Leverkusen nur kurz in Gefahr

Karim Bellarabi und Stefan Kießling

Europa League: Bayer Leverkusen - Sporting Lissabon 3:1

Leverkusen nur kurz in Gefahr

Die starke Offensive war der Erfolgsgarant - dank Karim Bellarabi und Hakan Calanhoglu steht Bayer Leverkusen nach dem 3:1 (1:1) über Sporting Lissabon im Achtelfinale der Europa League.

Nationalspieler Bellarabi sorgte in der 30. Minute für die Führung. Nach dem Ausgleich durch João Mário (39.) war er mit einem tollen Distanzschuss (65.) auch für den zweiten Treffer verantwortlich. Drei Minuten vor Schluss erzielte Hakan Calhanoglu vor 26.585 Zuschauern das 3:1.

Leverkusen steht nach dem 1:0 im Hinspiel und dem Sieg im eigenen Stadion erstmals seit 2011 in der Runde der besten 16 in der Europa League. Sporting, das auf einige Stammspieler verzichtete, konnte auch im zwölften Versuch keinen Sieg in Deutschland erzielen.

Schmidt ruhig an der Linie

Leverkusen begann stark und bestimmte zunächst, was auf dem Rasen passierte. Die erste Chance vergab nach nicht mal zwei Minuten der aufgerückte Verteidiger Kyriakos Papadopoulos mit einem Kopfball aus kurzer Distanz. So ging es weiter. In der achten Minute verpasste Javier Hernández, im Hinspiel wegen einer Muskelverletzung nicht dabei, eine Freistoßhereingabe von Calhanoglu. Wenig später scheiterte Wendell an Sportings Keeper Rui Patricio.

Trainer Roger Schmidt nahm es in seiner Coaching Zone ohne größere Regungen zur Kenntnis. Auf große Gesten verzichtete der 48-Jährige, dessen Bundesliga-Sperre international nicht gilt.

Bellarabi macht Tore zwei und drei

Bellarabi hatte für die Leverkusener bereits in Hinspiel in Lissabon mit dem Knie getroffen, diesmal zog er nach einer Kombination über Calhanoglu und Hernández mit dem rechten Fuß ab. Aus spitzem Winkel schoss er Sportings Torwart durch die Beine. Statt nachzulegen, ließ Leverkusen aber nach und machte die Gäste stark. Bis auf einen frühen Versuch von Carlos Mané (3.) blieben Torchancen aber eher Mangelware, obgleich die Lissaboner Profis ihr Können andeuteten.

Sechs Minuten vor der Pause schlugen sie dann durch Mário per Abstauber zu. Schmidt reagierte, wechselte Admir Mehmedi für Julian Brandt zur zweiten Halbzeit ein. Vom Schwung der ersten halben Stunde in Abschnitt eins war aber fast nichts mehr zu spüren, Bayer tat sich schwer und verlor ein ums andere Mal unnötig den Ball.

In der 57. Minute musste Keeper Bernd Leno in großer Not gegen Mané retten. Schmidt aber blieb weiter besonnen. Nach einer äußerst unsauberen Aktion von Wendell, die die Sporting-Profis in Aufregung versetzte, mahnte Schmidt seine Spieler zur Ruhe. Wenige Minuten nach Kießlings vorzeitigem Aus beruhigte Bellarabi die Nerven, für die Entscheidung sorgte letztlich der starke Calhanoglu.

"Wir haben nach zwei Spielen gegen einen starken Gegner hochverdient die nächste Runde erreicht", freute sich Schmidt am Ende. Sein Gegenüber Jorge Jesus sagte: "Wir haben 70 Minuten gut mithalten. Am Ende war Bayer aber effektiver und hat großartige Tore erzielt."

Statistik

Fußball · Europa League 2015/2016

Donnerstag, 25.02.2016 | 19.00 Uhr

Bayer 04 Leverkusen

Leno – Jedvaj, Tah, Papadopoulos (88. Kruse), Wendell – Calhanoglu, Kramer – Bellarabi, Brandt (46. Mehmedi) – Kießling (63. Ramalho), Chicharito –

3

Sporting Lissabon

Rui Patricio – Pereira, Naldo, Ewerton, Jefferson – William Carvalho – Aquilani – Zanaki (78. Martins), Joao Mario – Gutierrez (67. Slimani), Mané (62. Ruiz)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Bellarabi (30.)
  • 1:1 Pereira (38.)
  • 2:1 Bellarabi (65.)
  • 3:1 Calhanoglu (87.)

Strafen:

  • gelbe Karte William Carvalho (3 )
  • gelbe Karte Mehmedi (2 )
  • gelbe Karte Ramalho (1 )

Zuschauer:

  • 26685

Schiedsrichter:

  • Ruddy Buquet (Frankreich)

dpa/sid/red | Stand: 25.02.2016, 20:45

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