"So brutal" - die Schweiz scheitert dramatisch

Argentinien feiert, die Schweiz trauert

Argentinien - Schweiz 1:0 n.V.

"So brutal" - die Schweiz scheitert dramatisch

Die Schweiz hielt gegen Argentinien lange ein 0:0, kassierte das entscheidende Tor kurz vor dem Ende der Verlängerung - und wäre fast noch zurückgekommen.

Angel di Maria erzielte in der 118. Minute den viel umjubelten Siegtreffer zum 1:0 n.V. für Argentinien. Lionel Messi hatte den Ball in den Lauf von di Maria gepasst, der aus halbrechter Position verwandelte. Die lange Zeit gleichwertigen Schweizer sind damit ausgeschieden - was gleichzeitig das Karrierende von Trainer Ottmar Hitzfeld bedeutet. Argentinien trifft nun am Samstag um 18 Uhr auf Belgien.

Die Schlussphase der Verlängerung bot große Dramatik. Nach di Marias Treffer hatten die Schweizer noch die große Chance, sich ins Elfmeterschießen zu retten: In der ersten Minute der Nachspielzeit landete der Kopfball von Blerim Dzemailis am Pfosten, der Abpraller traf sein Knie und kullerte ins Toraus. " "In diesen letzten drei Minuten haben wir noch mal erlebt, was in einem Trainerleben alles möglich ist", sagte Hitzfeld: "Jeder Moment im Fußball bleibt in meiner Erinnerung. Aber das hatte schon eine gewaltige Dimension."

"Fußball ist so brutal"

"Fußball ist so brutal. Alles war heute so emotional, schon nach der Nachricht vom Tod von Ottmars Bruder", sagte Hitzfelds Assistent Michel Pont. "Dieses Ergebnis ist sehr enttäuschend für uns alle, wir sind am Boden zerstört." Siegtorschütze di Maria war "einfach nur froh, dass wir die nächste Runde erreicht haben. Wir haben mit Herz und Seele gekämpft".

Hitzfelds Mannschaft ließ kaum Chancen zu

Ottmar Hitzfeld, Alejandro Sabella

Ottmar Hitzfeld

Hitzfeld hatte seine Mannschaft optimal auf das Spiel eingestellt, wie in den 90 Minuten ließ sie auch in der Verlängerung kaum Chancen der Argentinier zu. Die vielen argentinischen Fans wurden leiser, während die brasilianischen Zuschauer jeden gelungenen Pass der Schweizer bejubelten. Außerdem erwischte Torwart Diego Benaglio einen ganz starken Tag. Nachdem er in der regulären Spielzeit schon einen Kopfball von Gonzalo Higuain und zwei Schüsse von Messi überragend pariert hatte, fischte er in der 109. Minute auch di Marias Schuss aus dem Winkel. Gegen di Marias goldenen Treffer war er aber machtlos.

Statistik

Fußball · Weltmeisterschaft 2014

Dienstag, 01.07.2014 | 18.00 Uhr

Argentinien

Romero – Zabaleta, F. Fernández, Garay, Rojo (105.+1 Basanta) – Gago (106. Biglia), Mascherano, di Maria – Messi – Lavezzi (74. Palacio), Higuain

1

Schweiz

Benaglio – Lichtsteiner, Djourou, Schär, R. Rodriguez – Behrami, Inler – Shaqiri, G. Xhaka (66. G. Fernandes), Mehmedi (113. Dzemaili) – Drmic (82. Seferovic)

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 di Maria (118.)

Strafen:

  • gelbe Karte Garay
  • gelbe Karte Rojo
  • gelbe Karte di Maria
  • gelbe Karte G. Xhaka
  • gelbe Karte G. Fernandes

Zuschauer:

  • 63255

Schiedsrichter:

  • Jonas Eriksson (Schweden)

vs | Stand: 01.07.2014, 20:36

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