Das größte Spiel seit Jahren für die PSV

Die PSV Eindhoven steht erstmals seit neun Jahren wieder im Achtelfinale der Champions League

Eindhoven im Achtelfinale der Champions League

Das größte Spiel seit Jahren für die PSV

Lange musste die PSV Eindhoven darauf warten: Der niederländische Meister steht im Achtelfinale der Champions League. Doch einer ist nicht dabei - der Ex-Gladbacher Luuk de Jong.

Mitten in der niederländischen Fußball-Krise sorgt die PSV Eindhoven für einen ganz seltenen Lichtblick. Erstmals seit neun Jahren hat ein Team aus dem Oranje-Land wieder das Achtelfinale der Champions League erreicht, 2007 schaffte es die PSV sogar bis ins Viertelfinale. Seitdem geht es mit dem niederländischen Klub-Fußball kontinuierlich bergab. Seit im vergangenen Herbst das Nationalteam auch noch die Qualifikation für die auf 24 Mannschaften aufgeblähte Europameisterschaft verpasst hat, herrscht endgültig Tristesse in den Niederlanden.

Umso mehr freuen sich die Fußballfans in Deutschlands Nachbarland auf das Achtelfinal-Duell der PSV an diesem Mittwoch (20.45 Uhr) gegen den spanischen Topklub Atlético Madrid. "Es ist deutlich: PSV bereitet sich auf das größte Fußballspiel eines niederländischen Clubs seit Jahren vor", schrieb das "Algemeen Dagblad" am Dienstag.

Schon in der Gruppenphase sorgte das Team von Trainer Phillip Cocu für Furore. Hinter dem VfL Wolfsburg qualifizierte sich Eindhoven für die K.o.-Runde und ließ dabei den englischen Rekordmeister Manchester United mit dem ehemaligen Bondscoach Louis van Gaal hinter sich. Das 2:1 gegen ManUnited daheim, am ersten Spieltag der Gruppenphase, zählte zu den Sternstunden der Klub-Geschichte. Auch der VfL Wolfsburg musste sich dem aktuellen Tabellenführer der Ehrendivision auswärts geschlagen geben.

Top-Torjäger nicht dabei

Luuk de Jong hat in Eindhoven zu alter Form zurückgefunden

Luuk de Jong hat in Eindhoven zu alter Form zurückgefunden

Ein Garant für den Höhenflug der PSV ist Torjäger Luuk de Jong. Der Stürmer, der sich in der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach nicht durchsetzen konnte und frustriert in die Heimat zurückkehrte, hat in der Ehrendivision bereits 17 Treffer erzielt. Auch in der Königsklasse war der Nationalstürmer zwei Mal erfolgreich, war als Anspielstation im Sturmzentrum zudem ein unverzichtbarer Anker im Spiel von Eindhoven.

Im Hinspiel gegen Atlético fehlt de Jong aber wegen einer Gelbsperre. "Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich nicht dabei bin", sagte der 25-Jährige. De Jong setzt nun darauf, dass seine Teamkollegen im Philips-Stadion eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel schaffen, in dem er dann selbst mit seinen Toren wieder für Furore sorgen will. Ein Weiterkommen gegen den die Madrilenen, aktuell Zweitplatzierte in Spanien, wäre ein Riesenerfolg - und Balsam für die geschundene niederländische Fußball-Seele.

dpa/red | Stand: 24.02.2016, 08:00

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