Magdeburg kann BVB nicht schrecken

1. FC Magdeburg – Borussia Dortmund 0:5

Magdeburg kann BVB nicht schrecken

Borussia Dortmund hat Pokalschreck 1. FC Magdeburg den Schrecken genommen und ist nach etwas Anlaufzeit souverän in die dritte Runde eingezogen.

Wunder gibt es immer wieder, aber selbst in Magdeburg nicht jeden (Pokalspiel-)Tag. Nach drei sieglosen Spielen hat Borussia Dortmund die Hürde beim Drittligisten, der Bundesligist FC Augsburg in der ersten Runde eliminiert hatte, souverän genommen. Gonzalo Castro (42.) brachte die Borussen in Führung. Die weiteren Treffer erzielten Top-Talent Alexander Isak (47.), Andrej Jarmolenko (73.), Marc Bartra (78.) und Shinji Kagawa (90.).

"Der Sieg ist verdient. Natürlich verliert man nicht gerne 0:5 zu Hause", sagte Gastgeber-Trainer Jens Härtel, "die ersten beiden Tore fielen zu schlechten Zeitpunkten. Nach dem 0:2 war eine Vorentscheidung gefallen. Letztendlich muss ich meiner Mannschaft aber ein Lob zollen." Gästecoach Peter Bosz zeigte sich beeindruckt: "Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. Wir wussten, dass es hier schwierig wird, weil Magdeburg auch von Beginn viel Druck gemacht hat. Die Fans haben hier eine enorme Stimmung gemacht."

"Wir sind gegen einen unbequemen Gegner verdient und souverän weitergekommen. Wir haben zuletzt dreimal nicht gewonnen, deshalb hat der Sieg besonders gut getan", sagte Mittelfeldspieler Nuri Sahin.

BVB anfänglich mit Problemen

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Der BVB hätte schon nach drei Minuten in Führung gehen müssen. Erst traf Philipp aus fünf Metern nur den Pfosten, dann scheiterte Isak aus gleicher Distanz an Magdeburgs Keeper Alexander Brunst. Dortmund tat sich zunächst schwer gegen die kompakte FCM-Abwehr, war im Aufbau oft zu unpräzise. Hinzu kamen schlampige Abwehraktionen wie von Sokratis (19.), die die Gäste in Gefahr brachten.

Nur selten machten die Borussen das Spiel in dieser Phase schnell. So wie in der 19. Minute, als Jarmolenko von der rechten Seite ebenfalls am starken Brunst scheiterte. Trotz des enormen Erfolgsdrucks nach dem Frust der vergangenen Spiele schonte BVB-Trainer Peter Bosz wichtige Spieler wie Mario Götze, Christian Pulisic und Julian Weigl. Abwehrchef Sokratis war nach abgesessener Sperre aber genauso wieder dabei wie Kapitän Marcel Schmelzer, der in Magdeburg geboren wurde.

Dahoud verletzt ins Krankenhaus

Die Blau-Weißen versteckten sich nicht, gingen das Tempo mit und hielten mit Leidenschaft und Herzblut dagegen. Philip Türpitz' Flachschuss (23.) war eine erste Bewährungsprobe für Dortmunds Torhüter Roman Bürki. Pech hatte der BVB nach 41 Minuten. Mahmoud Dahoud hatte einen Schlag in den Nacken bekommen und wurde zum Röntgen ins Krankenhaus gebracht. Für den Ex-Gladbacher kam Gonzalo Castro, der bei seiner ersten Aktion nur eine Minute auf dem Platz zur Führung traf.

Isak mit Blitztor

Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte sich zunächst der Fanblock der Dortmunder mit einer Pyro-Choreographie in Erinnerung. Im abziehenden Rauch schlug dann die Stunde von Youngster Isak. Nach Zuspiel von Philipp schob er den Ball zum vorentscheidenen 0:2 ins Tor. Danach war die große Gegenwehr der Magdeburger gebrochen. Das Spiel verflachte. Jarmolenkos Elfmeter sorgte endgültig für klare Verhältnisse. Am Ende wurde der FCM etwas unter Wert geschlagen.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Dienstag, 24.10.2017 | 20.45 Uhr

Wappen 1. FC Magdeburg

1. FC Magdeburg

Brunst – Butzen, S. Schäfer, Hammann, Weil (61. Rother) – Sowislo (66. T. Chahed), Erdmann (82. Handke) – Türpitz, M. Niemeyer – Lohkemper – Beck

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Wappen Borussia Dortmund

Borussia Dortmund

Bürki – Zagadou, Bartra, Sokratis, Schmelzer (63. Guerreiro) – N. Sahin – Dahoud (41. Castro), Kagawa – Philipp, Jarmolenko – Isak (74. Schürrle)

5

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Castro (42.)
  • 0:2 Isak (47.)
  • 0:3 Jarmolenko (73./Handelfmeter)
  • 0:4 Bartra (79.)
  • 0:5 Kagawa (90.)

Strafen:

  • gelbe Karte Isak (1 )
  • gelbe Karte Zagadou (1 )
  • gelbe Karte Sokratis (1 )

Zuschauer:

  • 23.102

Schiedsrichter:

  • Daniel Siebert (Berlin)

Stand: Dienstag, 24.10.2017, 22:44 Uhr

sid/dpa | Stand: 24.10.2017, 23:24

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