Duisburg sendet Lebenszeichen

Damir Kreilach (1. FC Union) und Baris Özbek

MSV Duisburg - Union Berlin 2:1

Duisburg sendet Lebenszeichen

Der MSV Duisburg hat durch einen verdienten Sieg über Union Berlin die kleine Hoffnung auf den Klassenerhalt gewahrt und seit Monaten mal wieder dreifach gepunktet.

Den Meiderichern gelang beim 2:1 (0:0) gegen Union Berlin nach zuvor neun Spielen ohne Sieg der erhoffte Befreiungsschlag. Nach dem dritten Spiel nacheinander ohne Niederlage hat der Tabellenletzte immerhin wieder Sichtkontakt zum rettenden Ufer hergestellt.

Traumtor-Doppelschlag

Stanislaw Iljutschenko und Nico Klotz drehten in der 65. und 70. Minute mit den ersten Duisburger Heimtoren seit November innerhalb kürzester Zeit ein Spiel, in dem sich die Gäste bereits auf der Siegerstraße wähnten. Dabei war ein Treffer schöner als der andere: Sowohl Iljutschenkos Fallrückzieher als auch der Heber von Klotz konnten sich sehen lassen. Die Eisernen waren durch einen verwandelten Foulelfmeter von Torjäger Bobby Wood (61.) in Führung gegangen, den Rolf Feltscher gegen Christopher Quiring verursacht hatte. Für US-Nationalspieler Wood war es der 13. Saisontreffer und der achte in der Rückrunde.

Vor der Pause war Union das überlegene Team und hatte in der 19. Minute auch die beste Möglichkeit im ersten Durchgang. Nach einem Schuss von Christopher Trimmel landete der Ball aber auf der Latte. Sechs Minute später hatte Damir Kreilach nach einem Fehler von MSV-Torwart Michael Ratajczak ebenfalls eine gute Chance für die Gäste. Die Gastgeber lösten sich erst nach einer halben Stunde aus der Umklammerung und kamen besser ins Spiel.

Erster Sieg seit November

Vor 12.702 Zuschauern hatte der MSV dann nach der Pause durch Tomané in der 47. Minute die erste gute Gelegenheit und bestimmte auch in der Folgezeit das Geschehen. Die Hausherren ließen sich auch nicht von dem unglücklichen Gegentreffer aus dem Gleichgewicht bringen und landeten am Ende verdient ihren ersten Sieg seit dem 29. November vergangenen Jahres. "Wir geben nicht auf. Wir sind jetzt drei Spiele ungeschlagen, das verdient Respekt", sagte Duisburgs Trainer Ilja Grujew nach dem Abpfiff und schürte somit etwas Hoffnung bei den Fans.

Für die Meidericher geht es in der kommenden Woche schon am Freitag (18.03.2016) zum nächsten "Abstiegs-Endspiel" nach Paderborn, das an diesem Spieltag ebenfalls gewinnen konnte. Bei einem Sieg dort könnten die Duisburger bis auf zwei Zähler an den SCP heranrücken und auch Platz 15 wäre wieder in Reichweite. Für Union Berlin geht es im Mittelfeldduell gegen Eintracht Braunschweig vor allem darum, die gute Heim-Bilanz auszubauen und wieder in die Spur zu finden.

Statistik

Fußball · 2. Bundesliga · 26. Spieltag 2015/2016

Samstag, 12.03.2016 | 13.00 Uhr

Wappen MSV Duisburg

MSV Duisburg

Ratajczak – Feltscher, S. Bohl, Bajic, Wolze – Tschanturia, Özbek, Holland, Bröker (62. Klotz) – Tomané (62. Obinna), Iljutcenko (83. Albutat)

2
Wappen 1. FC Union Berlin

1. FC Union Berlin

Busk Jensen – B. Kessel, Puncec, Pogatetz, Trimmel – Daube (79. Zejnullahu), Parensen (69. Fürstner), Kreilach – Quiring (69. Redondo), Wood, Brandy

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Wood (60./Foulelfmeter)
  • 1:1 Iljutcenko (65.)
  • 2:1 Klotz (70.)

Strafen:

  • gelbe Karte Parensen (5 )
  • gelbe Karte Quiring (1 )
  • gelbe Karte Wolze (5 )
  • gelbe Karte Trimmel (4 )
  • gelbe Karte Özbek (2 )
  • gelbe Karte Feltscher (5 )
  • gelbe Karte Tschanturia (3 )

Zuschauer:

  • 12702

Schiedsrichter:

  • Florian Heft (Wietmarschen)

sid/red | Stand: 12.03.2016, 14:50

2. Bundesliga | Tabelle

Rang Team S P
1. SC Freiburg 34 72
2. RB Leipzig 34 67
3. 1. FC Nürnberg 34 65
4. FC St. Pauli 34 53
5. VfL Bochum 34 51
  ...    
16. MSV Duisburg 34 32
17. FSV Frankfurt 34 32
18. SC Paderborn 07 34 28
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