Paderborn und Ingolstadt setzen sich durch

DFB-Pokal, 2. Runde

Paderborn und Ingolstadt setzen sich durch

Der FC Ingolstadt steht nach einem Sieg im Zweitligaduell bei Greuther Fürth in der nächsten Pokal-Runde.

Die Partie in Franken verlief in Abschnitt eins unterdurchschnittlich aufregend - Torszenen waren Mangelware. Fürth begann das Spiel etwas engagierter, verlor aber dann den Faden. Und Ingolstadt sah sich zu diesem Zeitpunkt nicht genötigt, zu reagieren.

Mehr Action in Halbzeit zwei

Kurz nach dem Wiederbeginn gingen die Gastgeber in Führung: Über Tolcay Cigerci gelangte der Ball zu David Raum auf der linken Seite. Der 19-Jährige zog stramm ab und jagte den Ball passgenau ins kurze Eck unter die Latte. Doch die Freude der Mittelfranken währte nur ein paar Sekunden.

Direkt nach dem Anstoß riss Fürths Richard Magyar Antonio Colak im Strafraum um - klare Entscheidung: Elfmeter. Ingolstadts Routinier Almog Cohen ließ sich die Chance nicht entgehen und schoss den Ball mittig ins Tor zum 1:1.

"Ausgeglichenes Spiel"

Für die Entscheidung zugunsten der Gäste sorgten Stefan Lex (83.) und Alfredo Morales (87.). "Ich glaube, wir haben heute ein ausgeglichenes und hitziges Pokalspiel gesehen. In der ersten Halbzeit konnten wir uns keine klare Chance erarbeiten, bekommen dann nach dem Seitenwechsel das Gegentor", sagte Gästetrainer Stefan Leitl, "mein Team hat eine klasse Reaktion gezeigt und noch mutiger nach vorne gespielt, wodurch wir uns auch letztendlich den Sieg erarbeitet haben."

Sein Fürther Kollege Damir Buric sagte: "Es war aus meiner Sicht ein glücklicher Schanzer Sieg. Ich finde, dass wir uns bessere Torchancen erarbeitet und eine gute Partie abgeliefert haben. Ich bin trotzdem zufrieden, wie sich mein Team heute gegen einen sehr starken Gegner gewehrt hat - wir werden uns jetzt wieder aufrichten und dann weiterarbeiten."

Greuther Fürth spielt am nächsten Spieltag gegen den SV Sandhausen, der FC Ingolstadt muss bei Arminia Bielefeld antreten.

Paderborn besiegt Bochum

Zuvor hatte sich Drittligist SC Paderborn knapp gegen den VfL Bochum aus der zweiten Liga durchgesetzt. Der erste Treffer durch Sven Michel fiel sehr früh in der Partie - und Bochum rannte dem Rückstand hinterher. Michel verwertete eine Hereingabe von der linken Seite aus kurzer Distanz. Die Hausherren waren tonangebend und hätten ihren Vorsprung frühzeitig ausbauen können. Aber Robin Kraußes Kopfball (45.) landete nur am Pfosten und den Schuss von Massih Wassey (47.) lenkte VfL-Torhüter Manuel Riemann zur Ecke

Hektik in Halbzeit zwei

In der zweiten Halbzeit wurde die Partie zusehends hektischer. Die Aufregung hatte ihren Höhepunkt in der 65. Minute, als Paderborns Felix Herzenbruch einen Handelfmeter verursachte. Vor dessen Ausführung gerieten Spieler beider Teams aneinander, wobei Paderborns Ben Zolinski und der Bochumer Jan Gyamerah die Gelbe Karte sahen.

Bastians verschießt Elfmeter

Bochums Bastians ließ sich durch das Getümmel aus der Ruhe bringen, und schoss den Elfmeter flach rechts am Tor von Michael Ratajczak vorbei.

Wenig später leistete sich Gyamerah das zweite gelbwürdige Foul und flog mit Gelb-Rot vom Platz. Kurz vor dem Ende der Partie machte Paderborns Massih Wassey mit dem 2:0 alles klar.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Dienstag, 24.10.2017 | 18.30 Uhr

Wappen SC Paderborn 07

SC Paderborn 07

Ratajczak – Boeder, Schonlau, Strohdiek, Herzenbruch – Krauße, Ritter (89. van der Biezen) – Zolinski (74. Stingl), Antwi-Adjej – Srbeny (46. Wassey), S. Michel

2
Wappen VfL Bochum

VfL Bochum

M. Riemann – Gyamerah, Fabian (46. Leitsch), Bastians, Danilo Soares – Celozzi – Sam (62. Eisfeld), Stöger, Hemmerich – Hinterseer (74. Diamantakos), Wurtz

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 S. Michel (7.)
  • 2:0 Wassey (85.)

Strafen:

  • gelbe Karte Bastians (1 )
  • gelbrote Karte Gyamerah (70./Wiederholtes Foulspiel)
  • gelbe Karte Fabian (1 )
  • gelbe Karte Zolinski (2 )
  • gelbe Karte Stöger (1 )
  • gelbe Karte Schonlau (2 )
  • gelbe Karte Diamantakos (1 )

Zuschauer:

  • 15.000

Schiedsrichter:

  • Sascha Stegemann (Niederkassel)

Stand: Dienstag, 24.10.2017, 20:28 Uhr

jo/dpa | Stand: 24.10.2017, 23:38

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