Paderborn wirft Ingolstadt aus dem Pokal

SC Paderborn - FC Ingolstadt 1:0

Paderborn wirft Ingolstadt aus dem Pokal

Der SC Paderborn hat nach St. Pauli und Bochum den dritten höherklassigen Klub aus dem DFB-Pokal geworfen - diesmal erwischte es völlig verdient den FC Ingolstadt.

Der Drittligist aus Paderborn hat damit zum ersten Mal das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht und nach dem Beinahe-Abstieg im vergangenen Sommer für ein Glanzlicht zum Jahresende gesorgt. Das Team von Trainer Steffen Baumgart setzte sich in einer spannenden Begegnung am Dienstag (19.12.2017) verdient mit 1:0 (0:0) gegen Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt durch und bleibt damit als einziger Drittligist im Pokal-Wettbewerb.

Zolinski Matchwinner für Paderborn

Dort genießen die Ostwestfalen damit auch in der Runde der letzten Acht im Februar Heimrecht. Ben Zolinksi gelang in der 56. Minute der Siegtreffer für den Herbstmeister der 3. Liga, der in den Runden zuvor mit dem FC St. Pauli und dem VfL Bochum bereits zwei Zweitligisten aus dem Wettbewerb geworfen hatte. Der SCP darf sich zudem über eine Zusatzeinnahme von 1.273.000 Euro freuen, die der DFB für das Erreichen des Viertelfinales auszahlt.

"Unbeschreiblich - wir haben wieder souverän einen Zweitligisten rausgehauen", sagte Paderborns Robin Krauße, der mit seinem Team im Sommer nur aufgrund des Lizenzentzugs von 1860 München in der 3. Liga geblieben war. "Das ist für uns alle ein sehr emotionales Jahr gewesen. Dass es so zu Ende geht, ist natürlich traumhaft."

Paderborns Krauße - Hochzeit nach dem Sieg im Pokal-Achtelfinale

Sportschau | 19.12.2017 | 02:03 Min.

Ingolstadt kaum mit Torchancen

Vor 14.500 Zuschauern in der ausverkauften Arena war war es über weite Strecken eine ausgeglichene Partie, in der kein Klassenunterschied zu erkennen war. Die Ingolstädter versuchten, trotz des aufgeweichten und rutschigen Rasens ein schnelles Kombinationsspiel aufzuziehen, Paderborn kämpfte um jeden Ball und agierte in der Offensive oft über die Flügel. Aber Torchancen waren auf beiden Seiten zunächst rar. Die Gäste mussten bereits in der 32. Minute Offensivspieler Thomas Pledl, der sich bei einem Zusammenprall mit Robin Krauße verletzt hatte, durch Robert Leipertz ersetzen.

Paderborns Ben Zolinski feiert sein Tor mit Robin Krauße und Christopher Antwi-Adjej

Paderborns Zolinski (l.) feiert sein Tor zum 1:0

Nach dem Seitenwechsel übernahm Paderborn mehr und mehr das Kommando und kam nach guter Vorarbeit von Dennis Srbeny zum Führungstreffer. In der Folgezeit hätten Sven Michel und Srbeny, der in der 73. Minute freistehend aus zwei Metern nur den Pfosten traf, die Partie frühzeitig entscheiden können. Auf der anderen Seite wurde der Kopfballtreffer des Ingolstädters Mavin Matip (71.) zu Recht nicht anerkannt. Der im Abseits stehende FCI-Stürmer Dario Lezcano machte noch eine aktive Bewegung zum Ball. Paderborns Sieg geriet am Ende nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Dienstag, 19.12.2017 | 18.30 Uhr

Wappen SC Paderborn 07

SC Paderborn 07

Ratajczak – Boeder, Schonlau, Strohdiek, Herzenbruch – Krauße, Wassey – Zolinski (89. Collins), Antwi-Adjej – S. Michel (83. Bertels), Srbeny (90.+5 Wimmer)

1
Wappen FC Ingolstadt 04

FC Ingolstadt 04

Nyland – Levels, Matip, Wahl, Gaus – Träsch (74. Kutschke) – Cohen, Morales – Pledl (33. Leipertz), Lex (61. Kittel) – Lezcano

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Zolinski (53.)

Strafen:

  • gelbe Karte Pledl (1 )
  • gelbe Karte Gaus (2 )
  • gelbe Karte Cohen (2 )
  • gelbe Karte Boeder (1 )
  • gelbe Karte Kittel (2 )
  • gelbe Karte Krauße (1 )

Zuschauer:

  • 14.800

Schiedsrichter:

  • Felix Zwayer (Berlin)

Stand: Dienstag, 19.12.2017, 20:27 Uhr

Thema in: Sportschau, das Erste, Dienstag, 19.12, ab 22.45 Uhr

red/dpa | Stand: 19.12.2017, 20:25

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