Europa League - Hannover 96 startet souverän

Tor in Dublin: Andreasen trifft

3. Qualifikationsrunde

Europa League - Hannover 96 startet souverän

Hannover 96 ist mit einer souveränen Vorstellung in die neue Europa-League-Saison gestartet: Der Bundesligist setzte sich im Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde mit 3:0 (1:0) gegen das irische Team von St. Patricks Athletic deutlich durch und darf nun ohne Sorgen dem Rückspiel in einer Woche im eigenen Stadion entgegensehen.

Ein Traum-Comeback feierte dabei Leon Andreasen, der nach langer Verletzungspause wieder in der Startelf der 96er stand und schon in der sechsten Minute zum 1:0 traf. Den verdienten Sieg gegen die Halbprofis von der "Grünen Insel" machten Christian Pander mit einem direkt verwandelten Freistoß aus rund 30 Metern (67.) und Didier Ya Konan (80.) perfekt.

Trotz des deutlichen Resultats war Trainer Mirko Slomka nicht ganz zufrieden, ließ sein Team doch phasenweise die Zügel schleifen. "Es war deutlich zu sehen, dass unser Gegner schon seit März in der Runde ist. Er ist schon im Rhythmus. Wir waren heute sehr effektiv, haben aber noch einige technische Schwächen offenbart. Das wird aber mit den Wochen kommen. Wir müssen uns nächste Woche wieder konzentrieren", meinte der 96-Trainer.

Tolles Andreasen-Comeback

Nach nicht einmal sechs Minuten schien Andreasen vor 5.500 Zuschauern all seinen Frust über seine lange, 28-monatige Leidenszeit in seinen fulminanten Schuss zur frühen Führung gelegt zu haben. Auf Vorlage von Ya Konan drosch der dänische Mittelfeldspieler den Ball aus gut 22 Metern unhaltbar für Keeper Brendan Clarke in den rechten Winkel. Sein bis Donnerstag letztes Pflichtspiel für Hannover hatte Andreasen am 4. April 2010 gegen den Hamburger SV (0:0) absolviert. "Das war schon ein gutes Gefühl", sagte Andreasen über diesen Moment.

Nach dem starken Beginn schalteten die Niedersachsen gegen biedere, aber kampfstarke Iren mehrere Gänge zurück und agierten souverän, taten aber nicht mehr als nötig. Erst nach knapp 30 Minuten schossen die Gastgeber erstmals auf das 96-Tor. Der Schuss von Angreifer Sean O'Connor verfehlte das Ziel indes deutlich. Auf der anderen Seite wurde es meist dann gefährlich, wenn sich Hannovers Rückkehrer Szabolcs Huszti einschaltete. Der Mittelfeldspieler, der vor über drei Jahren zu Zenit St. Petersburg gewechselt und erst vor gut einer Woche zum Bundesligisten zurückgekehrt war, fügte sich wieder ein, als sei er nie weg gewesen.

Nach der Pause etwas sorglos

Nach der Pause ließ es der Bundesligist indes etwas zu sorglos angehen. Die aufopferungsvoll kämpfenden Halbprofis kamen nun immer wieder gefährlich vor das von Nationalkeeper Ron-Robert Zieler gehütete Tor. In der 49. Minute etwa rettete Lars Stindl für den schon geschlagenen Zieler gegen Christy Fagan in höchster Not. Erst Panders nicht unhaltbarer Freistoß und der späte Treffer von Ya Konan beruhigten Trainer Slomka und die 96-Fans, die sich ganz darauf konzentrieren konnten, Matchwinner Andreasen bei dessen Auswechslung in der 72. Minute gebührend zu feiern.

sid/dpa | Stand: 02.08.2012, 22:33