Schweinfurt und Wiesbaden schaffen Überraschung

DFB-Pokal, 1. Runde

Schweinfurt und Wiesbaden schaffen Überraschung

Sandhausen scheitert in Schweinfurt und Aue verliert gegen Wiesbaden. Besser machten es Bochum, Fürth, Ingolstadt und Union Berlin.

Der SV Sandhausen ist überraschend schon in der ersten Runde des DFB-Pokals gescheitert. Der Zweitligist verlor am Sonntag (13.08.2017) beim Regionalligisten 1. FC Schweinfurt 05 trotz Führung mit 1:2 (1:0) und kassierte im dritten Pflichtspiel der Saison die erste Niederlage. Außenseiter Schweinfurt zog erstmals seit 1989 wieder in die zweite Runde ein. Lucas Höler (11.) brachte den Favoriten aus Sandhausen vor 4.610 Zuschauern im Willy-Sachs-Stadion zwar früh in Führung, nach der Pause drehten Marius Willsch (53.) und Steffen Krautschneider (62.) jedoch die Begegnung.

Für Sandhausen begann die Begegnung eigentlich nach Plan: Stürmer Höler nutzte nach einem Doppelpass mit Nejmeddin Daghfous gleich die erste Chance der Begegnung. Anschließend verflachte die Partie immer mehr, ehe Schweinfurt mit einem Doppelschlag in Führung ging. Sandhausen hatte darauf keine Antwort mehr und verpasste den dritten Zweitrunden-Einzug in Folge. Schweinfurt hatte sich erstmals seit 2002 für den DFB-Pokal qualifiziert. Die erste Runde überstanden hatte der FCS nur 1954/1955 und 1989/1990, als es jeweils zum Einzug ins Achtelfinale gereicht hatte.

Karl über Knaller: "Müssen ihn besser auffangen"

Sportschau | 13.08.2017 | 00:58 Min.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Sonntag, 13.08.2017 | 15.30 Uhr

Wappen 1. FC Schweinfurt 05

1. FC Schweinfurt 05

Eiban – Messingschlager, Wolf, Strohmaier, Paul – Kracun, Fery – Willsch (85. D. Weiß), Jelisic (81. Pieper), Krautschneider (90. Janz) – Jabiri

2
Wappen SV Sandhausen

SV Sandhausen

Knaller – Klingmann, Karl, Knipping, Paqarada – Vollmann (66. Derstroff), Linsmayer, Kulovits (59. Zejnullahu), Daghfous – Sukuta-Pasu (46. Ibrahimaj), Höler

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Höler (11.)
  • 1:1 Willsch (53.)
  • 2:1 Krautschneider (62.)

Strafen:

  • gelbe Karte Linsmayer (1 )
  • gelbe Karte Kracun (1 )
  • gelbe Karte Kulovits (1 )
  • gelbe Karte Wolf (1 )
  • gelbe Karte Fery (1 )
  • gelbe Karte Willsch (1 )
  • gelbe Karte Paqarada (1 )
  • gelbe Karte Knipping (1 )
  • gelbe Karte Jabiri (1 )

Zuschauer:

  • 4.610

Schiedsrichter:

  • Robert Kampka (Mainz)

Stand: Sonntag, 13.08.2017, 17:30 Uhr

Wiesbaden mit Doppelschlag gegen Aue

Eine kleine Überraschung schaffte auch der SV Wehen Wiesbaden. Gegen den FC Erzgebirge Aue setzte sich der Drittligist souverän mit 2:0 (2:0) durch und steht damit in der nächten Runde. Die einseitige Partie war nach zwei schnellen Toren von David Blacha (3.) und Stephan Andrist (7.) früh entschieden. Vor geschätzten 2.700 Zuschauern boten die Sachsen eine erschreckend schwache Leistung und verloren auch das dritte Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Thomas Letsch.

Tiffert: "Ein katastrophaler Auftritt"

Sportschau | 13.08.2017 | 01:41 Min.

