Arsenal gegen Köln mit besserer B-Elf

Arsène Wenger redet mit Mesut Özil

Europa League

Arsenal gegen Köln mit besserer B-Elf

Der 1. FC Köln muss zum Start der Europa League gegen den FC Arsenal ran. Die Londoner wollen den Wettbewerb ernst nehmen. Gegen Köln treten sie dennoch mit einer besseren B-Elf an.

Während der 1. FC Köln dem Start in der Europa League entgegenfiebert, dürfte der FC Arsenal nicht sonderlich angetan sein von der "Holzklasse". Der Klub aus London spielt erstmals seit 2000 wieder nur auf dem "zweitklassigen" internationalen Parkett. Danach war Arsenal Stammgast in der Champions League. Doch in der vergangenen Saison reichte es für das Team von Trainer Arsène Wenger nur für die Europa League - eher unbekanntes Terrain. Platz fünf im Vorjahr war die schlechteste Platzierung seiner schon 21-jährigen Amtszeit.

Manchester United als Vorbild

Dennoch bemühten sich die Londoner brav, allen zu erklären, dass sie den Wettbewerb sehr ernst nehmen. "Die Europa League ist sehr wichtig. Manchester United hat es vorgemacht. Das ist auch eine Mannschaft, die sich da nicht unbedingt zugehörig fühlt. Aber sie sind durchgegangen, haben das Ding gewonnen - und sich nebenbei für die Champions League qualifiziert", sagte der deutsche Ex-Nationalspieler Per Mertesacker. "Wir nehmen die Europa League natürlich ernst und wollen jeden Wettbewerb gewinnen, in dem wir antreten", erklärte auch Wenger.

Für ihn ist die Europa League aber allenfalls ein Trostpreis, der keine allzu hohe Wertschätzung genießt. Der Wettbewerb sei sicher nicht der logischste Weg in die Königsklasse. "Das ist der über die Premier League", stellte der Coach klar: "Wir haben 20 Jahre die Champions League erreicht, und das haben wir immer über die Premier League geschafft."

Stars werden geschont

So laufen die "Gunners" am Donnerstag (14.09.2017) gegen den 1. FC Köln allenfalls mit einer besseren B-Elf auf. So wird der deutsche Nationalspieler Mesut Özil geschont und steht nicht im Kader. Wenger verzichtet zudem auf den früheren Mönchengladbacher Granit Xhaka und Torhüter Petr Cech sowie auf Alexandre Lacazette, Danny Welbeck und Aaron Ramsey. Laurent Koscielny ist zudem gesperrt, Francis Coquelin und Santi Cazorla fehlen verletzt.

Dafür darf sich Mertesacker in der Innenverteidigung Hoffnung auf einen Einsatz machen. Er war bislang nur beim Gewinn des Community Shields gegen den FC Chelsea zum Einsatz gekommen.

Schwacher Saisonstart

Hintergrund ist der schwache Saisonstart des FC Arsenal in der englischen Premier League. Nach vier Spieltagen liegt das Team mit sechs Zählern nur auf Rang elf. Am Sonntag trifft Arsenal auf Meister und Stadtrivale FC Chelsea - und da braucht Wenger frische Spieler.

"Köln hat nichts zu verlieren"

Auf den Kölner Liga-Fehlstart mit drei Niederlagen gibt Wenger nichts. "In so einer Phase ist es immer günstig, wenn du in einem anderen Wettbewerb antreten kannst, weil du dort nicht so unter Druck stehst. Köln hat eine sehr bewegliche Mannschaft, und sie haben nichts zu verlieren", erklärt er.

Ansonsten scheint er sich noch nicht sehr viel mit dem Gegner beschäftigt zu haben. Köln sei "immer noch ein großer Verein ", sagte Wenger: Und dann zählte er auf, wen er so alles kennt in der Domstadt: "Ich erinnere mich an Hannes Löhr, Wolfgang Overath und natürlich an Lukas Podolski."

red/sid/dpa | Stand: 13.09.2017, 14:13

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