Leverkusen verabschiedet sich aus der Europa League

Leverkusens Hakan Calhanoglu enttäuscht am Boden

Bayer Leverkusen - FC Villarreal 0:0

Leverkusen verabschiedet sich aus der Europa League

Bayer Leverkusen hat das erhoffte Fußball-Wunder verpasst und sich glanzlos aus der Europa League verabschiedet.

Nach einem torlosen Remis im Rückspiel scheiterte die Werkself wie vor fünf Jahren im Achtelfinale am FC Villarreal. Nach dem 0:2 in Hinspiel konnte die ersatzgeschwächte Elf von Trainer Roger Schmidt das Abwehrbollwerk der Spanier am Donnerstag auch vor heimischer Kulisse nicht knacken. Leverkusen musste damit nach dem Viertelfinal-Aus im DFB-Pokal gegen Werder Bremen und dem Absturz auf Platz sieben in der Liga den nächsten Nackenschlag hinnehmen. Dem Dauergast in der Champions bzw. Europa League droht eine Saison ohne internationale Auftritte.

"Wir haben es nicht geschafft, offensiv unsere Chancen zu bekommen. Das war ein schweres Spiel für uns", sagte Karim Bellarabi, der als Rechtsverteidiger ausgeholfen hatte, bei Sky. "Das müssen wir jetzt schnellstmöglich verarbeiten." Schmidt konstatierte: "Villarreal hat sich über beide Spiele verdient durchgesetzt. Wir haben das Spiel kontrolliert, aber die Entschlossenheit und die Klarheit auf den letzten 20 Metern ist uns abgegangen."

Kießling verlängert Verletztenliste

Bayer musste kurzfristig auch noch auf den verletzten Stürmer Stefan Kießling verzichten, so dass sich die Ausfallliste auf acht Spieler verlängerte. Immerhin konnte Hakan Calhanoglu mitwirken, dem wegen möglicher Vertragsverletzungen im Jahr 2011 eine Sperre durch den Weltverband FIFA droht. Der im Vorfeld der Partie erkältete Mittelfeldregisseur blieb jedoch blass, auch wenn er an den einzigen gefährlichen Aktionen seines Teams vor der Pause beteiligt war.

Leverkusen läuft sich immer wieder fest

In der 19. Minute schnappte ihm Gäste-Torwart Sergio Asenjo den Ball vom Fuß. Kurz vor der Pause landete ein Eckball von Calhanoglu direkt vor den Füßen von Marlon Frey, doch der 19 Jahre alte Youngster zielte zu hoch. Ansonsten fiel den bemühten Leverkusenern kaum etwas ein, um die kompakte Abwehr der Spanier ins Wanken zu bringen. Immer wieder liefen sich die Hausherren fest, so dass Asenjo weitgehend einen ruhigen Abend verlebte.

Die größte Möglichkeit in der ersten Halbzeit bot sich den Gästen. Nach einem schnellen Konter tauchte Denis Suarez frei vor dem Bayer-Tor auf, wurde im letzten Moment aber noch von Kyriakos Papadopoulos gestoppt.

Ramalho bewahrt Bayer vor Niederlage

Der Innenverteidiger war nach dem Wechsel auch maßgeblich an der größten Bayer-Chance beteiligt. Einen Kopfballaufsetzer des Griechen, der zehn Minuten vor Schluss angeschlagen vom Feld humpelte, fischte Asenjo aus dem Torwinkel. Viel mehr gelang Bayer nicht, so dass die Fans vergeblich auf ein Wunder hofften.

Vielmehr hätte Cedric Bakambu die Spanier wie im Hinspiel, als er doppelt traf, zum Sieg schießen können. Der bullige Stürmer verzog in der 67. Minute freistehend. Einen Kopfball von Roberto Soldado (72.) lenkte Bayer-Torwart Bernd Leno mit einem Reflex über die Latte. In der Nachspielzeit bewahrte André Ramalho sein überfordertes Team mit einer Rettungsaktion auf der Linie zumindest vor einer Niederlage.

Statistik

Fußball · Europa League2015/2016

Donnerstag, 17.03.2016 | 19.00 Uhr

Bayer 04 Leverkusen

Leno – Bellarabi, Tah, Papadopoulos (79. Ramalho), Wendell – Frey, Kramer (68. Jurtschenko), Mehmedi (59. Kruse), Calhanoglu – Brandt – Chicharito

0

FC Villarreal

Sergio Asenjo – Gaspar, Bailly, Ruiz, Rukavina – Pina, Bruno Soriano – Denis Suarez (89. Pedraza), Castillejo (60. Trigueros) – Soldado (73. Lopez), Bakambu

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Strafen:

  • gelbe Karte Mehmedi (3 )
  • gelbe Karte Rukavina (3 )
  • gelbe Karte Papadopoulos (1 )
  • gelbe Karte Bellarabi (1 )
  • gelbe Karte Bakambu (1 )

Zuschauer:

  • 23000

Schiedsrichter:

  • William Collum (Schottland)

sid/dpa | Stand: 17.03.2016, 20:55

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