Jetzt gilt's - Die Achtelfinal-Hinspiele

Jetzt gilt's - Die Achtelfinal-Hinspiele

Die heiße Phase in der Champions League beginnt: Für wen wird das Achtelfinale eher ein lockerer Aufgalopp? Wer muss aufpassen, nicht zu straucheln?

Diego Costa gegen David Luiz

Paris St. Germain - FC Chelsea (Dienstag, 16.02., 20:45 Uhr): Viel mehr Finanzkraft im direkten Duell geht in Europa wohl kaum. Tabellarisch sind die Ausgangspositionen zwischen dem französischen und dem englischen Hauptstadtklub verschieden. Die Pariser stehen unangefochten mit quasi uneinholbarem Abstand an der Tabellenspitze der Ligue 1, Chelsea ist in England Zwölfter und muss sich gewaltig strecken, um noch eine Chance auf die Europa League zu haben. PSG klarer Favorit? Jein. Chelsea ist unter dem neuen Coach Guus Hiddink seit zehn Spielen in der Liga ungeschlagen. Vor allem Topstürmer Diego Costa kommt gerade rechtzeitig wieder in Form: In seinen letzten acht Liga-Auftritten erzielte er sieben Treffer und gab drei Torvorlagen. Ibrahimovic steht dem allerdings in nichts nach: Bei seinen letzten acht Liga-Einsätzen kam der Schwede auf neun Tore und zwei Assists. Auch wenn die Franzosen leichte Favoriten sind, eine klare Angelegenheit dürfte diese Paarung nicht werden.

Paris St. Germain - FC Chelsea (Dienstag, 16.02., 20:45 Uhr): Viel mehr Finanzkraft im direkten Duell geht in Europa wohl kaum. Tabellarisch sind die Ausgangspositionen zwischen dem französischen und dem englischen Hauptstadtklub verschieden. Die Pariser stehen unangefochten mit quasi uneinholbarem Abstand an der Tabellenspitze der Ligue 1, Chelsea ist in England Zwölfter und muss sich gewaltig strecken, um noch eine Chance auf die Europa League zu haben. PSG klarer Favorit? Jein. Chelsea ist unter dem neuen Coach Guus Hiddink seit zehn Spielen in der Liga ungeschlagen. Vor allem Topstürmer Diego Costa kommt gerade rechtzeitig wieder in Form: In seinen letzten acht Liga-Auftritten erzielte er sieben Treffer und gab drei Torvorlagen. Ibrahimovic steht dem allerdings in nichts nach: Bei seinen letzten acht Liga-Einsätzen kam der Schwede auf neun Tore und zwei Assists. Auch wenn die Franzosen leichte Favoriten sind, eine klare Angelegenheit dürfte diese Paarung nicht werden.

Benfica Lissabon - Zenit St. Petersburg (Dienstag, 16.02., 20:45 Uhr): Auch wenn Zenit St. Petersburg souverän durch die Gruppenphase marschierte, gegen Benfica Lissabon müssen sich die Russen erst einmal behaupten. Denn die Portugiesen sind brandgefährlich und haben im Brasilianer Jonas einen echten Goalgetter in vorderster Front. St. Petersburg liegt in der Saison weit hinter den Erwartungen zurück, die außerdem seit Dezember pausiert. Die Russen dürften also ausgeruhter, aber sicherlich nicht unbedingt selbstbewusster und eingespielter sein. Vorteil Benfica? Naja. In der Liga verlor die Mannschaft von Trainer Rui Vitoria am vergangenen Freitag die Tabellenführung durch eine 1:2-Niederlage gegen den FC Porto. Wer hier weiterkommt? Völlig offen.

KAA Gent - VfL Wolfsburg (Mittwoch, 17.02., 20:45 Uhr): Obwohl der VfL Wolfsburg seine Gruppe gewann und KAA Gent so ein bisschen als "Wunschlos" unter den Gruppensiegern galt, ist auch hier die Ausgangslage für den vermeintlichen Favoriten kritisch. Denn die Wölfe sind in der Bundesliga bis auf den achten Platz abgerutscht. Das 2:0 gegen Aufsteiger Ingolstadt am Wochenende war sicherlich eine kleine Leistungssteigerung, doch mit Gent wartet immerhin der punktgleiche Tabellenzweite der belgischen Liga. Besonders im Auge behalten sollte die Mannschaft von Dieter Hecking den frischgebackenen belgischen Fußballer des Jahres Sven Kums. Der Kapitän und Regisseur der Mannschaft ist der Dreh- und Angelpunkt seines Teams und findet vor allem Mittelstürmer Laurent Depoitre immer wieder mit seinen Vorlagen. Auch wenn die Wölfe als deutscher Vizemeister der Favorit sind, birgt Gent, das immerhin auch St. Petersburg die einzige Königsklassen-Niederlage zufügte, doch ein gewisses "Stolper-Potenzial" für den VfL.

