Schalke sichert sich Gruppensieg

Schalke feiert das 1:0 gegen Montpellier

Champions League

Schalke sichert sich Gruppensieg

Ein Remis in Montpellier reicht dem FC Schalke 04, um als Gruppensieger ins Achtelfinale der Champions League einzuziehen.

Schalke 04 ist mit einer besseren B-Elf als Gruppensieger ins Achtelfinale der Champions League eingezogen und geht vorerst hochkarätigen Gegnern wie dem FC Barcelona oder Manchester United aus dem Weg. Die Königsblauen kamen ohne fünf Stammspieler beim bereits zuvor gescheiterten französischen Meister Montpellier HSC zwar nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus, gewannen aber das Fernduell um Platz eins mit dem FC Arsenal. Die Londoner verloren bei Olympiakos Piräus 1:2 (1:0).

"Wir freuen uns natürlich, dass wir in der Gruppe vor Arsenal gelandet sind. Aber jetzt ist es wichtiger, auch in der Bundesliga wieder in die Spur zu kommen", sagte Abwehrspieler Christoph Metzelder, der in die Startelf gekommen war und eine starke Leistung zeigte.

Trainer Huub Stevens bedankte sich nach dem Spiel vor allem bei seinem Torwart: "Auf so einem Boden zu spielen, ist unglaublich schwierig. Wir hatten in der ersten Halbzeit die besseren Chancen. In der zweiten Halbzeit ging das Spiel hin und her. Da hätte auch Montpellier gewinnen können, aber Timo Hildebrand hat uns grandios geholfen."

Führung durch Höwedes

Kapitän Benedikt Höwedes brachte die Gäste in der 56. Minute per Kopf in Führung, nur drei Minuten später gelang Emanuel Herrera der Ausgleich. Den Schalkern, zuletzt in der Liga viermal in Folge sieglos, gelang damit nicht der erhoffte große Schritt aus der Krise. Trotz zahlreicher Wechsel in der Startelf kontrollierte Schalke den biederen Tabellen-13. der Ligue 1 auch ohne Stammspieler wie Stürmer Klaas-Jan Huntelaar und Christian Fuchs, hatte aber fast mehr mit dem Rasen zu kämpfen als mit dem Gegner. Das Geläuf im Stade de la Mosson war in einem geradezu lächerlich schlechten Zustand. Nach einer zerfahrenen Anfangsphase ohne Höhepunkte bekam dies vor allem Teemu Pukki bei der größten Schalker Chance vor der Pause zu spüren.

Hildebrand mit überzeugender Leistung

In der 25. Minute bediente Julian Draxler den Finnen mit einem Flachpass, doch Pukki schob den hoppelnden Ball völlig freistehend aus fünf Metern neben das Tor. Acht Minuten später trat Tranquillo Barnetta in aussichtsreicher Schussposition über den Ball. Schalke hatte mit seiner zusammengewürfelten Startelf das Spiel zunächst gut im Griff, wurde von dem noch tiefer in der Krise steckenden französischen Meister aber auch nicht ernsthaft gefordert. Wenn Montpellier mal bis vor das Schalker Tor kam, stand Torwart Timo Hildebrand sicher.

Schalkes Trainer Stevens startete vor 23.142 Zuschauern mit nur sechs Stammspielern in die Partie und erweckte nicht den Eindruck, als ob ihn der Gruppensieg und die eine Million Euro Prämie für einen Dreier sonderlich interessierten. Er brachte Jermaine Jones erst in der 67. Minute, Torjäger Huntelaar zehn Minuten später, schonte Fuchs ebenso wie den von einer Gelbsperre bedrohten Joel Matip.

Bilder vom Spiel Montpellier gegen Schalke

Für Schalke geht es im Auswärtsspiel beim SC Montpellier noch um den Gruppensieg. Die Gastgeber dagegen sind mit nur einem Punkt aus den bisherigen Partien längst weit abgeschlagen.

Barnetta gegen Estrada

Das Spielgerät hat Tranquillo Barnetta genau im Blick. Hier setzt der Schalker sich in der Luft gegen Marco Estrada durch.

Das Spielgerät hat Tranquillo Barnetta genau im Blick. Hier setzt der Schalker sich in der Luft gegen Marco Estrada durch.

Schalke zeigt, dass sie die drei Zähler für sich beanspruchen wollen, um sich als Tabellenfürer eine möglichst gute Ausgangsposition für die Achtelfinal-Auslosung zu sichern. Hier der Japaner Uchida gegen Remy Cabella.

Ciprian Marica darf anstelle von Jan-Klaas Huntelaar die Sturmspitze der Schalker besetzen. Hier schließt er vor Montpellier-Verteidiger Daniel Congre ab.

Lewis Holtby kann sich gegen den Franzosen Anthony Mounier behaupten und den Ball kontrollieren.

Wieder taucht Marica im Gästestrafraum auf. Hier spitzelt ihm aber Henri Bedimo den Ball im letzten Moment noch vom Fuß.

Der Kapitän der Franzosen Mapou Yanga-Mbiwa versucht den Ball artistisch am Schalker Angreifer Teemu Pukki vorbeizuspielen.

Immer wieder sehen die Zuschauer umkämpfte Duelle zwischen Bedimo und Marica. Hier springt der Montpellier-Verteidiger dem rumänischen Stürmer beinahe ins Gesicht.

Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes bringt die Gäste aus Gelsenkirchen mit 1:0 in Führung.

Nur drei Minuten später werden die Uhren aber wieder auf null gestellt. Montpellier trifft in Person von Manuel Herrera (l.) zum Ausgleich.

Und der Schalker Torwart, der beim Ausgleich nicht gut aussah, bleibt im Blickpunkt des Geschehens. Timo Hildebrand kann am Ende einen Punkt in Montpellier festhalten.

Viele Wechsel in der Startelf

In der Innenverteidigung ersetzte statt Matip Christoph Metzelder den verletzten Kyriakos Papadopoulos, für den angeschlagenen Jefferson Farfan rückte Pukki auf die rechte Offensivseite, Ciprian Marica bildete die Sturmspitze. Für Fuchs gab der 19 Jahre alte Sead Kolasinac links in der Viererkette sein Champions-League-Debüt, und hinter den Spitzen bekam Barnetta eine Bewährungschance.

Nach der Pause kam Montpellier besser ins Spiel, doch Atsuto Uchida bewahrte die Schalker bei einem Schuss von Herrera mit einer artistischen Rettungstat auf der Linie vor einem Rückstand. Dann gingen die Gäste sogar in Führung, als Höwedes nach einem Freistoß von Lewis Holtby per Kopf zur Stelle war. Doch nur kurze Zeit sorgte Herrera im Nachsetzen für den Ausgleich, nachdem zuvor Metzelder seinen Kopfball auf der Linie abgewehrt hatte. Hildebrand rettete kurz vor Schluss zweimal gegen Herrera (87. und 89.). Beste Schalker Spieler waren Höwedes und Holtby. Bei den Franzosen ragten Herrera und Torwart Jonathan Ligali heraus.

sid/dpa | Stand: 04.12.2012, 22:42