Paderborn und Fortuna bleiben im Keller

Ilhas Bebou im Duell mit Florian Hartherz

SC Paderborn - Fortuna Düsseldorf 0:0

Paderborn und Fortuna bleiben im Keller

Der vermeintliche Retter Stefan Effenberg kommt mit dem SC Paderborn im Kampf um den Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga keinen Schritt voran und gerät als Trainer beim Bundesliga-Absteiger weiter unter Druck.

Die Ostwestfalen mussten sich zum Jahresabschluss im Kellerduell gegen Fortuna Düsseldorf mit einem 0:0 begnügen. Nach dem siebten Ligaspiel in Folge ohne Sieg liegt Paderborn auf dem 16. Platz und verpasste es, den Rückstand zum unteren Mittelfeld zu verkürzen.

Nur drei Punkte besser liegt auf Rang 15 Düsseldorf, das in den vier Spielen unter Interimstrainer Peter Hermann zwei Siege, ein Remis und eine Niederlage verbuchte. Wahrscheinlich erst nach Weihnachten wird bei der Fortuna der Nachfolger von Frank Kramer bekanntgegeben.

"Das Positive hervorheben"

SCP-Stürmer Nick Proschwitz sah in der Nullnummer eine Steigerung: "Wir müssen das Positive hervorheben. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, weil wir alles für unseren Verein gegeben haben. Ich denke, wir hätten den Sieg verdient gehabt." Kapitän Marvin Bakalorz sah es ähnlich: "Es war eine Steigerung, ein Schritt nach vorn. Wir haben Gas gegeben, uns aufgerieben und guten Fußball gezeigt." Paderborns Manager Michael Born sagte: "Das Spiel war zufriedenstellend, aber mit dem Resultat können wir natürlich nicht glücklich sein. Wir hatten mehr Chancen, es fehlte das Glück im Abschluss. Die Mannschaft hat aber alles abgerufen."

Peter Hermann gab zu: "Es war kein berauschendes Spiel. Aber wir sind zufrieden mit dem Punkt, weil wir uns anfangs sehr schwer getan haben. Die Mannschaft hat gekämpft, das ist das Wichtigste." Keeper Michael Rensing gab zu: "Wir Spieler wollen alle, dass er als Chef weitermacht, aber das will er ja nicht. Das 0:0 ist okay, wir hatten nur zwei Chancen und haben die mal wieder nicht reingemacht."

Ohne Saglik, Lakic und Brückner

14.839 Zuschauer erlebten von Beginn an einen Kampf auf Biegen und Brechen, wobei das spielerische Element auf der Strecke blieb. Eine gute Woche nach der 0:4-Pleite beim VfL Bochum mühte sich Paderborn ohne das suspendierte Trio Mahir Saglik, Srdjan Lakic und SCP-Urgestein Daniel Brückner sowie den gesperrten Süleyman Koc (Rotsperre) zwar nach Kräften, aber unter dem Strich war keine große Verbesserung auszumachen.

In der 26. Minute hatten die Hausherren die erste klare Chance des Spiels durch Marvin Bakalorz, als er den Ball an Fortuna-Torwart Michael Rensing vorbeispitzelte. Julian Schauerte rettete kurz vor der Torlinie für seinen bereits geschlagenen Schlussmann.

Völlige Verunsicherung

Die Düsseldorfer wirkten nach der vorherigen 1:3-Niederlage gegen Union Berlin ebenfalls völlig verunsichert und hatten bis auf eine Gelegenheit kurz vor der Pause durch Alexander Madlung offensiv nichts zu bieten. In Hälfte zwei lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, die spielerische Klasse fehlte aber weiter.

Joel Pohjanpalo hätte Fortuna in der 52. Minute in Führung bringen können. In der 53. und 74. Minute verhinderte auf der anderen Seite Rensing jeweils mit einem Reflex gegen Proschwitz das 1:0 der Gastgeber, die über 90 Minuten das aktivere Team waren.

Statistik

Fußball · 2. Bundesliga · 19. Spieltag 2015/2016

Montag, 21.12.2015 | 20.00 Uhr

Wappen SC Paderborn 07

SC Paderborn 07

L. Kruse – Heinloth, Hoheneder, Wahl, Hartherz – Wydra (88. Bickel), Bakalorz – Ouali (73. Brasnic), Stöger, Stoppelkamp – Proschwitz

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Wappen Fortuna Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf

Rensing – Akpoguma (46. Iyoha), Haggui, Madlung, Schauerte – Schmitz, Avevor – Bebou (90. Bodzek), O. Fink, Bellinghausen – Pohjanpalo (89. Ya Konan)

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Fakten und Zahlen zum Spiel

Strafen:

  • gelbe Karte Heinloth (4 )
  • gelbe Karte Avevor (1 )
  • gelbe Karte Wydra (2 )
  • gelbe Karte Stöger (1 )

Zuschauer:

  • 14839

Schiedsrichter:

  • Daniel Siebert (Berlin)

sid/dpa/red | Stand: 21.12.2015, 22:07

2. Bundesliga | Tabelle

Rang Team S P
1. SC Freiburg 34 72
2. RB Leipzig 34 67
3. 1. FC Nürnberg 34 65
4. FC St. Pauli 34 53
5. VfL Bochum 34 51
  ...    
16. MSV Duisburg 34 32
17. FSV Frankfurt 34 32
18. SC Paderborn 07 34 28
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