AS Rom - Real Madrid (Mittwoch, 17.02., 20:45 Uhr): Bis zum zehnten Spieltag hatte der AS Rom noch die Tabelle der Serie A angeführt. Nach dem starken Start brach die Mannschaft unter Rudi Garcia jedoch ein und rutschte in der Tabelle unaufhaltsam ab. Mitte Januar zogen die Verantwortlichen die Reißleine und verpflichteten Luciano Spalletti als neuen Trainer. Seitdem gab es nur noch eine Niederlage gegen Spitzenreiter Juventus Turin. Auch wenn das Titelrennen für die Roma gelaufen ist, ist der Kampf um Champions-League-Quali-Platz drei für das Team um Mittelfeldmotor Miralem Pjanic absolut in Reichweite. Und Madrid? Die Madrilenen sind in den vergangenen fünf Jahren stets mindestens im Halbfinale gewesen und stehen nicht im Verdacht, im Achtelfinale einen Kontrahenten auf die leichte Schulter zu nehmen. Schon gar nicht einen so namhaften wie den AS Rom. Auch wenn die Roma die "Königlichen" sicherlich an einem guten Tag in einem Spiel schlagen kann, ist Real definitiv der haushohe Favorit.

FC Arsenal - FC Barcelona (Dienstag, 23.02., 20:45 Uhr): So stark wie aktuell war der FC Arsenal lange nicht. Eigentlich eine gute Gelegenheit für die Mannschaft mit Mesut Özil und Per Mertesacker, um sich auch in der Königsklasse mal wieder weit vorn zu platzieren. Unglücklicherweise, zumindest für alle, die es mit den Londonern halten, wurde Arsenal in der Gruppenphase nur Zweiter und hatte dann schließlich auch noch eine gehörige Portion Lospech: Im FC Barcelona wartet das Nonplusultra des Weltfußballs und eben auch der amtierende Titelverteidiger. So stark die Gunners in der Premier League momentan auftreten - gegen Barca mit dem unglaublich erfolgreichen MSN-Sturmtrio bestehend aus Lionel Messi, Luis Suarez und Neymar dürfte Endstation sein. Wenn nicht, ist für Arsenal in dieser Saison allerdings alles möglich.

Juventus Turin - FC Bayern München (Dienstag, 23.02., 20:45 Uhr): Als die Achtelfinal-Paarungen gelost wurden, sprachen die Verantwortlichen des FC Bayern München zwar mit Respekt von der Aufgabe Juventus Turin, doch die ganz große Angst schien man in München nicht zu haben vor dem Vorjahresfinalisten. Nach einem Katastrophenstart in der Liga hatte sich Juve zwar so langsam etwas berappelt, doch schien die Mannschaft die Abgänge von Andrea Pirlo, Carlos Tevez, Arturo Vidal und Kinglsey Coman (letztere beiden zu den Bayern) nicht richtig verkraftet zu haben. Inzwischen stellt sich die Lage allerdings anders dar. Die Bayern haben in der Defensive mit Verletzungssorgen zu kämpfen und "die alte Dame" feierte am Wochenende den fünfzehnten Ligaerfolg in Serie. Schlüsselspieler ist dabei auch Weltmeister Sami Khedira, der nach Verletzungsproblemen immer mehr zum Taktgeber des Juve-Spiels geworden ist. Die Münchener sind im Duell der Tabellenführer in der Favoritenrolle, haben aber (mindestens) 180 Minuten sehr, sehr harte Arbeit vor der Brust.

PSV Eindhoven - Atletico Madrid (Mittwoch, 24.02., 20:45 Uhr): Wäre da nicht der FC Barcelona, so wäre auch das Duell zwischen PSV Eindhoven und Atletico Madrid ein Duell zweier Tabellenführer geworden. So müssen die "kleinen" Madrilenen sich aktuell mit dem zweiten Rang in der Primera Division begnügen, liegen aber im Stadtduell mit dem großen, verhassten Bruder Real immer noch hauchdünn vorn. Besonders beeindruckend: Die Mannschaft von Diego Simeone kassierte in der laufenden Spielzeit erst ganze elf Gegentreffer. Die Abwehrreihe ist das Prunkstück des Finalisten von 2014. Wenn der Gegner aus Eindhoven mit 24 Gegentoren zwar auch eine starke Abwehrreihe stellt, ist die große Stärke der Mannschaft von Phillip Cocu die Offensive. In vorderster Front sorgt dort der ehemalige Mönchengladbacher Luuk de Jong für einen Großteil der Tore: Wettberwerbsübergreifend kommt der Angreifer auf 21 Pfichtspieltreffer und acht Vorlagen. Gegen die Atletico-Abwehrreihe sollte ihm das allerdings ein wenig schwerer fallen als in der heimischen Liga - alles andere als ein eindeutiges Weiterkommen der Spanier wäre bereits ein großer Erfolg für PSV.

Dynamo Kiew - Manchester City (Mittwoch, 24.02.16, 20:45 Uhr): Zwei Spitzenspiele in Folge verloren, die Meisterschatfsträume erstmal ad acta gelegt und irgendwie schwebt auch schon der Geist des baldigen Trainers Josep "Pep" Guardiola über dem Stadion von Manchester City. So richtig zufrieden ist man dort mit der Saison natürlich nicht und man hat das Gefühl, dass die Verantwortlichen und Fans die aktuelle Spielzeit irgendwie möglichst schnell überbrücken und mit Heilsbringer Guardiola in neue Sphären hervorstoßen wollen. Dabei vergisst man allerdings vielleicht ein wenig, dass die Citizens in der Königsklasse noch alle Chancen auf ein gutes Abschneiden haben. Gegen Dynamo Kiew, das sich erst auf den letzten Drücker mit einem knappen 1:0-Sieg über Maccabi Tel Aviv und gleichzeitiger Schützenhilfe von Chelsea für die Runde der letzten 16 qualifizieren konnte, ist die Mannschaft von Manuel Pellegrini der klare Favorit und somit heißer Anwärter aufs Viertelfinale.

Stand: 15.02.2016, 11:58 Uhr

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