Wolfsburg siegt in letzter Sekunde
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VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen 2:1
Wolfsburg siegt in letzter Sekunde
Mit einem Kraftakt gegen Bayer Leverkusen hat der VfL Wolfsburg das Pokal-Viertelfinale erreicht.
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Durch späte Tore von Christian Träsch (77. Minute) und Bas Dost (90.) zum 2:1 (0:1) über Bayer Leverkusen sorgten die Niedersachsen im möglicherweise letzten Spiel unter Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner für einen versöhnlichen Jahresausklang und zogen ins Viertelfinale ein. Mit einem Eigentor hatte der Brasilianer Fagner (31.) für die Führung der Werkself gesorgt, die im zweiten Durchgang vor 10 781 Zuschauern zu passiv agierte und das erste von drei Saisonzielen abschreiben muss.
"Das 0:1 durch ein Eigentor war natürlich bitter. Aber nach dem Schock hat die Mannschaft wieder angefangen zu leben. Das war ein hervorragender Abschluss des Jahres. Der VfL ist gut gewappnet für die Rückrunde. Solange ich gebraucht werde, mache ich das", sagte Wolfsburgs Trainer Lorenz-Günther Köstner nach der Partie.
Leverkusens Trainer Sascha Lewandowski war natürlich weniger zufrieden. "Es war ein recht zähes Spiel. Defensiv haben wir die Sache recht gut gemacht, aber nach vorne hat weitestgehend die Dynamik gefehlt. Wenn wir die Fehler nicht machen, können wir auch zu null spielen. Aber keinen Vorwurf an die Spieler, die Jungs dürfen auch mal Fehler machen", so Lewandowski.
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Bilder vom Spiel Wolfsburg - Leverkusen
Der VfL Wolfsburg empfängt im Achtelfinale des DFB-Pokals Bayer 04 Leverkusen.
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Bernd Schuster ist Trainerkandidat
Der Name Bernd Schuster als Köstner-Nachfolger war am Mittwoch (19.12.2012) in Wolfsburg in aller Munde, doch die Verantwortlichen des VfL hüllten sich in Schweigen. Kontakte zwischen Manager Klaus Allofs und dem Ex-Coach von Real Madrid, über die eine boulevard"-Zeitung berichtet hatte, wollte der Club vor dem Pokalspiel weder bestätigen noch dementieren. Allofs selbst ließ Fragen zum Thema unbeantwortet. "Wir werden eine Entscheidung treffen, wenn wir sie treffen können", sagte er und hielt die Spekulationen damit am Kochen. Schuster hatte am Dienstagabend als Pokal-Experte in der ARD sein Interesse an einem Trainerjob in der Bundesliga bekräftigt.
Leverkusen hatte Lehren gezogen
Auf dem Rasen unterstrich Bayer mit seiner vorsichtigen Einstellung, dass es aus der 1:3-Niederlage in Wolfsburg im November Lehren gezogen hat. Die Leverkusener stellten dem beim einzigen VfL-Heimsieg der Saison überragenden Spielmacher Diego in Hajime Hosogai einen Spezialbewacher an die Seite, der die Kreise des Brasilianers wirkungsvoll einengte. So war ein Versuch von Naldo aus der Distanz (17.) zunächst die ganze Ausbeute der zaghaften Wolfsburger Offensivbemühungen.
Dass sich der Unterhaltungswert in den ersten 45 Minuten arg in Grenzen hielt, lag aber auch am Bundesliga-Zweiten, der in Wolfsburg nicht im Stile einer Spitzenmannschaft auftrat. Von Top-Torjäger Stefan Kießling ging keinerlei Gefahr für das Gehäuse von Diego Benaglio. Nach einer halben Stunde Geplänkel sorgte VfL-Abwehrspieler Fagner für den ersten Paukenschlag der Partie, als er eine scharfe Hereingabe von Sebastian Prödl unhaltbar für seinen Keeper in die kurze Ecke abfälschte.
Wolfsburg erhöhte das Tempo
Nach Wiederbeginn erhöhten die Wolfsburger das Tempo. Auch Diego setzte jetzt mehr Akzente, konnte aber Bernd Leno im Bayer-Tor mit einem Distanzschuss nicht überwinden (50.). In der 69. Minute hielt Leno mit einer tollen Parade gegen Marcel Schäfer den knappen Vorsprung fest. Den abprallenden Ball lenkte Ömer Toprak zur Ecke. Die Leverkusener taten im zweiten Durchgang nur noch wenig für den eigenen Angriff und wurden 13 Minuten vor dem Ende für ihre Passivität bestraft. Als Daniel Carvajal nicht entschlossen genug klärte, traf Träsch von der Strafraumgrenze zum Ausgleich. In letzter Sekunde legte Dost nach.
dpa | Stand: 19.12.2012, 20:53