Leverkusen mit Schlussspurt im Achtelfinale

Bayer 04 Leverkusen - Union Berlin 4:1

Leverkusen mit Schlussspurt im Achtelfinale

Bundesligist Bayer Leverkusen hat sich im Pokal vor heimischem Publikum nur mit Mühe aber am Ende dennoch verdient gegen Zweitligist Union Berlin durchgesetzt.

Drei Tage nach dem 5:1-Kantersieg in Mönchengladbach siegte der Bundesligist gegen den Zweitliga-Tabellenvierten aus der Hauptstadt mit 4:1 (1:0) und musste vor allem in der zweiten Halbzeit die starke Gegenwehr der Berliner brechen.

Nationalspieler Julian Brandt, Lucas Alario, Wendell mit einem Foulelfmeter und Charles Aranguiz erzielten die Tore für die Werkself. Dennis Daube (46.) hatte zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen.

Schlechte Chancenverwertung

Leverkusens Spieler jubeln

Leverkusens Spieler jubeln

"Ich verfüge über einen tollen Kader. Die Frische war heute entscheidend", sagte Union-Trainer Jens Keller, der neun neue Spieler für diese Partie nominiert hatte: "Natürlich ist das Ergebnis enttäuschend. Aber wir konnten auch mit diesem Kader gegen Leverkusen mithalten."

Leverkusens Julian Brandt war entsprechend zufrieden. "Man sieht, dass die Mannschaft eine starke Mentalität entwickelt, den Kampf gut angenommen hat und bis auf wenige Situationen das Spiel im Griff hatte", sagte der Angreifer.

"Ich bin sehr glücklich, dass wir eine Runde weitergekommen sind. Berlin hat sehr mutig gespielt. Nach dem 1:0 hätten wir den Sack eigentlich schon zumachen müssen. Das Ergebnis ist zu hoch und spiegelt den Spielverlauf nicht richtig wider. Aber aufgrund der ersten Hälfte ist der Sieg verdient", sagte Bayer 04-Trainer Heiko Herrlich.

Fürstner sieht Gelb-Rot

Die stimmgewaltige Unterstützung für die Union-Elf durch 3200 mitgereiste Fans konnte die Niederlage der Berliner aber nicht verhindern. Union-Spieler Stephan Fürstner sah in der Nachspielzeit noch Gelb-Rot.

Bayer war spielerisch die klar bessere Mannschaft, trotzdem benötige das Herrlich-Team eine längere Anlaufphase, um gefährlich zu werden. Im ersten Durchgang hatte Admir Mehmedi gleich viermal die große Chance, einen Treffer zu erzielen, vergab aber jeweils.

Torhüter Mesenhöler mit vielen Rettungstaten

Immer wieder zeichnete sich Union-Schlussmann Daniel Mesenhöler in der ersten Hälfte aus, so auch gegen Alario, Karim Bellarabi und Brandt. Aufseiten der Berliner stand nur ein Schuss von Steven Skrzybski.

Doch die zweite Halbzeit begann aus Sicht der Gäste mit einem Paukenschlag, denn Daube nutzte eine Unachtsamkeit in der Bayer-Innenverteidigung eiskalt.

Bayer verlor fortan die Souveränität aus der ersten Hälfte, während Eisern Union mit neuem Selbstvertrauen das Spiel offener gestalten konnte. Auch vom erneuten Rückstand ließen sich die Keller-Schützlinge nicht entmutigen. Damir Kreilach (66.) traf mit einem Freistoß nur die Latte des Bayer-Tores. Am Ende setzte sich die größere Qualität der Werkself durch.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Dienstag, 24.10.2017 | 18.30 Uhr

Wappen Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen

Leno – Henrichs, Tah, S. Bender (46.+1 Retsos), Wendell – Kohr, Ch. Aranguiz – Bellarabi (69. L. Bender), Brandt – Alario (81. Havertz), Mehmedi

4
Wappen 1. FC Union Berlin

1. FC Union Berlin

Mesenhöler – Trimmel, Torrejon Moya, Parensen, Pedersen (42. Kurzweg) – Daube (62. Hartel), Fürstner, Kreilach – Skrzybski, Hosiner (71. Polter), Hedlund

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Brandt (36.)
  • 1:1 Daube (46.)
  • 2:1 Alario (58.)
  • 3:1 Wendell (89./Foulelfmeter)
  • 4:1 Ch. Aranguiz (90.+2)

Strafen:

  • gelbe Karte Retsos (1 )
  • gelbrote Karte Fürstner (90./Wiederholtes Foulspiel)
  • gelbe Karte Gogia (1 )
  • gelbe Karte Polter (2 )

Zuschauer:

  • 24.328

Schiedsrichter:

  • Frank Willenborg (Osnabrück)

Stand: Dienstag, 24.10.2017, 20:31 Uhr

sid/dpa | Stand: 24.10.2017, 20:23

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