WM-Aus für "Beißer" Suárez

Luis Suarez

Nach Attacke gegen Italiener Chiellini

WM-Aus für "Beißer" Suárez

Keine Gnade für den "Nager von Natal": Die Disziplinarkommission des Fußball-Weltverbandes hat Luis Suárez für neun Spiele gesperrt. Uruguay will Einspruch einlegen

Damit steht der Angreifer Uruguay selbst dann nicht zur Verfügung, sollte sein Team ins WM-Finale am 13. Juli einziehen. Die FIFA verdonnerte Suárez zu einer Sperre von neun Spielen und einer Vier-Monats-Sperre. Zudem erhielt er eine Geldstrafe von 100.000 Schweizer Franken, umgerechnet rund 82.000 Euro. Der uruguayische Fußball-Verband wird Einspruch gegen die WM-Rekordsperre einlegen. Es sei "eine übertriebene Entscheidung", sagte Verbandspräsident Wilmar Valdéz. "Es fühlt sich an, als wäre Uruguay aus der WM geworfen worden."

Ein Einspruch gegen den Bann von neun Pflicht-Länderspielen gegen Suárez hat allerdings vor dem WM-Achtelfinale gegen Kolumbien am Samstag keine aufschiebende Wirkung, wie der Weltverband FIFA zuvor erklärt hatte. Am 24. Juni im WM-Vorrundenspiel gegen Italien hatte Suárez seinen italienischen Gegenspieler Giorgio Chiellini in der 79. Minute in die Schulter gebissen. Der mexikanische Schiedsrichter Marco Rodriguez und seine Assistenten an den Linien hatten die Szene nicht gesehen. Die TV-Bilder waren nach Ansicht der Kommission jedoch eindeutig, auch wenn Valdez sagte: "Wir glauben, dass die Beweise nicht ausreichend sind."

Zahlreiche Vergehen

Chiellinis Bisswunde.

Giorgio Chiellini zeigt den Abdruck des Bisses.

Es ist nicht das erste Vergehen des Torschützenkönigs der englischen Liga. "Kannibale von Ajax" wurde Suárez schon früh genannt. Während seiner Zeit in Amsterdam (2007 bis 2011) hatte er einem Gegenspieler in die Schulter gebissen und wurde für sieben Spiele gesperrt. Beim FC Liverpool wurde es nicht besser. 2013 schlug der "Vampir" erneut zu, diesmal erwischte es Branislav Ivanovic vom FC Chelsea. Die Wunde war kaum zu übersehen.

Aber Suárez hat sich noch mehr Fehltritte geleistet. 2011 beleidigte er den dunkelhäutigen Patrice Evra von Manchester Uniteds rassistisch und wurde gesperrt. Ein Jahr später verweigerte er Evra vor einem Ligaspiel den Handschlag, die Liga war empört. Suárez sei "eine Schande für Liverpool", sagte der damalige United-Teammanager Alex Ferguson.

Beißer, Vampir, Uruk-hai - Tweets zu Luis Suárez

Nach der Beiß-Attacke von Luis Suárez werden bei Twitter, Instagram & Co. Vergleiche gezogen.

Biss Tweet von der Sportschau.

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sid/dpa/red | Stand: 26.06.2014, 16:11

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