Messi und Co. stolpern in Mailand
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AC Mailand - FC Barcelona 2:0 (0:0)
Messi und Co. stolpern in Mailand
Da bahnt sich eine ganz große Überraschung an: Der hoch favorisierte FC Barcelona stolperte im Hinspiel beim AC Mailand. Messi und Co. blieben total harmlos.
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Weltfußballer Lionel Messi und dem FC Barcelona droht in der Champions League erstmals seit sechs Jahren das Aus schon im Achtelfinale. Der Titelfavorit musste sich im Hinspiel der ersten K.o.-Runde gegen einen überaschend stark aufspielenden AC Mailand mit 0:2 (0:0) geschlagen geben und steht im Rückspiel im heimischen Camp Nou am 12. März vor einer schweren Aufgabe.
Der gebürtige Berliner und ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler Kevin-Price Boateng erzielte den Führungstreffer (56.) bevor Sulley Muntari (80.) vor 75.000 ausgelassen feiernden Zuschauern die zweite Niederlage der Katalanen im laufenden Wettbewerb besiegelte.
Milan nicht wiederzuerkennen
Milan war im Vergleich zu den Gruppenspielen nicht wiederzuerkennen. Für das Achtelfinale hatte sich der Tabellendritte der Serie A mit nur acht Punkten ohne einen Heimsieg qualifiziert. Die Italiener versuchten schon im Mittelfeld die Räume eng zu halten, um frühzeitig das ebenso berühmte wie gefürchtete Kombinationsspiel von Barca im Keim zu ersticken. Das gelang den von Trainer Massimiliano Allegri taktisch exzellent eingestellten Rossoneri zunächst sehr wirkungsvoll.
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Bilder vom Spiel Mailand gegen Barcelona
Der AC Mailand empfängt im Hinspiel des Achtelfinals die wohl beste Mannschaft des europäischen Klubfußballs. Der FC Barcelona führt nicht nur unangefochten die Tabelle der spanischen Liga an, die Mannschaft um Weltfußballer Lionel Messi zählt auch in der Champions League zu den engsten Favoriten.
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Zwar defensiv orientiert, ließ Milan sporadisch auch seine Offensiv-Qualitäten aufblitzen. So verfehlte Boateng in der 17. Minute mit einem Volleyschuss das Barca-Gehäuse nur knapp. Glück für die Spanier, die teilweise ratlos und ungewohnt hektisch um den Strafraum der Mailänder herum kombinierten, sich jedoch bis zur Halbzeit keine große Chance erspielen konnten. Der 21-malige spanische Meister und souveräne Tabellenführer der Primera Division musste sich hingegen gegen Milans Abwehr-Bollwerk jede Schusschance hart erarbeiten.
Über weite Phasen schwere Langeweile
Die Partie konnte fußballerisch nicht halten, was die Paarung versprach, weil sie übergehend von Taktik geprägt war. Die Künste von Messi waren nicht im Ansatz zu sehen, zumal Barca trotz 66 Prozent Ballbesitz bis zur Pause zu langsam agierte und jegliche Überraschungsmomente vermissen ließ. Lange lag ein 0:0-Endergebnis in der Luft wie schon im Viertelfinale der letzten Saison, als Barcelona jedoch im Rückspiel mit einem 3:1 alles klar machte.
Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Barca im Ballbesitz, Milan in Lauerstellung, bis sich eine der wenigen Gegenangriffe entwickelte und Boaten den Ball von der Strafraum flach verwandelte. Ein Handspiel von Cristian Zapata sorgte anschließend für einige Diskussionen. Boateng krönte mit dem seinem ingesamt vierten Champions-League-Treffer seine starke Vorstellung.
Stand: 20.02.2013, 22:37