FC Bayern enttäuscht bei Borissow

Franck Ribéry geht enttäuscht vom Platz.

1:3 in der Champions League

FC Bayern enttäuscht bei Borissow

Bayern München hat in der Champions-League beim Außenseiter BATE Borissow überraschend die erste Saisonpleite kassiert.

Alexandr Pawlow (23. Minute), Witali Rodionow (78.) und Renan Bressan (90.+4) sorgten vor 25.000 Zuschauern für die sportliche Pleite - und die Tabellenführung für BATE. Der Anschluss von Franck Ribery (90.+1) kam zu spät. "Ich wusste vor dem Spiel schon, dass wir gegen einen sehr guten Gegner antreten würden. In solchen Spielen musst du 1:0 in Führung gehen", sagte Trainer Jupp Heynckes und verwies damit auf einige Großchancen der Bayern. "Wir haben permanent Druck gemacht, aber wir müssen den Sieg des Gegners anerkennen."

Die mit der makellosen Bilanz von acht Saisonsiegen nach Weißrussland gereisten Bayern zeigten sich auch in Minsk von Beginn an überlegen, taten sich aber gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber schwer. Edgar Oletschowitsch besaß schon nach sechs Minuten die Chance zur überraschenden Führung, Manuel Neuer aber war auf dem Posten (6.). Toni Kroos hätte die Münchner im altehrwürdigen Dinamo-Stadion in die Vorhand bringen müssen, war schon an Keeper Andrej Gorbunow vorbei, traf aber nur den linken Pfosten (13.).

Bate Borissow - Bayern München 3:1

Der FC Bayern München ist in der Champions League zu Gast bei Bate Borissow.

Kroos

Was für eine Chance für Toni Kroos. In der 12. Minute lässt der Münchner die Spieler von Bate Borissow hinter sich, trifft am Ende aber nur den Pfosten.

Was für eine Chance für Toni Kroos. In der 12. Minute lässt der Münchner die Spieler von Bate Borissow hinter sich, trifft am Ende aber nur den Pfosten.

Aleksandr Hleb (l.) und Luiz Gustavo (r.) kämpfen um den Ball.

Ungewollte Synchronität. Der Neu-Münchner Javier Martinez (l.) und Aleksandr Hleb wollen beide gleichzeitig an den Ball.

Im Kampf um den Ball heben Marko Simic von Bate Borissow (l.) und Mario Mandzukic ab. Ein Tor ist allerdings für keinen von beiden drin.

Erfolgreicher zeigt sich Borissows Aleksandr Pavlov in der 23. Minute mit seinem Treffer zum 1:0. Trotz dominanter Bayern geben die Gastgeber Vollgas und gehen mit 3:1 als Sieger vom Platz.

Heynckes hatte zwar eindringlich auf die gute Organisation des weißrussischen Serienmeisters hingewiesen. Doch sein Team ließ sich von einem Schnellangriff von BATE überrumpeln: Nationalverteidiger Holger Badstuber verhinderte die Eingabe nicht - und in der Mitte acht Meter vor dem Bayern-Gehäuse stand Pawlow total blank. Borissow hatte schon das erste Spiel in der Gruppe F gegen beim OSC Lille mit 3:1 für sich entschieden. Der deutsche Rekordmeister reagierte mit noch mehr Dominanz. Die Kopfbälle von Thomas Müller und Mario Mandzukic (25.) parierte aber Gorbunow.

Schweinsteiger bleibt zunächst draußen

Heynckes ließ Bastian Schweinsteiger auch nach dem Wechsel weiter auf der Bank. Der sich seiner Bestform nähernde Nationalspieler habe in der neuen Saison schon viele Spiele gemacht, "die Pause kommt genau richtig", begründete der Chefcoach seine Maßnahme. Neben Luiz Gustavo organisierte 40-Millionen-Mann Javi Martinez im zentralen Mittelfeld das Bayern-Spiel. Eine Lücke im Borrisows Abwehrbollwerk aber fand auch er nicht. Mehr als eine Halbchance von Philipp Lahm (47.) gab es zunächst nicht. "Die Jungs von BATE haben hinten dicht gemacht und gefährlich gekontert", meinte Torhüter Manuel Neuer.

Bei den wenigen Gegenzügen offenbarten die Münchner jedoch erschreckende Unkonzentriertheiten. Oletschowitsch wurde von Ex-Bundesligaprofi Aleksandr Hleb mustergültig freigespielt - Neuer bekam gerade noch so die Finger an den Ball (55.). Rodionow (61.) und Pawlow (61.) vergaben aus besten Positionen die Vorentscheidung für die immer mutiger konternden Weißrussen.

Erst in der Schlussphase machten die Gäste mehr Druck. Ein Schuss von Ribery wurde von Gorbunow an die Latte gelenkt (83.), dann traf der Franzose - zu spät.

Manuel Neuer Play-Icon

Stimmen zur Bayern-Pleite | 01:02 min | 03.10.2012 | Deine Sportschau | Das Erste

dpa/sid | Stand: 02.10.2012, 22:54