Glücklicher Sieg von St. Pauli gegen Braunschweig

Jeremy Dudziak von St. Pauli (r) und Braunschweigs Phil Ofosu-Ayeh (l)

FC St. Pauli - Eintracht Braunschweig 1:0

Glücklicher Sieg von St. Pauli gegen Braunschweig

Beim FC St. Pauli lebt der Traum vom Bundesliga-Aufstieg weiter. Ein später Treffer von John Verhoek (82.) bescherte dem Tabellenvierten im Zweitliga-Nordderby gegen Eintracht Braunschweig am Donnerstagabend ein hart erkämpftes 1:0 (0:0).

St. Pauli rückte damit bis auf zwei Punkte an den drittplatzierten 1. FC Nürnberg heran, die Niedersachsen haben bei nun zehn Zählern Rückstand auf Rang drei dagegen keine realistische Aufstiegschance mehr. Die Zuschauer im fast ausverkauften Millerntorstadion sahen eine Begegnung, in der die starken Abwehrreihen auf beiden Seiten lange das Geschehen prägten. Hüben wie drüben rannten sich die Offensivkräfte ein ums andere Mal fest, klare Einschussmöglichkeiten waren rar. Verhoek traf schließlich aus 20 Metern, Eintracht-Torhüter Rafal Gikiewicz sah dabei schlecht aus. "Das war kein Schuss, der unbedingt ein Tor hätte werden müssen", räumte Lienen ein: "Heute hat der Glücklichere gewonnen."

Kumbela und die vergebene Torchance

In der ersten Halbzeit vergab Torjäger Domi Kumbela in der 17. Minute die einzige Torchance für den Tabellensechsten. Bei den Hamburgern war es Waldemar Sobota (9.), der aus 14 Metern das Tor der Gäste knapp verfehlte, in der 26. schoss Lennart Thy knapp am linken Torpfosten vorbei. Beide Teams zeigten zwar beim schnellen Umschaltspiel mehrfach gute Ansätze, doch der entscheidende Pass in die Tiefe wurde regelmäßig unterbunden. Dabei bestätigten die Braunschweiger ihren Ruf als beste Defensivmannschaft der Liga.

Sowohl St. Paulis Trainer Ewald Lienen als auch sein Braunschweiger Kollege Torsten Lieberknecht nutzten die gesamte Breite der Coachingzone, um ihre Teams immer wieder neu zu ordnen - zumindest bis zum Halbzeitpfiff vergebens. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Das Spielgeschehen verlagerte sich zunehmend in die Hälfte der Hanseaten, ohne dass Braunschweig zunächst daraus Kapital schlagen konnte.

Weiterhin fehlte es allen Stürmern an Durchschlagskraft. Immer wieder blieb den Deckungsreihen genügend Zeit, sich wieder gut zu positionieren. Braunschweigs Topstürmer Kumbela rieb sich dabei so sehr auf, dass er in der 74. Minute durch Jungtalent Phillip Tietz ersetzt wurde. Mit ihm und auch dem zuvor eingewechselten Khalifi kam bei der Eintracht noch einmal viel frischer Wind ins Spiel - zum Punktgewinn reichte es aber am Ende nicht.

Statistik

Fußball · 2. Bundesliga · 24. Spieltag 2015/2016

Donnerstag, 03.03.2016 | 20.15 Uhr

Wappen FC St. Pauli

FC St. Pauli

Himmelmann – Hornschuh, Ziereis, Keller, Buballa – Sobota, Alushi, Rzatkowski, Dudziak (90. Deichmann) – Thy (59. Choi), Verhoek (84. L. Sobiech)

1
Wappen Eintracht Braunschweig

Eintracht Braunschweig

Gikiewicz – Baffo (84. Hochscheidt), Decarli, Correia – Ofosu-Ayeh, Schönfeld, Boland, K. Reichel – Omladic (68. Khelifi), Kumbela (73. P. Tietz), Holtmann

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Verhoek (82.)

Strafen:

  • gelbe Karte Choi (2 )
  • gelbe Karte Sobota (5 )

Zuschauer:

  • 29271

Schiedsrichter:

  • Benjamin Brand (Gerolzhofen)

sid/dpa/red | Stand: 03.03.2016, 22:21

2. Bundesliga | Tabelle

Rang Team S P
1. VfB Stuttgart 15 32
2. Braunschweig 14 30
3. Hannover 96 15 28
4. 1. FC Heidenheim 15 25
5. Union Berlin 14 24
  ...    
16. Karlsruher SC 15 12
17. Erzgebirge Aue 15 11
18. FC St. Pauli 15 7
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