Wiesbaden überzeugte gegen die Auer mit klarer Spielanlage. Die Gäste leisteten sich viele Fehlpässe und Ungenauigkeiten, die Wiesbaden immer wieder für gute Torchancen nutzte. Robert Andrich (15.) und Alf Mintzel (36.) hätten schon vor der Pause erhöhen müssen. Insgesamt fiel der Wiesbadener Sieg deutlich zu niedrig aus, da Wehen die klar bessere Mannschaft war. Aue wurde nur in der Schlussphase gefährlich. Dimitrij Nazarov (64.) traf nach einem Freistoß nur die Latte, Fabian Kalig (66.), Ferati (71.) und Dominik Wydra (81.) scheiterten an Wehens Torwart Markus Kolke.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Sonntag, 13.08.2017 | 18.30 Uhr

Wappen SV Wehen Wiesbaden

SV Wehen Wiesbaden

Kolke – Mrowca, Mockenhaupt, Ruprecht, Mintzel – Andrich, Dams (75. Nothnagel) – Andrist, Dittgen (78. P. Müller) – Blacha (69. Diawusie), Schäffler

2
Wappen Erzgebirge Aue

Erzgebirge Aue

Männel – Kalig, Rapp (45. Maria), D. Kempe – F. Kaufmann (21. Tiffert), Fandrich, Soukou, Hertner (45. Ferati) – Nazarov, Wydra – Köpke

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Blacha (4.)
  • 2:0 Andrist (7.)

Strafen:

  • gelbe Karte D. Kempe (1 )
  • gelbe Karte Ruprecht (1 )
  • gelbe Karte Mintzel (1 )

Zuschauer:

  • 2.700

Schiedsrichter:

  • Frank Willenborg (Osnabrück)

Stand: Sonntag, 13.08.2017, 20:24 Uhr

Bochum legt doppelt vor

Der VfL Bochum erreichte dank eines Blitzstarts die zweite Runde. Das in der 2. Bundesliga noch sieglose Team des neuen Trainers Ismail Atalan gewann gegen den Oberligisten FC Nöttingen im Karlsruher Wildparkstadion mit 5:2 (2:0). Die Begegnung begann furios: Görkem Saglam traf nach 34 Sekunden zur VfL-Führung, Lukas Hinterseer erhöhte schon in der 3. Minute auf 2:0. Nach der Pause gelang Nöttingens Kapitän Timo Brenner per Foulelfmeter (51.) zwar der Anschluss, doch erneut Hinterseer machte mit einem Doppelschlag (65./75.) alles klar. Mario Bilger (85.) für Nöttingen und Jannik Bandowski (87.) für Bochum trafen in der Schlussphase. Der Fünftligist Nöttingen zeigte jedoch große Moral und war dem drei Klassen höher spielenden VfL teilweise sogar ebenbürtig.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Sonntag, 13.08.2017 | 15.30 Uhr

Wappen FC Nöttingen 1957

FC Nöttingen 1957

Dups – Bitzer, Fuchs, Kolbe, Frank (73. Schürg) – Brenner, Kern (67. Braun) – Gür, de Santis, Bilger – Neziraj (82. Walter)

2
Wappen VfL Bochum

VfL Bochum

Dornebusch – Hoogland (63. Gündüz), Fabian, Bastians, Danilo Soares – Saglam, Losilla, A. Merkel (57. Stöger) – R. Kruse, Hinterseer, Wurtz (75. Bandowski)

5

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Saglam (1.)
  • 0:2 Hinterseer (3.)
  • 1:2 Brenner (51./Foulelfmeter)
  • 1:3 Hinterseer (65.)
  • 1:4 Hinterseer (74.)
  • 2:4 Bilger (85.)
  • 2:5 Bandowski (87.)

