Bremen macht's gegen Würzburg mit Routine

Kickers Würzburg - Werder Bremen 0:3

Bremen macht's gegen Würzburg mit Routine

Pflichtaufgabe erfüllt: Fußball-Bundesligist Werder Bremen ist in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der sechsmalige Cup-Sieger gewann am Samstagabend (12.08.2017) mit 3:0 (0:0) beim Drittligisten Würzburger Kickers.

Aus Lärmschutzgründen fand die Partie im rund 110 Kilometer von Würzburg entfernten Offenbach statt. Ein kurioses "Flankentor" von Milos Veljkovic (50. Minute) von der linken Seite brachte die Mannschaft von Werder-Trainer Alexander Nouri in Führung. Max Kruse (74.) und Maximilian Eggestein (77.) machten alles klar.

Nur gut 8.000 Zuschauer

Auf den Rängen gaben die in der Mehrzahl angereisten Bremer Fans den Ton an - die Partie fand vor nur 8.090 Zuschauern statt, die komplette Gegengerade war gesperrt. Nouri musste neben dem gesperrten Fin Bartels auch den neuen Kapitän Zlatko Junuzovic ersetzen, der von Achillessehnenproblemen ausgebremst worden war. Thomas Delaney führte die Norddeutschen als Spielführer aufs Feld.

Der Bundesligist war von Beginn an das spielbestimmende Team. Neuzugang Ludwig Augustinsson gab in der siebten Minute den ersten Warnschuss ab, der aber an die Bande hinter dem Tor prallte. In der ersten Halbzeit fehlte den Bremern, die im vergangenen Jahr in der ersten Runde an Drittligist Sportfreunde Lotte gescheitert waren, aber die Konzentration im Abschluss. Theodor Gebre Selassie scheiterte zweimal aussichtsreich am gut reagierenden Kickers-Torwart Wolfgang Hesl (27. und 38.).

Kruse: "Haben die Überlegenheit ausgespielt"

01:41 Min.

Werder nach der Pause stärker

Die "Heimmannschaft", die wegen der späten Anstoßzeit nicht im eigenen Stadion spielen durfte und in den bisherigen vier Drittligaspielen noch nicht gewonnen hatte, verteidigte in den ersten 45 Minuten geschickt und lauerte auf Konter. Gefährlich wurde es aber erst unmittelbar vor dem Pausenpfiff: Emanuel Taffertshofer setzte einen Abpraller an den Pfosten (45.+1).

Entsprechend energisch dürfte Nouri in der Halbzeit auf seine Spieler eingeredet haben - entsprechend erleichtert wurde der "Geniestreich" von Veljkovic bejubelt. Auch im Anschluss spielte Werder offensiv, die Würzburger gaben zwar nicht auf, der Drittligist war im Abschluss aber glücklos. Kruse machte es besser. "Wir wussten, dass Würzburg dagegenhalten kann. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Überlegenheit ausgespielt", sagte der Torschütze nach der Partie. "Das 0:1 war eine abgerutschte Flanke", meinte Würzburgs Keeper Hesl zum Bremer Führungstreffer, "der Sieg der Bremer fiel vielleicht ein Tor zu hoch aus."

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Samstag, 12.08.2017 | 20.45 Uhr

Würzburger Kickers

Hesl – Ahlschwede, Syhre, S. Neumann, Schuppan – Taffertshofer (63. Baumann), Nikolaou – P. Göbel, Jopek, Mast (85. Fe. Müller) – Bytyqi (79. Königs)

0

Werder Bremen

Pavlenka – Ro. Bauer, L. Sané, Veljkovic – Gebre Selassie, M. Eggestein, Augustinsson (87. U. Garcia) – J. Gondorf (64. Bargfrede), Delaney – F. Kainz (80. J. Eggestein), M. Kruse

3

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Veljkovic (51.)
  • 0:2 M. Kruse (74.)
  • 0:3 M. Eggestein (77.)

Strafen:

  • gelbe Karte Taffertshofer (1 )
  • gelbe Karte Schuppan (1 )
  • gelbe Karte Delaney (1 )
  • gelbe Karte S. Neumann (1 )

Zuschauer:

  • 8090

Schiedsrichter:

  • Sascha Stegemann (Niederkassel)

Stand: Samstag, 12.08.2017, 22:36 Uhr

sid/dpa/red | Stand: 12.08.2017, 23:13

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