Wolfsburg gewinnt zähen Pokal-Fight beim "Club"

1. FC Nürnberg - VfL Wolfsburg 0:2 n.V.

Wolfsburg gewinnt zähen Pokal-Fight beim "Club"

Zweitligist Nürnberg war der erwartet starke Gegner für den VfL Wolfsburg, doch am Ende setzte sich der Bundesligist in der Verlängerung durch und steht im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Youngster Felix Uduokhai und Daniel Didavi bewahrten die Wolfsburger vor einem drohenden Aus beim 1. FC Nürnberg und schossen die Niedersachsen im Nachsitzen doch noch ins Pokal-Viertelfinale.

Mit seinem Tor in der 96. Minute bescherte der 20-jährige Uduokhai dem Bundesligisten am Dienstag (19.12.2017) die Führung. Der frühere Nürnberger Didavi mit seinem Treffer in der 118. Minute sorgte dann für den 2:0 (0:0, 0:0)-Sieg in der Verlängerung bei den mutigen Franken. "Vielleicht hätten wir das Tor etwas früher machen können. Das wäre für die Nerven gut gewesen", sagte Wolfsburgs Sportchef Olaf Rebbe.

Nürnberg mit mehr Biss

Drei Tage nach der 0:1-Pleite beim Bundesliga-Letzten 1. FC Köln verabschiedete sich das Team von Trainer Martin Schmidt dadurch einigermaßen versöhnlich in die Winterpause. Der Pokalsieger von 2015 durfte sich auch beim glänzend aufgelegten Ersatzkeeper Max Grün bedanken, dass nicht schon wie im Vorjahr im Achtelfinale Endstation war.

Wolfsburg wirft Nürnberg aus dem Pokal

Sportschau | 19.12.2017 | 01:38 Min.

Dabei zeigten sich die Nürnberger in den Zweikämpfen bissiger und versuchten, schnell nach vorne zu spielen. Das auf sechs Positionen veränderte VfL-Team hatte in der Abwehr mehr zu tun, als ihm lieb war. Die Gäste traten viel zu verhalten auf. Immer wieder gestikulierte Trainer Schmidt wild und trieb seine Mannschaft an.

Gomez auf verlorenem Posten - Wende mit Didavi

Nach gut 20 Minuten kam sein Team dann auch besser ins Spiel, Torchancen brachte aber auch das nicht ein. Kapitän Mario Gomez konnte sich gegen die Innenverteidiger Georg Margreitter und Ewerton nicht entscheidend durchsetzen. Der emsige Eduard Löwen (30.) und vor allem wenige Sekunden später Kevin Möhwald bescherten dem FCN die ersten Gelegenheiten zur möglichen Führung. Die einzige Wolfburger Chance verzeichnete Landry Dimata - vier Minuten vor der Pause.

Wolfsburgs Josuha Guilavogui (l.) und Torschütze Ohis Felix Uduokhai

Wolfsburgs Guilavogui (l.) und Torschütze Uduokhai

Nach dem Wechsel hatten zunächst die Hausherren ihre Möglichkeiten. Marcel Tisserand rettete in der 56. Minute in höchster Not vor Kapitän Hanno Behrens auf der Linie. Casteels-Ersatz Grün stand danach im Blickpunkt, parierte gegen Edgar Salli (60.) und Mikael Ishak (61.) glänzend. VfL-Coach Schmidt reagierte und brachte Didavi (65.). Der frühere Nürnberger kurbelte das lahme Spiel des VfL an.

Wolfsburg in der Verlängerung eiskalt

Wenig später scheiterte Gomez am Innenpfosten, der Nationalspieler wurde dann in der 75. Minute ausgewechselt, Divock Origi kam. Nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung traf dann auch der Belgier den Pfosten. Die Schlussphase gehörte dem Bundesligisten, der "Club" rettete sich in die Verlängerung.

Und war in der Nachspielzeit zunächst wieder am Drücker, ehe Uduokhai die Flanke von Didavi zum Führungstreffer nutzte. Der Kampf des nie aufsteckenden "Clubs" war nicht belohnt worden. Die Wolfsburger brachten den Vorsprung routiniert über die Zeit, Didavi machte dann endgültig alles klar.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Dienstag, 19.12.2017 | 20.45 Uhr

Wappen 1. FC Nürnberg

1. FC Nürnberg

Bredlow – Valentini, Margreitter, Ewerton, Leibold – Erras (106. Kammerbauer) – Löwen (82. To. Werner), Behrens – Salli (90.+1 Gislason), Möhwald – Ishak (116. Teuchert)

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Wappen VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

Grün – Tisserand, Uduokhai, Bruma, William – Guilavogui, Arnold – Dimata (103. Gerhardt), Malli (120. S. Jung) – Ntep (65. Didavi), Gomez (75. Origi)

2

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Uduokhai (96.)
  • 0:2 Didavi (118.)

Strafen:

  • gelbe Karte Tisserand (1 )
  • gelbe Karte Behrens (1 )
  • gelbe Karte Origi (1 )

Zuschauer:

  • 26.104

Schiedsrichter:

  • Daniel Siebert (Berlin)

Stand: Dienstag, 19.12.2017, 23:22 Uhr

Thema in: Sportschau, das Erste, Dienstag, 19.12, ab 22.45 Uhr

Stand: 19.12.2017, 23:20

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