Akinfejew beschenkt die Südkoreaner

Torwart  Igor Akinfeev nach dem 1:0.

Russland - Südkorea 1:1 (0:0)

Akinfejew beschenkt die Südkoreaner

Nur ein Punkt zum Geburtstag: Russlands Spieler haben ihrem Trainer Fabio Capello nicht das erhoffte Geschenk zum Start der Endrunde in Brasilien gemacht.

Der Italiener, der am Tag nach dem Spiel seinen 68. Geburtstag feiert, musste sich mit einem öden 1:1 (0:0) gegen Südkorea begnügen. Damit ist Belgien nach dem glücklichen 2:1 gegen Algerien alleiniger Tabellenführer der Gruppe H. Immerhin retteten die Russen ihrem Trainer wenigstens noch einen Punkt. Angreifer Keun-Ho Lee hatte die Südkoreaner zunächst in Führung gebracht (68.) - dabei patzte Torhüter Igor Akinfejew schwer. Der eingewechselte Alexander Kerschakow, mit neun Spielminuten bei der WM 2002 einziger Russe im Kader mit WM-Erfahrung, erzielte in der 74. Minute noch den Ausgleich. Mehr hatten beide Mannschaften aber auch nicht verdient.

"Das Spiel war okay. Die Reaktion meiner Mannschaft nach dem Rückstand war wirklich gut. Nach dem Ausgleich hatten wir sogar noch die Siegchance", sagte Capello, der ein Extralob an den Torschützen verteilte: "Kerschakow ist ein fantastischer Spieler, der immer für ein Tor gut ist."

Nur nicht verlieren

Das Motto in Cuiaba schien von Beginn an zu sein: Nur nicht verlieren. Beide Teams agierten sehr vorsichtig und ließen sich auch von den immer lauter werdenen Pfiffen der Fans im Spielverlauf nicht aus der Reserve locken. Heung-Min Son aus Leverkusen war einer der wenigen, die in der ersten Halbzeit zumindest für etwas Betrieb sorgten. Zwingende Chancen erarbeitete er sich aber auch nicht. Die Russen waren nervös. Sogar der extrem erfahrene Akinfejew leistete sich mehrere Unsicherheiten - die schlimmste beim 0:1, als er den Ball aus den Armen ins Tor rutschen ließ. Bei den Südkoreanern gehörte auch Kapitän Ja-Cheol Koo (Mainz) zu den Aktivposten. Dagegen konnte der dritte Bundesliga-Profi in der südkoreanischen Startelf, Jeong-Ho Hong (Augsburg), wie viele seiner Teamkollegen kaum Akzente setzen.

Spielszene der Partie Russland - Südkorea

Kampf um die Kugel: Die Partie zwischen Russland und Südkorea war ein zähes Ringen.

Nach einem Solo von Koo, das der Offensivspieler von Mainz 05 mit einem Schuss nur knapp neben das Tor abschloss (11.), dauerte es bis zur 31. Minute, ehe auch die Russen eine Chance besaßen: Den Freistoß aus 35 Metern von Sergej Ignatschewitsch hielt Südkoreas Torhüter Sung-Ryong Jung. Drei Minuten später fälschte Ignatschewitsch einen Schuss von Koo knapp neben das Tor ab.

Rasante Schlussphase

Nach der Pause begannen die Russen schwungvoller, doch weder Wiktor Faisulin mit einem Weitschuss, noch Kapitän Wassili Beresuzki mit seinem Kopfball nach einer Ecke gelang die Führung (46.). Auch Südkorea trug mit zwei Weitschüssen dazu bei, dass das Spiel zumindest ein wenig interessanter wurde. Doch auch in dieser Phase blieb Zählbares aus, bevor die Partie mit dem Treffer von Lee noch einmal ein wenig Fahrt aufnahm.

Statistik

Fußball · Weltmeisterschaft · 1. Spieltag 2014

Mittwoch, 18.06.2014 | 00.00 Uhr

Russland

Akinfejew – Jeschtschenko, Ignaschewitsch, W. Beresuzki, D. Kombarow – Faisulin, Gluschakow (72. Denissow), Schirkow (71. A. Kerschakow) – Samedow, Kokorin, Schatow (59. Dsagojew)

1

Südkorea

Jung – Y. Lee, Y.-G. Kim, J.-H. Hong (73. Hwang), Yoon – Ki, Han, C.-Y. Lee, Koo – C.-Y. Park (56. K.-H. Lee), Son (84. B.-K. Kim)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 K.-H. Lee (68.)
  • 1:1 A. Kerschakow (74.)

Strafen:

  • gelbe Karte Schatow
  • gelbe Karte Ki
  • gelbe Karte Koo
  • gelbe Karte Son

Zuschauer:

  • 37603

Schiedsrichter:

  • Néstor Pitana (Argentinien)

red/dpa/sid | Stand: 18.06.2014, 02:18

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