Kaiserslautern verliert nach turbulenter zweiter Hälfte

Heidenheims Robert Glatzel (l) und Christoph Moritz von Kaiserslautern kämpfen um den Ball.

1. FC Heidenheim - 1. FC Kaiserslautern 3:2 (0:0)

Kaiserslautern verliert nach turbulenter zweiter Hälfte

Der 1. FC Kaiserslautern hat nach einer kämpferisch einwandfreien Leistung 2:3 beim 1. FC Heidenheim verloren. Für den abgeschlagenen Tabellenletzten rückt damit die dritte Liga ein deutliches Stück näher.

Die erste Hälfte plätscherte am Freitag (01.12.2017) noch weitgehend ereignislos dahin. Größter Aufreger war ein nicht gegebener Elfmeter für Heidenheim. Robert Glatzel tauchte frei vor Torhüter Jan-Ole Sievers auf, der ihn klar regelwidrig abräumte. Sievers hatte kurz zuvor den mit einer Hüftprellung ausgeschiedenen Stammkeeper Marius Müller ersetzt - Schiedsrichter René Rohde meinte es dann gut mit ihm.

Nach der Pause nahm die Partie richtig Fahrt auf. Zunächst hätte Lauterns Joel Abu Hanna für ein übles Foul vom Platz fliegen müssen, zumal er schon früh Gelb gesehen hatte. Dann gab es frische Zahlen auf der Anzeigetafel.

Zwei Tore in 90 Sekunden

Nach einem Freistoß flipperte den Ball durch den Pfälzer Strafraum und landete vor den Füßen von Mathias Wittek, der blitzschnell schaltete (56. Minute). Doch die Heidenheimer konnten sich nur gut anderthalb Minuten freuen. Dann besorgte Lukas Spalvis per Kopf nach einem Konter (58.) das 1:1.

Jeff Strasser fassungslos - "Niemals verdient, das Spiel heute zu verlieren"

Sportschau | 01.12.2017 | 02:13 Min.

Spalvis stand auch im Mittelpunkt der nächste Szene. Nach einer Ecke für Heidenheim zeigte ihm Schiedsrichter Rohde wegen Haltens und einem anschließenden Kopfstoß die Rote Karte (67). Den fälligen Elfmeter verwandelte Marc Schnatterer gewohnt souverän (68.).

Ganz bitterer Treffer in der Nachspielzeit

In Unterzahl gelang Lautern aber noch der Ausgleich, als Heidenheims Arne Feick eine Flanke von Brandon Borrello ins eigene Tor abfälschte (80.).

Am Ende jubelten aber die Heidenheimer. Ein Freistoß aus 30 Metern und zentraler Position von Marc Schnatterer flatterte an den Fäusten von Sievers vorbei ins Tor.

"Glücklicher Sieg"

"Wir kommen in Unterzahl noch mal zurück, haben eine gute Reaktion gezeigt, und dann kriegen wir so ein Tor", sagte FCK-Kapitän Christoph Moritz anschließend völlig frustriert. "Für uns war es ein glückliches Ende", gab Schnatterer zu.

Am nächsten Spieltag empfängt der abgeschlagene Letzte aus Kaiserslautern den starken FC Ingolstadt. Der 1. FC Heidenheim ist zu Gast bei der ebenfalls abstiegsgefährdeten SpVgg Greuther Fürth.

Statistik

Fußball · 2. Bundesliga · 16. Spieltag 2017/2018

Freitag, 01.12.2017 | 18.30 Uhr

Wappen 1. FC Heidenheim

1. FC Heidenheim

Ke. Müller – Philp (84. Kraus), Mat. Wittek, Beermann, Feick – Thiel, Theuerkauf, Titsch-Rivero (53. Pusch) – Schnatterer – Verhoek (73. Dovedan), Glatzel

3
Wappen 1. FC Kaiserslautern

1. FC Kaiserslautern

Marius Müller (23. J.-O. Sievers) – Mwene, B. Kessel, Vucur, Ziegler, Abu Hanna (49. Shipnoski) – C. Moritz, Spalvis, Seufert (78. Müsel) – Borrello, Andersson

2

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Mat. Wittek (56.)
  • 1:1 Spalvis (58.)
  • 2:1 Schnatterer (68./Foulelfmeter)
  • 2:2 Feick (80./Eigentor)
  • 3:2 Schnatterer (90.+1)

Strafen:

  • gelbe Karte Abu Hanna (1 )
  • rote Karte Spalvis (66./Tätlichkeit)
  • gelbe Karte Seufert (2 )
  • gelbe Karte Mat. Wittek (6 )
  • gelbe Karte Theuerkauf (1 )
  • gelbe Karte Shipnoski (1 )

Zuschauer:

  • 11.000

Schiedsrichter:

  • Rene Rohde (Rostock)

Stand: Freitag, 01.12.2017, 20:24 Uhr

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Freitag, 01.12.17, 22.50 Uhr

red/dpa/sid | Stand: 01.12.2017, 20:20

2. Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Fort. Düsseldorf1834
2.Holstein Kiel1833
3.1. FC Nürnberg1833
4.FC Ingolstadt 041828
5.SV Sandhausen1827
 ...  
16.SV Darmstadt 981819
17.Greuther Fürth1818
18.1. FC K´lautern1812

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