VfB kämpft sich in die nächste Runde

Stuttgarts Spieler jubeln über die Führung gegen Braunschweig

VfB Stuttgart - Eintracht Braunschweig 3:2 n.V.

VfB kämpft sich in die nächste Runde

Packendes Kampfspiel in Stuttgart: Der krisengeplagte VfB und Eintracht Braunschweig haben sich einen intensiven Schlagabtausch mit Verlängerung geliefert. Mit dem besseren Ende für die Schwaben.

Die schwachen Schwaben setzten sich dank Toni Sunjic (118.) erst nach Verlängerung 3:2 (2:2, 1:1) gegen den Zweitliga-Fünften Eintracht Braunschweig durch und stehen zum ersten Mal seit drei Jahren wieder in der Runde der letzten Acht. Georg Niedermeier (21.) und Timo Werner (99.) hatten zuvor für die Stuttgarter getroffen, deren Sportvorstand Robin Dutt nach dem Spiel gegen Pokalsieger Wolfsburg am Samstag (19.12.15) den Cheftrainer für die Rückrunde bekannt geben will. Der Schwede Joseph Baffo (6.) und Orhan Ademi (111.) waren für die Eintracht erfolgreich.

"Das ist sehr befreiend. Wir haben es am Schluss spannender gemacht, als wir es wirklich hätten machen müssen. Dann haben wir Moral gezeigt, haben gekämpft und uns reingeschmissen. Am Ende war es auch ein verdienter Sieg", jubelte VfB-Torschütze Werner. Braunschweigs Mirko Boland war niedergeschlagen: "Wir haben einen Riesenfight abgeliefert, daher ist es am Ende unglaublich bitter."

Stuttgart nervös und unkonzentriert

Vor 21.950 Zuschauern im der Stuttgarter Arena begannen die Gastgeber unkonzentriert und nervös. Die Niedersachsen waren das bessere Team. Noch bevor die VfB-Profis richtig auf dem Platz waren, nutzte Baffo die Konfusion in der Stuttgarter Abwehr zur Führung. Die Schwaben brachten auch nach dem Rückstand kaum etwas zustande. Erst in der 19. Minute sorgte Filip Kostic für Gefahr vor dem Eintracht-Tor. Zwei Minuten später nutzte VfB-Innenverteidiger Niedermeier nach einer Kostic-Ecke den Tiefschlaf der Gäste zum Ausgleich.

In der 30. Minute vergab Kostic die Chance zur Führung. Noch wesentlich schlechter machte es fünf Minuten später Alexandru Maxim. Der Rumäne scheiterte vom Elfmeterpunkt am Braunschweiger Torwart Rafal Gikiewicz. Zuvor hatte Saulo Decarli VfB-Stürmer Werner im Strafraum gefoult. Kurz vor dem Ende der ersten Hälfte konnten Lukas Rupp und Werner (beide 41.) weitere Möglichkeiten zur VfB-Führung nicht nutzen.

Sunjic erlöst den VfB

Kurz nach dem Seitenwechsel hätte Hendrick Zuck fast das zweite Tor für die Gäste erzielt (47.). Auf der anderen Seite brachte Rupp den Ball aus kurzer Distanz nicht im Tor unter, nachdem Gikiewicz einen Kopfball von VfB-Kapitän Christian Gentner an den Pfosten gelenkt hatte (51.). Zwei Minuten später war der Eintracht-Keeper bei einem Kopfball von Sunjic erneut zur Stelle. Ein Tor für die anrennenden Stuttgarter lag in dieser Phase in der Luft, dennoch blieb Braunschweig bei Kontern gefährlich. In der Verlängerung vergab Niedermeier die Chance zur Führung (94.), kurz darauf machte es Werner besser. Und nachdem Ademi Braunschweig noch einmal zurückgebracht hatte, war es am Ende Innenverteidiger Sunjic, der die Schwaben mit einem Kopfball erlöste.

Wer wird Trainer?

Interimscoach Jürgen Kramny ist trotz seiner mäßigen Bilanz von nur zwei Punkten aus bislang drei Bundesliga-Spielen weiter ein Kandidat auf den Trainerposten beim VfB, der in der Liga in den zurückliegenden fünf Partien keinen Dreier holte. Neben dem 44-Jährigen sind Lucien Favre, Tayfun Korkut, Murat Yakin und Ex-Coach Felix Magath im Gespräch. "Ich muss Ergebnisse abliefern", hatte Kramny, der von Dutt als Nachfolger für den entlassenen Alexander Zorniger installiert wurde, vor dem Pokalspiel gesagt: "Das Spiel ist natürlich ganz wichtig für den Verein und für mich als Trainer."

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2015/2016

Mittwoch, 16.12.2015 | 19.00 Uhr

VfB Stuttgart

Tyton – Schwaab, Sunjic, Niedermeier, Insua – Gentner, Die (74. Kruse) – Rupp, Maxim (66. Taschtschi), Kostic – Werner (103. Kliment)

3

Eintracht Braunschweig

Gikiewicz – Baffo, Decarli, K. Reichel – Ofosu-Ayeh, Schönfeld (46. Hvilsom), Matuschyk, Boland – Khelifi (102. Ademi), Holtmann (66. Omladic), Zuck –

2

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Baffo (6.)
  • 1:1 Niedermeier (21.)
  • 2:1 Werner (99.)
  • 2:2 Ademi (109.)
  • 3:2 Sunjic (118.)

Strafen:

  • gelbe Karte Decarli (1 )
  • gelbe Karte Gentner (1 )
  • gelbe Karte Niedermeier (1 )

Zuschauer:

  • 21950

Schiedsrichter:

Vorkommnisse:

  • Gikiewicz (Braunschweig) hält Foulelfmeter (35.) von Maxim (Stuttgart).

red/dpa/sid | Stand: 16.12.2015, 20:45

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