Leverkusen mit Mühe weiter

1. Runde, DFB-Pokal

Leverkusen mit Mühe weiter

Bayer Leverkusen musste gegen den Karlsruher SC lange zittern, ehe sich sich die individuelle Klasse der Werkself durchsetzte. Nach torlosen neunzig Minuten fiel die Entscheidung zugunsten von Leverkusen erst in der Verlängerung.

Der Bundesligist setzte sich am Freitagabend (11.08.2017) in einem echten Pokal-Fight beim Drittligisten in Karlsruhe mit 3:0 (0:0) nach Verlängerung durch. In der regulären Spielzeit hatte Leverkusen noch der Zug zum Tor gefehlt, ehe Dominik Kohr (93. Minute), Joel Pohjanpalo (99.) und Leon Bailey (105.) in der Verlängerung für klare Verhältnisse sorgten.

"Das war ein hartes Stück Arbeit gegen einen unangenehmen Gegner. Das Endergebnis hätte aber auch schon nach 90 Minuten feststehen können", sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler erleichtert nach dem Schlusspfiff. Und in der Tat hatte Leverkusen den besseren Start erwischt und hätte bereits nach 85 Sekunden in Führung gehen können, doch Karim Bellarabi konnte die Großchance nicht nutzen.

Karlsruhe hält lange mit

Der KSC wehrte sich anschließend nach Kräften und hatte seinerseits in der 13. Minute die große Gelegenheit zum ersten Tor, als Oskar Zawada an Bayer-Torwart Bernd Leno scheiterte. Auf der Gegenseite ließen Kai Havertz (17.), Admir Mehmedi (24.) und Kohr (45.+1) mehrere Chancen liegen, sodass es mit einem torlosen Remis in die Pause ging.

Leverkusen schlägt Karlsruhe in der Verlängerung

Sportschau | 11.08.2017 | 00:49 Min.

In der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel drängten die Leverkusener die Gastgeber in die Defensive, große Möglichkeiten erarbeitete sich Bayer dabei aber nicht. Trotzdem musste die Defensive des Drittligisten in dieser Phase einige knifflige Szenen überstehen, konnte sich aber im Anschluss wieder stabilisieren. Leverkusen war zwar optisch überlegen, machte daraus aber zu wenig - Torchancen waren bis etwa zur 75. Minute Mangelware.

Leverkusen lange ohne Zug zum Tor

Erst in der Schlussphase wurde Leverkusen mal wieder gefährlich. Zunächst vergab Kevin Volland eine große Gelegenheit (78.), dann machte es Leon Bailey in der Nachspielzeit nicht besser (90.+2). Der Klassenunterschied zwischen beiden Teams wurde erst in der Verlängerung offensichtlich. Leverkusen spielte endlich zielstrebiger und konnte Qualität von der Bank bringen - zwei der drei Treffer erzielten Einwechselspieler. Zunächst traf Kohr per Kopf nach einem Freistoß von Julian Brandt, dann erhöhte nur wenig später Pohjanpalo nach einer feinen Einzelaktion auf 2:0. Für den Schlusspunkt der Partie sorgte dann der ebenfalls eingewechselte Bailey.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Freitag, 11.08.2017 | 20.45 Uhr

Karlsruher SC

Uphoff – Camoglu, M. Stoll, Pisot, Siebeck – Bülow – Muslija (96. Luibrand), Lorenz – Wanitzek (83. A. Hofmann) – A. Fink (108. Vujinovic), Zawada (71. Schleusener)

0

Bayer 04 Leverkusen

Leno – Henrichs, Tah, S. Bender, Wendell – Kohr, Kampl – Bellarabi (72. Brandt), Havertz (66. Pohjanpalo), Mehmedi (72. Bailey) – K. Volland (106. Ch. Aranguiz)

3

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Kohr (93.)
  • 0:2 Pohjanpalo (99.)
  • 0:3 Bailey (105.)

Strafen:

  • gelbe Karte Wendell (1 )
  • gelbe Karte Henrichs (1 )

Zuschauer:

  • 17073

Schiedsrichter:

  • Robert Hartmann (Wangen im Allgäu)

Stand: Freitag, 11.08.2017, 23:17 Uhr

sid/dpa | Stand: 12.08.2017, 00:06

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