Deutschland feiert die WM-Helden

Schweinsteiger mit Pokal

Empfang auf der Berliner Fanmeile

Deutschland feiert die WM-Helden

Die Begeisterung kannte kaum Grenzen. Mit dem WM-Titel im Gepäck sind Deutschlands Nationalspieler am Brandenburger Tor groß gefeiert worden.

"Ein Hoch auf uns" stimmte Andreas Bourani mit dem inofiziellen WM-Song die mehr als 400.000 Menschen ein, die stundenlang auf der Berliner Fanmeile vor dem Brandenburger Tor ausharrten. Um kurz nach 13 Uhr war es dann endlich soweit: Das DFB-Team betrat unter großem Jubel den gut 30 Meter langen Laufsteg. Als erstes kam das Trainertrio Jogi Löw, Hansi Flick, Andi Köpke und Teammanager Oliver Bierhoff. "Wir sind alle Weltmeister", sagte der Bundestrainer unter frenetischem Beifall.

In kleinen Gruppen präsentierten sich die Spieler und der Betreuerstab der begeisterten Menge. Den lautesten Jubel erhielt Team-Kapitän Philipp Lahm, als er den WM-Pokal in die Luft stemmte. Lukas Podolski sagte: "Der beste Moment in der Karriere bis jetzt." Und Siegtorschütze Mario Götze betonte: "Die ganze Mannschaft hat das verdient." Bastian Schweinsteiger wurde frenetisch als "Fußballgott" gefeiert, bevor Helene Fischer "Atemlos" gemeinsam mit dem DFB-Team sang und den Song umdichtete: "Spür, was Fußball (statt Liebe) mit uns macht.

Abflug mit Komplikationen

Philipp Lahm verlässt als erster das Flugzeug mit dem Pokal in der Hand.

Musikalisch wurden die Weltmeister bereits nach der Landung in Berlin-Tegel begrüßt. "Football is coming home" stimmten die Fans auf der dicht gefüllten Besucherterrasse des Flughafen, als Kapitän Philipp Lahm mit dem Pokal in der Hand um 10.21 Uhr aus dem Flugzeug stieg. Die Ankunft hatte sich um mehr als eine Stunde verspätet, da es beim Abflug in Rio de Janeiro Komplikationen gab. Ein Gepäckwagen hatte beim Verladen den "Siegerflieger Fanhansa" gerammt und einen Lackschaden an der Boeing 747-8018 verursacht.

Der DFB-Tross hob dadurch zwei Stunden später als geplant ab und landete schließlich mit einer Stunde Verspätung in Tegel. Deutlich länger als vorgesehen dauerte die Fahrt vom Flughafen bis zum Brandenburger Tor. Den letzten Teil der Fahrt absolvierten die Spieler in einem offenen Lastwagen mit der Aufschrift "1954, 1974, 1990, 2014", der sich im Schneckentempo den Weg durch die Menschenmassen bahnte. Am Brandenburger Tor angekommen, begrüßte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit die Weltmeister. Diese trugen sich dann ins Goldene Buch der Stadt ein.

"Das Wir-Gefühl"

Truck der Nationalspieler

Im offenen Wagen durch Berlin

Präsident Wolfgang Niersbach hatte zuvor in der ARD erklärt: "Ich wüsste nicht, was in unserem Land mehr dieses Wir-Gefühl auslösen kann als diese Fußball-Weltmeisterschaft."Es war bereits das dritte Mal, dass sich die Nationalmannschaft nach einem Turnier auf der Berliner Fanmeile feiern ließ: 2006 als Dritter nach der WM im eigenen Land und 2008 als Zweiter der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz. "Aber jetzt haben wir das Sch..ding endlich hier ", schrie Schweinsteiger voller Stolz und mit der Deutschland-Fahne umhüllt.

pmt | Stand: 15.07.2014, 13:54

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