Strafen:

  • gelbe Karte Danilo Soares (1 )
  • gelbe Karte A. Merkel (1 )
  • gelbe Karte Hoogland (1 )

Zuschauer:

  • 2.700

Schiedsrichter:

  • Robert Schröder (Hannover)

Stand: Sonntag, 13.08.2017, 17:22 Uhr

Fürth gewinnt locker

Die SpVgg Greuther Fürth zog nach dem verpatzten Saisonstart locker in die zweite Runde ein. Die Mannschaft von Trainer Janos Radoki kam nach zwei Niederlagen in der Liga beim Fünftligisten SV Morlautern zu einem souveränen 5:0 (2:0). Neuzugang Philipp Hofmann (16./18.) hatte die Gäste vor 2.800 Zuschauern in Pirmasens mit einem Doppelpack früh auf die Siegerstraße gebracht, David Raum (59.), Serdar Dursun (85.) und Sebastian Ernst (86.) erzielten die Treffer in der zweiten Halbzeit. Mit der Führung im Rücken hatte der Favorit das Spiel kontrolliert und nur wenig zugelassen. Morlautern war zwar bemüht, dem Außenseiter fehlten aber die Mittel, um Fürth in Verlegenheit zu bringen.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Sonntag, 13.08.2017 | 15.30 Uhr

Wappen SV Morlautern

SV Morlautern

Hodel – Schwarz, Gaebler, Cronauer – Dombaxi, Martin (46. Dombaxi) – Roth, Haag, Azizi (38. Kiflom) – Olali, Rexhaj (75. Tuttobene)

0
Wappen SpVgg Greuther Fürth

SpVgg Greuther Fürth

Burchert – Narey, Burger, Maloca, Max. Wittek – Tolcay Cigerci, Gjasula – Ve. Berisha (63. Torres), Omladic (74. Ernst), Raum – P. Hofmann (63. Dursun)

5

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 P. Hofmann (16.)
  • 0:2 P. Hofmann (18.)
  • 0:3 Raum (58.)
  • 0:4 Dursun (85.)
  • 0:5 Ernst (86.)

Strafen:

  • gelbe Karte Azizi (1 )
  • gelbe Karte Tolcay Cigerci (1 )

Zuschauer:

  • 2.800

Schiedsrichter:

  • Robert Kempter (Sauldorf)

Stand: Sonntag, 13.08.2017, 17:21 Uhr

Der FCI schießt die ersten Tore der Saison

Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt betrieb im DFB-Pokal ein wenig Frustbewältigung. Beim Viertligisten TSV 1860 München gewann die Mannschaft von Trainer Maik Walpurgis mit 2:1 (1:0) und vermied damit das vierte Erstrunden-Aus in den letzten sechs Jahren. Dario Lezcano zeichnete in der 19. Minute für den ersten Pflichtspieltreffer der "Schanzer" in dieser Saison verantwortlich, die mit zwei 0:1-Niederlagen einen Fehlstart in der 2. Bundesliga hingelegt hatten. "Löwen"-Kapitän Felix Weber (66.) glich zwar aus, doch Stefan Kutschke (83.) brachte die "Schanzer" mit einem verwandelten Elfmeter nach Foul von 1860-Keeper Alexander Strobl an Lezcano eine Runde weiter. Der "Löwe" Jan Mauersberger sah in der Nachspielzeit (90.+6) zu allem Überfluss die Gelb-Rote Karte. 1860, das die Tabelle in der Regionalliga Bayern mit einer neu formierten Mannschaft anführt, tat vor 12.500 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Grünwalder Straße offensiv deutlich zu wenig für die Sensation und wurde in der Schlussphase von den erfahreneren Gästen bestraft.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Sonntag, 13.08.2017 | 15.30 Uhr

Wappen TSV 1860 München

TSV 1860 München

Strobl – Jakob (78. Berzel), F. Weber, Mauersberger, Köppel – Wein – Andermatt (84. Türk), Gebhart – Helmbrecht, Mölders, Karger

1
Wappen FC Ingolstadt 04

FC Ingolstadt 04

Nyland – Matip, Bregerie, Wahl – Lex, T. Schröck, Otavio Rosa da Silva (90. Neumann) – Kittel (74. Kutschke), Cohen – Lezcano, Leipertz (46. A. Colak)

