Deutschland entgeht Blamage

Andre Schürrle macht das 1:0

Deutschland - Algerien 2:1 n.V.

Deutschland entgeht Blamage

Mit Glück und wenig Glanz hat Deutschland das Viertelfinale der WM erreicht und trifft am Freitag auf Frankreich. Beim 2:1 (0:0)-Sieg nach Verlängerung gegen Algerien musste das DFB-Team bis zum Schlusspfiff zittern - und verlor außerdem Shkodran Mustafi.

André Schürrle hatte Deutschland mit einem Tor in der Verlängerung (92.) in Führung gebracht. Mesut Özil erhöhte in der 120. Minute auf 2:0, Abdelmoumene Djabou verkürzte noch im direkten Gegenzug. Das Erste zeigt das Viertelfinale gegen Frankreich am Freitag, 18 Uhr, live. Auf sportschau.de können Sie das Spiel per Stream, Social TV und Live-Ticker verfolgen.

"Wir haben in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel gefunden", sagte Torschütze Schürrle. "In den letzten zehn Minuten der regulären Spielzeit hätten wir schon einige Tore machen können." Per Mertesacker war erleichtert. "Völlig egal wie, Hauptsache wir sind im Viertelfinale. Jetzt lege ich mich erstmal drei Tage in die Eistonne." Für Bundestrainer Löw war es "am Ende ein Sieg des Willens."

Algerische Konter bringen Deutschland ins Wanken

Manuel Neuer klärt

Neuer musste mehrmals in höchster Not klären

Löw hatte in Porto Alegre den kranken Mats Hummels durch Shkodran Mustafi ersetzt und baute erneut auf eine Defensive mit vier gelernten Innenverteidigern. Das stellte sich gegen die flinken Algerier als problematisch heraus. Denn die Nordafrikaner zogen sich von Beginn an weit zurück und nutzten bei jedem Ballgewinn die Räume gegen die großgewachsene, aber langsame deutsche Abwehr. So mussten Torwart Manuel Neuer häufig als Ersatz-Libero in höchster Not klären. "Wir haben viele Bälle verloren und den Gegner zu Kontern eingeladen", sagte Löw.

Deutschland nach dem Wechsel mit mehr Kontrolle

Eigene große Chancen spielte Deutschland erst nach der Pause heraus. André Schürrle kam für den enttäuschenden Mario Götze und sorgte für mehr Schwung. Auch Sami Khedira belebte das deutsche Spiel. Er ersetzte in der 70. Minute den verletzten Mustafi. Löw verkündete nach dem Spiel, dass Mustafi wegen eines Muskelfaserrisses für den Rest der WM ausfallen werde. Khedira spielte im Mittelfeld, Philipp Lahm rückte auf die Rechtsverteidigerposition. Algerien ließ deutlich nach, blieb aber bei Kontern gefährlich und rettete sich in die Verlängerung.

Schürrle krönt seine Leistung mit der Hacke

Direkt nach Wiederanpfiff sorgte Schürrle für das erlösende 1:0, als er eine flache Hereingabe von Müller mit der Hacke versenkte. "Da war ein bisschen Glück dabei, aber ich wollte den noch irgendwie aufs Tor bringen", gab Schürrle nach dem Spiel zu. Als er dann in der 120. Minute auch noch den Treffer von Mesut Özil einleitete, dachten alle im Stadion, das Spiel wäre gelaufen. Doch Djabou traf direkt im Gegenzug, für ein weiteres Tor reichte es aber nicht mehr.

Statistik

Fußball · Weltmeisterschaft 2014

Montag, 30.06.2014 | 22.00 Uhr

Deutschland

Neuer – S. Mustafi (70. S. Khedira), Mertesacker, J. Boateng, Höwedes – B. Schweinsteiger (109. Kramer), Lahm, T. Kroos – Özil, T. Müller, M. Götze (46. Schürrle)

2

Algerien

M'Bohli – Mandi, Mostefa, Belkalem, Halliche (97. Bougherra), Ghoulam – Lacen – Taider (78. Brahimi), Feghouli, Slimani – Soudani (100. Djabou)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Schürrle (92.)
  • 2:0 Özil (120.)
  • 2:1 Djabou (120.+1)

Strafen:

  • gelbe Karte Lahm
  • gelbe Karte Halliche

Zuschauer:

  • 43063

Schiedsrichter:

  • Sandro Ricci (Brasilien)

phsc

Darstellung: