Wolfsburg quält sich zum Sieg in Norderstedt

Eintracht Norderstedt - VfL Wolfsburg 0:1

Wolfsburg quält sich zum Sieg in Norderstedt

Der VfL Wolfsburg hat sich in die zweite Hauptrunde des DFB-Pokalwettbewerbs gequält. Eine Woche vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Dortmund mühte sich der in nahezu allen Belangen enttäuschende haushohe Favorit am Sonntag (13.08.2017) zu einem glücklichen 1:0 (0:0) beim Regionalligisten Eintracht Norderstedt.

Vor 4.500 Zuschauern im ausverkauften Edmund-Plambeck-Stadion, darunter HSV-Idol Uwe Seeler, war Neuzugang Ignacio Camacho (59. Minute) der Matchwinner für das Millionen-Ensemble. Die wackeren Norderstedter verkauften sich noch besser als im Vorjahr, als sie in Runde eins dem Zweitligisten Greuther Fürth (1:4) nach tollem Kampf unterlagen.

"Wir haben das Spiel kontrolliert, sind nie ungeduldig geworden und haben irgendwann das Tor gemacht. Wir hätten allerdings klarer gewinnen müssen. Alleine ich hätte drei Tore machen können", sagte der neue VfL-Kapitän Mario Gomez: "Am Ende musst du weiterkommen, und das haben wir geschafft."

Blaszczykowski trifft nur den Pfosten

"Wenn wir das Zentrum dicht bekommen, lange die Null halten und zu gefährlichen Kontern kommen, dann haben wir eine Chance", hatte Dirk Heyne vor der Partie gesagt. Und der Eintracht-Coach, der als Torwarttrainer mit Borussia Mönchengladbach 1995 gegen Wolfsburg (3:0) den DFB-Pokal gewann, konnte zufrieden sein. Außer einem gefährlichen Schuss von Jakub Blaszczykowski, der an den Pfosten klatschte (17. Minute), ließ der in der Defensive gut organisierte Außenseiter lange nichts zu.

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Sportschau | 13.08.2017 | 01:23 Min.

Im Gegenteil: Auch die Eintracht wurde auf einmal gefährlich, als ein als Flanke gedachter Schuss von Felix Drinkuth nur knapp über das Gehäuse ging (19.). Das Spiel des VfL, bei dem die Neuzugänge Camacho, Kaylen Hinds, Paul Verhaegh und John Anthony Brooks von Anfang an dabei waren, krankte vor allem daran, dass Gomez vorne in der Luft hing. Außer bei einem Distanzschuss (13.) war vom neuen VfL-Kapitän in der ersten Halbzeit nicht viel zu sehen.

Norderstedt mit Chancen auf Verlängerung

Nach dem Wechsel setzte sich das einfallslose Spiel der Gäste fort. Die Hausherren hätten dies beinahe bestraft, doch Philipp Koch traf mit einem sehenswerten Freistoß nur den Außenpfosten (56.). Das war dann wohl der Weckruf für den schwachen Erstligisten, denn nach einem Eckball traf Camacho per Kopf zur glücklichen Führung.

Nun kontrollierten die "Wölfe" die Partie etwas besser. Allerdings hatten man den Eindruck, dass den Eintracht-Spielern auch allmählich die Kräfte schwanden. Gomez hatte die Entscheidung auf dem Fuß, doch sein Schuss landete auf dem Tornetz (81.). Auf der Gegenseite hätten Koch (82.) und der eingewechselte Sinisa Veselinovic (85.) ihr nie aufsteckendes Team fast noch in die Verlängerung gerettet.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Sonntag, 13.08.2017 | 15.30 Uhr

Eintracht Norderstedt

Höcker – Marxen, Bojadgian, Mandic, Rose – Brown, P. Koch, Toksöz (81. Meyer), Kummerfeld (71. Kunath) – Drinkuth – Lüneburg (67. Veselinovic)

0

VfL Wolfsburg

Casteels – Verhaegh, Knoche, Brooks (37. Uduokhai), Gerhardt – Bazoer, Camacho – Blaszczykowski, Malli (88. Guilavogui), Hinds (74. Ntep) – Gomez

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Camacho (60.)

Strafen:

  • gelbe Karte Lüneburg (1 )
  • gelbe Karte Gerhardt (1 )
  • gelbe Karte Hinds (1 )
  • gelbe Karte Rose (1 )
  • gelbe Karte Höcker (1 )

Zuschauer:

  • 4500

Schiedsrichter:

  • Lasse Koslowski (Berlin)

Stand: Sonntag, 13.08.2017, 20:32 Uhr

sid/dpa/red | Stand: 13.08.2017, 17:25

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