2

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Lezcano (20.)
  • 1:1 F. Weber (66.)
  • 1:2 Kutschke (83./Foulelfmeter)

Strafen:

  • gelbe Karte F. Weber (1 )
  • gelbrote Karte Mauersberger (90.+6/Meckern)
  • gelbe Karte Andermatt (1 )
  • gelbe Karte Kittel (1 )
  • gelbe Karte Wein (1 )
  • gelbe Karte Wahl (1 )
  • gelbe Karte Lex (1 )
  • gelbe Karte Lezcano (1 )
  • gelbe Karte Strobl (1 )

Zuschauer:

  • 12.500

Schiedsrichter:

  • Tobias Stieler (Hamburg)

Stand: Sonntag, 13.08.2017, 17:35 Uhr

Berlin nach schwacher Leistung weiter

Union Berlin musste beim Viertligisten 1. FC Saarbrücken zittern. Der Tabellenzweite der 2. Bundesliga setzte sich erst nach Verlängerung mit 2:1 (1:1, 1:1) durch und verhinderte damit knapp das achte Erstrunden-Aus seit dem Finaleinzug vor 16 Jahren. Fabian Schönheim (23.) und Matchwinner Simon Hedlund (101.) trafen für die Mannschaft von Trainer Jens Keller, der zunächst einige Stammkräfte geschont hatte. Für die vom langjährigen Bundesliga-Profi Dirk Lottner trainierten Saarländer sorgte Kevin Behrens (40.) für den verdienten zwischenzeitlichen Ausgleich. Saarbrücken, das wegen Umbauarbeiten im heimischen Ludwigspark-Stadion ins benachbarte Völklingen umziehen musste, trat vor 6.936 Zuschauern extrem mutig auf und stellte die nicht eingespielte Formation der Hauptstädter vor zahlreiche Probleme. Ein Eckball verhalf den Berlinern zwar zur Kopfball-Führung durch Schönheim, doch die Unsicherheit im Union-Aufbauspiel blieb. So musste Keeper Daniel Mesenhöler in der 29. Minute einen Foulelfmeter von Manuel Zeitz abwehren. Elf Minuten später war der frühere Kölner aber unsicher im Fünfmeterraum und wurde nach einer Ecke per Kopf überwunden. In der Folge vergaben die FCS-Offensivkräfte Behrens und Patrick Schmidt zahlreiche gute Chancen zur Sensation, ehe Union kühl zuschlug.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Sonntag, 13.08.2017 | 15.30 Uhr

Wappen 1. FC Saarbrücken

1. FC Saarbrücken

Cymer – Oschkenat (106. Fenninger), Kehl-Gomez, M. Krause – Jänicke, M. Holz (106. Mendler), Zeitz, Mario Müller – Dausch (70. Zellner) – P. Schmidt (88. Obernosterer), Behrens

1
Wappen 1. FC Union Berlin

1. FC Union Berlin

Mesenhöler – Trimmel (64. Polter), Schösswendter (64. Leistner), Schönheim, Kurzweg – Prömel, Fürstner (105. Kroos), Kreilach – Hedlund, Hosiner (84. Hartel), Skrzybski

2

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Schönheim (23.)
  • 1:1 Behrens (40.)
  • 1:2 Hedlund (101.)

Strafen:

  • gelbe Karte Jänicke (1 )
  • gelbe Karte Kehl-Gomez (1 )
  • gelbe Karte Zellner (1 )
  • gelbe Karte Polter (1 )

Zuschauer:

  • 6.222

Schiedsrichter:

  • Sören Storks (Velen)

Vorkommnisse:

  • Mesenhöler (Union Berlin) hält Foulelfmeter (29.) von Zeitz (Saarbrücken).

Stand: Sonntag, 13.08.2017, 18:06 Uhr

sid/dpa/red | Stand: 13.08.2017, 17:15

Darstellung: