Frankfurt rettet sich in der Verlängerung

1. FC Heidenheim - Eintracht Frankfurt 1:2 n.V.

Frankfurt rettet sich in der Verlängerung

In der regulären Spielzeit noch eine dröge Nullnummer, wurde das Match zwischen Heidenheim und Frankfurt in der Verlängerung zum Krimi - mit dem besseren Ende für die Eintracht.

Torschütze Mijat Gacinovic (r.) mit Sebastian Haller (l.)

Torschütze Mijat Gacinovic (r.) mit Sebastian Haller (l.)

Eintracht Frankfurt hat seine starke erste Saisonhälfte mit dem Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals gekrönt. Der Fußball-Bundesligist setzte sich beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim nach einer über weite Strecken mäßigen Leistung mit 2:1 (0:0) n.V. durch. Sebastien Haller (109. Minute) schoss die Eintracht am Mittwoch (20.12.2017) in die nächste Runde, die Führung der Frankfurter von Mijat Gacinovic (95.) hatte Heidenheim zuvor durch Marc Schnatterer (96.) ausgeglichen. "Fakt ist: Im Pokal musst du weiterkommen. Der Rest interessiert nicht", sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic.

Ausgeglichenes Spiel in Heidenheim

Der Elf von Trainer Niko Kovac fiel es schwer, den unangenehmen Gegner zu dominieren. Immer wieder schlichen sich Fehlpässe ein und so gelang es höchstens vereinzelt, die gefährlichen Offensivspieler Haller und Ante Rebic in Szene zu setzen. Besonders Rebic blieb blass, obwohl sich mit seinem erneuten Einsatz der bisherige Leihvertrag mit dem AC Florenz ab 1. Juli 2018 in einen langfristigen Kontrakt bis 2021 umgewandelt hatte. Im Abwehrzentrum der Hessen feierte Kapitän Makoto Hasebe nach überstandenen Knieproblemen und einem grippalen Infekt sein Startelfcomeback. Insgesamt tauschte Kovac seine Anfangsformation im Vergleich zum 2:2 gegen Schalke 04 auf drei Positionen.

Kevin-Prince Boateng versuchte, als tiefstehender Sechser das Spiel der Eintracht zu ordnen. Seine Pässe in die Tiefe fanden Haller und Rebic aber nur selten. Stattdessen wurde Heidenheim mutiger und erarbeitete sich zunehmend vielversprechende Situationen. Die Gastgeber jubelten nach 17 Minuten auch schon über das 1:0, doch Kevin Kraus stand bei seinem Schuss im Abseits. Frankfurt hatte mehr Ballbesitz und Spielanteile, schaffte es aber meistens nur bis zum Strafraum, ehe einer der engagierten Heidenheimer den letzten Pass blockte. Nikola Dovedan zielte für den FCH mit seinem Kopfball nach 42 Minuten knapp daneben.

Aufregung erst in der Verlängerung

Ggegen den Tabellen-15. der zweiten Liga fehlte es den Frankfurtern an Tempo und Ideen. Ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen, zwingende Aktionen mit akuter Torgefahr waren aber auch bei den Gastgebern selten. Nach einem guten Konter über Schnatterer und Nikola Dovedan wurde Arne Feicks Schuss geblockt (58.). Die beste Frankfurter Chance durch Haller parierte Heidenheims Keeper Kevin Müller (65.). Rebic traf nur das Außennetz (78.). Gacinovic brachte die Eintracht nach einer gelungenen Kombination schließlich in Führung, Heidenheim schlug durch Schnatterer sofort zurück. Für die Entscheidung sorgte schließlich Haller, der aus kurzer Distanz traf.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Mittwoch, 20.12.2017 | 20.45 Uhr

Wappen 1. FC Heidenheim

1. FC Heidenheim

Ke. Müller – R. Strauß, Beermann, Kraus, Feick – Griesbeck (89. Theuerkauf), Titsch-Rivero – Lankford (103. Glatzel), Schnatterer (103. Busch) – Dovedan (82. Thomalla), Verhoek

1
Wappen Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

Hradecky – M. Russ, Hasebe, C. Salcedo – Boateng – M. Wolf (100. da Costa), Hrgota (79. Stendera), Gacinovic, Willems (64. Tawatha) – Haller, Rebic (106. Jovic)

2

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Gacinovic (95.)
  • 1:1 Schnatterer (96.)
  • 1:2 Haller (109.)

Strafen:

  • gelbe Karte Dovedan (1 )
  • gelbe Karte Feick (1 )
  • gelbe Karte Hasebe (1 )

Zuschauer:

  • 11.000

Schiedsrichter:

  • Sven Jablonski (Bremen)

Stand: Mittwoch, 20.12.2017, 23:19 Uhr

Thema in: Sportschau live, das Erste, 20.12., ab 22.15 Uhr

sid/dpa/red | Stand: 20.12.2017, 23:20

Der 1. FC Heidenheim in den Medien

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