Hertha zieht souverän ins Halbfinale ein

(v.l.) Salomon Kalou, Vedad Ibisevic, Anthony Brooks (alle Hertha BSC Berlin) jubeln

1. FC Heidenheim - Hertha BSC 2:3

Hertha zieht souverän ins Halbfinale ein

Torjäger Vedad Ibisevic hat den Traum von Hertha BSC vom DFB-Pokalfinale im eigenen "Wohnzimmer" weiter am Leben gehalten.

Der Bosnier schoss den Bundesligisten aus Berlin mit seinem Doppelpack fast im Alleingang zum verdienten Erfolg beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim - und nach 35 Jahren wieder in die Vorschlussrunde. So nahe waren die Hertha-Profis dem Endspiel im heimischen Olympiastadion noch nie.

Ibisevic dreht Rückstand

Stürmer Ibisevic drehte die Begegnung mit seinen beiden Treffern (14., 21.) nach der Führung für den Außenseiter durch Arne Feick (10.). Genki Haraguchi (58.) sorgte für die Entscheidung. Marc Schnatterer gelang per Foulelfmeter nur noch der Anschlusstreffer (82.). Die Hertha, deren Amateure 1993 sensationell ins Endspiel vorgestoßen waren, steht damit zum insgesamt sechsten Mal unter den letzten Vier.

"Wir sind schlecht ins Spiel gekommen und haben am Ende noch mal locker gelassen. Aber sonst haben wir ein überragendes Spiel gemacht, Heidenheim hatte keine Chance", meinte Verteidiger Mitchell Weiser bei Sky: "Jetzt wollen wir ins Finale." Trainer Pal Dardai ergänzte: "Wir haben zwei Tore geschenkt. Es war ein guter, aggressiver Gegner. Aber das müssen wir lernen, wir sind in einem Lernprozess."

Lustenberger fehlt kruzfristig

Bei Hertha fehlte kurzfristig der am Knie verletzte Kapitän Fabian Lustenberger - doch das war nicht der Grund für den frühen Rückstand des Favoriten aus der Hauptstadt bei Minusgraden und leichtem Schneefall. Nicht nur wegen der Kälte kam im kleinen Stadion keine rechte Pokalstimmung auf, denn nur vier Minuten später schlug Ibisevic zum ersten Mal zu. Als Mitchell Weiser den Ball nach einer Flanke des Tschechen Vladimir Darida verlängerte stand der Bosnier goldrichtig. Sieben Minuten später war es wieder der Ex-Bayer Weiser, der den zweiten Ibisevic-Treffer einleitete.

Haraguchis Solo entscheidet die Partie

Obwohl Berlin mit der Führung im Rücken souverän aufspielte und deutlich mehr Ballbesitz hatte, war es keine einseitige Angelegenheit. Heidenheim, das Abwehrspieler Robert Strauß mit Verdacht auf Knieverletzung verlor (49.), setzte immer wieder Nadelstiche. Erst Haraguchis starkes Solo machte die Hoffnungen des tapferen Underdogs zunichte.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal2015/2016

Mittwoch, 10.02.2016 | 19.00 Uhr

1. FC Heidenheim

Ke. Müller – R. Strauß (49. Philp), Mat. Wittek, Kraus, Feick – Leipertz, Griesbeck, Titsch-Rivero, Schnatterer – Thomalla, Finne (67. Morabit / 82. Halloran) –

2

Hertha BSC

Jarstein – Weiser, Langkamp, Brooks, Plattenhardt – Skjelbred – Haraguchi, Hegeler, Darida (80. N. Stark), Kalou (63. van den Bergh) – Ibisevic

3

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Feick (10.)
  • 1:1 Ibisevic (14.)
  • 1:2 Ibisevic (21.)
  • 1:3 Haraguchi (58.)
  • 2:3 Schnatterer (82./Foulelfmeter)

Strafen:

  • gelbe Karte Langkamp (1 )
  • gelbe Karte Schnatterer (1 )
  • gelbe Karte Skjelbred (1 )
  • gelbe Karte Leipertz (1 )

Zuschauer:

  • 11900

Schiedsrichter:

  • Deniz Aytekin (Oberasbach)

red/dpa/sid | Stand: 10.02.2016, 21:00

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