obersten Hirten der katholische Kirche gewesen. Bis heute ist Papst Franziskus offenbar zahlendes Mitglied im Stadtclub San Lorenzo. Seit Beginn seines Pontifikats im März 2013 hat er immer wieder Fußballern Audienzen gewährt, darunter auch Lionel Messi.

Von seinem in Bayern aufgewachsenen Vorgänger Karl Josef Ratzinger ist eine solche Fußball-Begeisterung nicht bekannt. Eher kopflastig sagte der emeritierte Papst Benedikt XVI. einmal, dass "der Fußball den Menschen nötigt, zunächst sich selbst in Zucht zu nehmen, so dass er durch Training die Verfügung über sich gewinnt, durch Verfügung Überlegenheit und durch Überlegenheit Freiheit".

Dass die beiden Päpste nun in Vatikanstadt gemeinsam das Finale schauen, erscheint eher unwahrscheinlich. Auch wenn in den Sozialen Netzwerken darüber reichlich gealbert wird und zum Beispiel ein Gebet von Franziskus den eigentlich zuversichtlichen Benedikt doch etwas nervös macht...

Benedikt geht gerne früh ins Bett

Vatikansprecher Federico Lombardi erklärte jedenfalls, dass der 87-jährige Benedikt stets früh zu Bett gehe und das Finale doch erst um 21.00 Uhr unserer Zeit beginne. Bei dem zehn Jahre jüngeren Franziskus war sich Lombardi nicht sicher oder wollte nicht preisgeben, ob und wo er das Spiel verfolge. Mit Sicherheit werde der Papst jedoch über die Spielstände informiert. Franziskus wird seinem Heimatland Argentinien die Daumen drücken, richtete jedoch in einem Gebetsruf einen Appell, der beiden Mannschaften gilt: "Sport soll immer Anlass für Brüderlichkeit und menschliches Wachstum sein."

pmt / kna | Stand: 10.07.2014, 16:00

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