Tottenham will Juves Heim-Festung knacken

Tottenhams Harry Kane soll das Defensiv-Bollwerk von Juventus knacken

Achtelfinale der Champions League

Tottenham will Juves Heim-Festung knacken

Erstmals treffen Juventus Turin und Tottenham Hotspur im Europapokal aufeinander. Favorit am Dienstag ist der italienische Serienmeister, doch die "Spurs" sind ebenfalls wieder in Topform.

Denn die Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino hat die vergangenen zwölf Pflichtspiele nicht verloren und dabei unter anderem Manchester United oder am vergangenen Wochenende den FC Arsenal besiegt. Dazu sind die "Spurs" eines der vier Teams, das in dieser Champions-League-Saison noch gänzlich ohne Niederlage ist - und das bei namhaften Gruppengegnern wie Real Madrid oder Borussia Dortmund.

Hätte der Vizemeister der Premier League in der Mitte der Hinrunde nicht in der Liga eine echte Schwächephase durchlitten, stünde man wohl aktuell auch nicht nur auf Rang fünf. Allerdings ist der zweite Rang inzwischen auch dank der Erfolgsserie nur noch vier Zähler entfernt.

Juves Form ist noch besser

Dennoch ist das Team um Top-Torjäger Harry Kane, der es in 33 Pflichtspielen in dieser Saison auf sagenhafte 32 Tore bringt, Außenseiter. Trotz Gruppensieg, trotz Erfolgsserie. Denn der Kontrahent ist das, was man einen "alten Hasen" in der K.O.-Phase der Champions League nennen kann. Der italienische Serienmeister Juventus Turin beendete zwar die Gruppenphase "nur" auf Platz zwei hinter dem FC Barcelona und ist momentan auch in der Liga "nur" Zweiter hinter dem einen Punkt besseren SSC Neapel, doch die erfahrene Mannschaft von Massimiliano Allegri hat sogar 16 Partien in Folge nicht verloren. Dazu gewannen die Turiner ihre jüngsten sieben Spiele allesamt ohne ein Gegentor.

Schaut man dann noch auf die Heim-Bilanz der "alten Dame" auf europäischem Parkett, kann man erahnen, warum die Favoritenrolle in dieser Paarung beim Gruppenzweiten liegt: 26 Heimspiele ist man auf internationaler Ebene ungeschlagen und stand auch deswegen 2015 und 2017 jeweils im Finale der Königsklasse.

Personal: Pochettino hat weniger Sorgen

Davon kann man in Nordlondon nur träumen - das Achtelfinale erreichte Tottenham bisher zuvor nur ein einziges Mal. 2010/11 siegte man dort sogar gegen den AC Mailand, musste sich dann aber eine Runde später Real Madrid geschlagen geben.

Für das Hinspiel in Turin heute Abend wäre man im Lager der "Spurs" wohl schon mit einem Remis hochzufrieden. Die im Schnitt etwa fünf Jahre jüngere Mannschaft von Pochettino hat jedenfalls zumindest in Sachen Personalsorgen in positiver Hinsicht die Nase vorn. Während bei den "Spurs" bis auf Toby Alderweireld alle wichtigen Spieler an Bord sind, fehlen Allegri wohl Top-Angreifer Paulo Dybala, sowie Juan Cadrado, Blaise Matuidi, Benedikt Höwedes, Stephan Lichtsteiner und Andrea Barzagli.

"Goalgetter" Khedira

Sami Khedira

Momentan überraschend torgefährlich: Sami Khedira

Turins Weltmeister Sami Khedira ist übrigens nicht der einzige Deutsche auf dem Rasen in diesem Hinspiel, Schiedsrichter der Partie ist nämlich Felix Brych. Zu Khedira gibt es überdies noch eine interessante Randnotiz: Sieht man nur auf die Spiele in der Liga, ist der defensive Mittelfeldspieler in dieser Saison nach den beiden Angreifern Gonzalo Higuaín und Dybala mit sechs Treffern der gefährlichste Torschütze im Kader - und das in nur siebzehn Partien. In der Königsklasse steht er allerdings in bisher insgesamt 64 Spielen bei nur einem einzigen Tor.

rt | Stand: 13.02.2018, 10:36

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