SC Freiburg müht sich zum Sieg

Germania Halberstadt - SC Freiburg 1:2

SC Freiburg müht sich zum Sieg

Der SC Freiburg hat in seinem ersten Pokalspiel 2017 einen knappen Sieg beim Regionalligisten Germania Halberstadt gelandet.

Nils Petersen hat seinem Vater im Familien-Duell ein Schnippchen geschlagen und den SC Freiburg mit einem frühen Tor in die zweite Runde des DFB-Pokals geführt. Die Breisgauer besiegten am Samstag (12.08.2017) den von Andreas Petersen trainierten Regionalliga-Aufsteiger Germania Halberstadt mit 2:1 (2:0). Durch den Erfolg entschädigte Freiburg seine Fans für das blamable Ausscheiden in der Europa-League-Qualifikation. Petersen (34. Minute) und Nicolas Höfler (42.) trafen im Herzen Sachsen-Anhalts für Freiburg, Halberstadt kam durch Kay Michel (87.) zum späten Anschlusstreffer.

Söyüncü und Abrashi zu Beginn auf der Bank

Freiburg trat im Vergleich zum Europa-League-Duell mit dem slowenischen Pokalsieger NK Domzale in der Vorwoche (0:2 nach 1:0 im Hinspiel) personell leicht verändert auf. Trainer Christian Streich setzte Caglar Söyüncü genauso auf die Bank wie Amir Abrashi, Aleksandar Ignjovski stand gar nicht erst im Kader. Für sie liefen die U21-Europameister Marc-Oliver Kempf und Janik Haberer sowie Kapitän Julian Schuster von Beginn an auf.

Freiburg ließ zunächst die nötige Zielstrebigkeit im Angriffsspiel vermissen. Halberstadt kam durch einen Freistoß von Kapitän Benjamin Boltze (11.) gefährlich vor das SC-Tor. Insgesamt suchten aber die Gäste in der Frühphase häufiger den Abschluss. Stürmer Florian Niederlechner (16.) und Haberer (17.) scheiterten nacheinander an Germania-Keeper Paul Büchel. Auch gegen den früheren Nationalspieler Christian Günter (30.) parierte der Amateur-Torwart erstklassig. Petersen schloss dann aber nach Niederlechner-Flanke wuchtig per Dropkick in den Winkel ab; wenig später wurde Höflers Schuss unhaltbar von Germania-Verteidiger Adil Lachheb ins Tor abgefälscht. Der Trainer zum Tor von Sohn Nils: "Sein Tor war der Dosenöffner. Ich war sehr wütend auf meine Mannschaft und im gleichen Moment stolz. Das zeichnet eben einen klasse Torjäger aus. Ich bin ein bisschen stolz, wie er es gemacht hat und verärgert, dass er es gemacht hat."

Christian Streich: "Gut, dass wir gewonnen haben"

Sportschau | 12.08.2017 | 01:51 Min.

SC-Unordnung lässt Germania hoffen

Im zweiten Durchgang trat Halberstadt im Angesicht der drohenden Niederlage couragierter auf. Auch wenn klare Chancen Mangelware blieben, setzten die Gastgeber hin und wieder kleine Nadelstiche gegen Freiburger, die lediglich auf die Absicherung der Führung bedacht waren. Dies versuchte Germania zu nutzen. Ein Kopfball von Angreifer Florian Beil (61.) rauschte nur Zentimeter am Tor vorbei. Michel verkürzte in der Schlussphase, begünstigt durch die Unordnung in der Freiburger Hintermannschaft.

Freiburgs Torjäger Petersen gehörte das Schlusswort: "Es war ein besonderes Spiel für mich, das viel Kraft gekostet hat. Ich habe kein schlechtes Gewissen. Es ist meine Aufgabe, und ich bin professionell. Ich bin glücklich, dass wir gewonnen haben. Natürlich bin ich aber immer enttäuscht, wenn mein Vater verliert. Ich hasse es, wenn Papa verliert. Deshalb ist es ein Wechselbad der Gefühle. Insgesamt können wir aber beide damit leben."

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Samstag, 12.08.2017 | 15.30 Uhr

Germania Halberstadt

Büchel – Eggert, Lachheb, Blume – Campagna (67. Baloki), Boltze – Goslar (66. N. Hübner), Michel, Twardzik – Beil (77. Franjic), Nattermann

1

SC Freiburg

Schwolow – Lienhart, J. Schuster, M.-O. Kempf, Günter – Höfler (84. Abrashi), P. Stenzel – Haberer (82. Kapustka), Frantz – Niederlechner – Petersen (81. Kleindienst)

2

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Petersen (34.)
  • 0:2 Höfler (42.)
  • 1:2 N. Hübner (88.)

Strafen:

  • gelbe Karte Campagna (1 )
  • gelbe Karte Nattermann (1 )
  • gelbe Karte Baloki (1 )

Zuschauer:

  • 5037

Schiedsrichter:

  • Christof Günsch (Marburg)

Stand: Samstag, 12.08.2017, 17:26 Uhr

sid/dpa/red | Stand: 12.08.2017, 17:26

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