Frankfurt siegt mit zehn Mann

TuS Erndtebrück - Eintracht Frankfurt 0:3

Frankfurt siegt mit zehn Mann

Trotz einer frühen Roten Karte hat Eintracht Frankfurt beim TuS Erndtebrück die nächste Runde erreicht.

Branimir Hrgota und Timothy Chandler bejubeln das Tor zum 0:1.

Branimir Hrgota und Timothy Chandler bejubeln das Tor zum 0:1.

Der Pokalfinalist der vergangenen Saison gewann am Samstag (12.08.2017) trotz des Platzverweises für Kapitän David Abraham (22. Minute) gegen Regionalliga-Aufsteiger TuS Erndtebrück letztlich souverän mit 3:0 (1:0). Timothy Chandler (35.), Mijat Gacinovic (72.) und Rekordeinkauf Sébastien Haller (76.) trafen bei Dauer-Nieselregen im Siegener Leimbachstadion.

Frankfurt mit umgekempelter Elf

Trainer Nico Kovac hatte sich den Ausflug ins 125 Kilometer entfernte Siegen sicher leichter vorgestellt, auch wenn ihm die verletzten Schlüsselspieler Marco Fabian, Alexander Meier, Omar Mascarell und Carlos Salcedo fehlten. Jonathan de Guzman, der nach seinem Wechsel aus Neapel bislang kaum Einheiten mit der Mannschaft absolviert hat, ließ Kovac zu Hause. Dennoch bot er drei Neuzugänge in der Startelf auf, darunter Rekordtransfer Haller. Der Franzose war für sieben Millionen Euro vom FC Utrecht gekommen.

Beim ersten Pflichtspiel nach der 1:2-Niederlage im Pokalfinale gegen Borussia Dortmund brauchte die ersatzgeschwächte Eintracht viel Geduld, um gegen mutige Amateure die Blamage zu verhindern. Nach Abrahams Notbremse gegen den quirligen Japaner Yuki Nishiya, für die er, wie der Klub am Montag danach bekannt gab, zwei Pokalpartien gesperrt wurde, blieben die Gäste zwar die bestimmende Mannschaft, gingen aber zunächst zu fahrlässig mit ihren Chancen um.

Timothy Chandler: "Das Tor war der Dosenöffner"

Sportschau | 12.08.2017 | 00:43 Min.

Erndtebrück vergibt fahrlässig Chancen

Auf der anderen Seite hatte Nishiya (23.) direkt nach dem Platzverweis die Chance, den Außenseiter in Führung zu bringen. "In den ersten 20 Minuten haben wir uns auf dem nassen, schmierigen Rasen immer wieder selbst in Schwierigkeiten gebracht. Das hat mir nicht gefallen", so Kovac hinterher. Zehn Minuten vor der Pause traf Chandler und beruhigte damit die Nerven seines Trainers und zugleich die von Tausenden mitgereister Fans, die erneut ihrem Unmut über den DFB Luft machten - auch mit Bengalos und Böllern.

Gegen den Tabellenzehnten der Regionalliga West brauchten die Frankfurter in der zweiten Halbzeit die Künste ihres wechselwilligen Torwarts Lukas Hradecky. Der von Benfica Lissabon umworbene Finne hielt die Führung nach Chandlers Ausrutscher gegen Nishiya (57.) fest. Zweimal (57./74.) schoss der 1,66 m große Mittelstürmer zudem knapp an Hradeckys Tor vorbei. Gacinovic und Haller sorgten dann für die Entscheidung. "Beim Stand von 0:0 und in Überzahl hofft man dann sogar auf ein bisschen mehr. Daher sind wir etwas enttäuscht, auch wenn der Sieg der Eintracht am Ende klar verdient war", resümmierte TuS-Trainer Florian Schnorrenberg.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2017/2018

Samstag, 12.08.2017 | 15.30 Uhr

TuS Erndtebrück

Aubele – Jordan, Tanidis, Covic, Saka (74. Niemann) – Kadiata (66. Valentini), Rente, Konaté, Mirroche – Zeller (46. Tabaku) – Nishiya

0

Eintracht Frankfurt

Hradecky – Chandler, Abraham, M. Russ, Tawatha – Kamada (73. Willems), Fernandes, Hasebe, Gacinovic – Sébasian (87. Jovic), Hrgota (53. M. Wolf)

3

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Chandler (35.)
  • 0:2 Gacinovic (72.)
  • 0:3 Sébasian (76.)

Strafen:

  • gelbe Karte Rente (1 )
  • rote Karte Abraham (23./Taktisches Foulspiel)
  • gelbe Karte Konaté (1 )

Zuschauer:

  • 13160

Schiedsrichter:

  • Benedikt Kempkes (Kruft)

Stand: Samstag, 12.08.2017, 17:25 Uhr

sid/dpa/red | Stand: 12.08.2017, 17:20

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