Dortmund erster Pokal-Finalist

BVB jubelt

Glatter Heimerfolg über Wolfsburg

Dortmund erster Pokal-Finalist

Borussia Dortmund hat seine Fußball-Festwoche mit dem Einzug ins Endspiel des DFB-Pokals gekrönt.

Der deutsche Vizemeister gewann nach den spektakulären Vorstellungen gegen Real Madrid (2:0) und bei Bayern München (3:0) das Halbfinal-Duell mit dem VfL Wolfsburg verdient mit 2:0 (2:0) und wahrte damit die letzte Chance auf einen Titel. Somit winkt am 17. Mai in Berlin das Traumfinale sowie die Neuauflage des Endspiels von 2012 gegen Cupverteidiger Bayern München, der am Mittwochabend den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern empfängt.

Für den dreimaligen Pokalsieger aus Dortmund ist es nach den Treffern von Henrich Mchitarjan (12.) und Robert Lewandowski (43.) die insgesamt sechste Finalteilnahme der Klubgeschichte. Doch Dortmunds Kapitän Sebastian Kehl gab anschließend zu: "Das war ein hartes Stück Arbeit, phasenweise hatten wir ziemlichen Dusel." Dortmunds Trainer Jürgen Klopp fasste es kurz zusammen: "Auf einer Felge ins Finale. Wir haben Glück gehabt, aber das hat sich die Mannschaft auch verdient in den vergangenen Wochen."

Wolfsburgs Coach Dieter Hecking lobte sein Team trotz des Ausscheidens: "Ich bin mächtig stolz auf meine Mannschaft. Wir haben ein Riesenspiel gemacht, waren phasenweise sogar die bessere Mannschaft. Die Kaltschnäuzigkeit der Dortmunder hat den Ausschlag gegeben, die hat uns heute gefehlt."

Wolfsburg fehlte letzte Konsequenz im Angriff

In der mit 80.200 Zuschauern ausverkauften Arena herrschte Party-Stimmung. Die Nachricht von Stadionsprecher Norbert Dickel von der Vertragsverlängerung des dauerverletzten Ilkay Gündogan bis 2016 sorgte schon vor dem Anpfiff für den ersten ohrenbetäubenden Jubel der BVB-Fans.

Der nächste folgten wenig später nach dem 1:0 von Mchitarjan, der sträflich ungehindert flach von der Strafraumgrenze einschoss. Wolfsburg versteckte sich wie beim Bundesliga-Gastspiel zehn Tage zuvor (1:2) keineswegs in der Defensive, ließ aber im Angriff allzu oft die letzte Konsequenz vermissen. Die erste große Möglichkeit besaß Kevin de Bruyne, der jedoch an BVB-Keeper Roman Weidenfeller scheiterte (21.). Der Führungstreffer spielte den Borussen nach den zuletzt kraftraubenden Auftritten in die Karten. Mit ihrem schnellen Umschaltspiel sorgten sie bei Ballgewinnen in der eigenen Hälfte mit ihren Kontern stets für Torgefahr.

Junior Malanda hatte mit einem Kopfball an den Pfosten die große Chance zum Ausgleich (42.), doch fast im Gegenzug erzielte Lewandowski auf Vorlage von Reus sein 100. Pflichtspieltor für den BVB.

Dortmund verpasst frühe Vorentscheidung

Wolfsburg bemühte sich nach dem Seitenwechsel um den Anschlusstreffer, eröffnete den Borussen jedoch noch mehr Räume für Konter. Die spielten die Gastgeber allerdings nicht konsequent zu Ende und verpassten somit eine frühe Vorentscheidung. Lewandowski scheiterte am Pfosten (49.) und bekam einen Treffer wegen Abseitsstellung aberkannt (54.). Auf der Gegenseite schoss der später verletzt ausgewechselte Malanda aus kurzer Distanz freistehend drüber (75.), Luiz Gustavo traf den Pfosten (81.).

Statistik

Fußball · DFB-Pokal

Dienstag, 15.04.2014 | 20.30 Uhr

Borussia Dortmund

Weidenfeller – Piszczek, Sokratis, M. Hummels, Durm – Kehl – Mchitarjan (72. Kirch), Jojic, M. Reus (90.+3 Schieber), K. Großkreutz – R. Lewandowski (85. Aubameyang)

2

VfL Wolfsburg

Grün – Träsch, Naldo, Knoche, Ma. Schäfer – Luiz Gustavo, Junior Malanda (83. D. Caligiuri) – De Bruyne, Arnold (63. Vieirinha), Perisic – Olic

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Mchitarjan (12.)
  • 2:0 R. Lewandowski (43.)

Strafen:

  • gelbe Karte Kehl
  • gelbe Karte Aubameyang
  • gelbe Karte Luiz Gustavo

Zuschauer:

  • 80600

Schiedsrichter:

  • Manuel Gräfe (Berlin)

Stand: 15.04.2014, 22:46