Dortmund in der Hammergruppe

Tableau der Gruppe D

Gruppenauslosung der Champions League

Dortmund in der Hammergruppe

Es gibt keine leichten Gegner in der Champions League. Aber während die Bayern und Schalke lösbare Aufgaben haben, hat Dortmund die denkbar schwerste Gruppe erwischt.

Das Trio aus der Fußball-Bundesliga hat am Donnerstag (30.08.12) in Monte Carlo für die Gruppenphase der Champions League attraktive Gegner zugelost bekommen. Am härtesten traf es im Grimaldi Forum des Fürstentums den deutschen Meister Borussia Dortmund. Die in Topf 4 eingestuften Westfalen bekommen es in der Hammer-Gruppe D mit Spaniens Champion Real Madrid, dem englischen Titelträger Manchester City und Ajax Amsterdam zu tun. Nach diesem Los entfuhr sogar dem großen Real-Star Cristiano Ronaldo ein schwerer Stoßseufzer. "Alle wissen, das ist die schwerste Gruppe", sagte der Portugiese.

Jürgen Klopp optimistisch Play-Icon Audio-Icon

Stimmen zur Champions League Auslosung | 00:56 min | 31.08.2012 | WDR 2 Morgenmagazin

Hummels begeistert

BVB-Geschäftsführer Hans Joachim Watzke ließ sich den Schrecken aber nicht anmerken. "Mir ist es tausendmal lieber, gegen Real Madrid und Manchester City zu spielen, als im Dezember nach Donezk zu fahren. Das ist das, worauf unsere Fans gewartet haben. Wir gehen diese Aufgaben an mit vollem Elan", sagte Watzke."Das ist eine spektakuläre Gruppe. Drei von vier Mannschaften haben schon einmal die Champions League gewonnen. Es ist richtig viel Tradition und Phantasie in dieser Gruppe", urteilte BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Nationalspieler Mats Hummels teilte via Facebook begeistert mit: "Was für eine geile Gruppe. Mehr fällt mir im Moment nicht ein." Der BVB will in dieser Saison auf jeden Fall besser abschneiden als in der vorigen Spielzeit, als bereits in der Vorrunde das Aus in der Königsklasse kam.

Losglück für die Bayern

Der FC Bayern München erwischte dagegen eine leichte Vorrundengruppe. Für den bei der Auslosung gesetzten Vorjahresfinalisten gibt es in der Gruppe F ein Wiedersehen mit dem FC Valencia. Mit einem Endspielsieg gegen die Spanier holten die Münchner 2001 letztmals die Champions League-Trophäe nach Deutschland. Weitere Kontrahenten des deutschen Rekordmeisters sind der OSC Lille und BATE Borissow aus Weißrussland.

"Das ist sicherlich eine machbare Gruppe für uns - auf dem Papier. Aber die Champions League ist schwierig, da heißt es jeden Gegner zu respektieren", erklärte Bayern-Trainer Jupp Heynckes, während Sportvorstand Matthias Sammer von einem "mittelschweren Los" sprach. "Wir standen im vergangenen Jahr im Finale, da müssen wir die Gruppenphase überstehen", sagte Kapitän Philipp Lahm. "Valencia sehe ich noch als stärksten Gegner in dieser Gruppe, allerdings ist es für uns Pflicht, ins Achtelfinale zu kommen - am besten als Gruppenerster."

Schalke zufrieden

Auch der FC Schalke 04 hat lösbare Aufgaben zugelost bekommen. Der Tabellendritte der Vorsaison trifft in der Gruppe B auf den FC Arsenal mit den deutschen Nationalspielern Lukas Podolski und Per Mertesacker, den griechischen Meister Olympiakos Piräus und den französischen Titelträger SC Montpellier. Bei ihrer letzten Teilnahme an der Königsklasse hatten die Gelsenkirchener 2010/11 das Halbfinale erreicht. "Wir gehen selbstbewusst in die Champions League. Die anderen Vereine sind nicht glücklich, dass sie Schalke als Gegner gezogen haben", erklärte Vorstandsmitglied Peter Peters.

Schalkes Trainer Huub Stevens sieht gute Chancen, das Achtelfinale zu erreichen, warnte aber zugleich: "In der Champions League gibt es keine leichten Gegner. Wir treffen auf den französischen und den griechischen Meister. Dazu kommt Arsenal, ein absoluter Topverein, gegen den wir vor einigen Jahren bereits einmal in der Champions League gespielt haben." Er freue sich auf das Wiedersehen mit Podolski und Arsenals Teammanager Arsene Wenger.

Chelsea und Juve in Gruppe E

Titelverteidiger FC Chelsea spielt in der Gruppe E gegen den ukrainischen Meister Schachtjor Donezk, den italienischen Titelträger Juventus Turin und den FC Nordsjaelland aus Dänemark. Die sechs Gruppenspieltage werden vom 18. September bis 5. Dezember ausgetragen. Das Finale findet am 25. Mai 2013 im Wembley-Stadion in London statt.

Die Champions League bleibt für die teilnehmenden Clubs auch 2012/13 ein florierendes Geschäft. In der neuen Spielzeit werden insgesamt 910,3 Millionen Euro ausgeschüttet, gut 150 Millionen mehr als im Vorjahr und so viel wie nie zuvor. Als fixe Startprämie können alle 32 Vereine 8,6 Millionen Euro verbuchen - 1,4 Millionen mehr als in der Saison 2011/12. In der Summe winken dem Nachfolger des FC Chelsea als Sieger im besten Fall mehr als 60 Millionen Euro.

dpa/sid | Stand: 30.08.2012, 19:44