Bielefeld nagelt Duisburg unten fest

Jubel bei Arminia Bielefeld

Arminia Bielefeld - MSV Duisburg 2:1

Bielefeld nagelt Duisburg unten fest

Der MSV Duisburg hat die Niederlagen der Konkurrenz nicht genutzt und befindet sich weiter im freien Fall Richtung Dritter Liga.

Durch das 1:2 (1:2) im ersten Spiel des Jahres 2016 bei Mitaufsteiger Arminia Bielefeld verpassten es die Zebras, erstmals seit Anfang September den letzten Tabellenplatz zu verlassen. Nach dem 20. Spieltag hat der MSV fünf Punkte Rückstand auf den Abstiegs-Relegationsplatz.

Arminia rückt ins Mittelfeld

Arminia rückt mit dem Sieg auf Rang neun vor und hat den Klassenerhalt bei zehn Zählern Vorsprung auf Platz 16 fast schon sicher.

Kapitän Fabian Klos (22.) und Christopher Nöthe (26.) schossen die Tore für die Arminia, nachdem die Gäste durch Thomas Bröker in Führung gegangen war (11.). In sieben Spielen unter dem neuen Trainer Ilja Grujew, der 2004 in Duisburg unter dem heutigen Bielefelder Coach Norbert Meier spielte, holte der MSV sechs Punkte.

"Gegentore zu schnell zugelassen"

Duisburgs Hoffnungsträger Tomané blickt dennoch positiv nach vorne: "Ich glaube, dass wir durchaus noch eine Perspektive haben. Wir haben einen richtig guten Trainer und werden alles geben." Torschütze Bröker ärgerte sich: "Wir haben gut begonnen, gut gespielt und auch geführt. Dann haben wir zu schnell die beiden Gegentore zugelassen, es ist wirklich schade."

Grujew analysierte: "Ich kann der Mannschaft kaum einen Vorwurf machen, außer, dass wir bei den beiden Gegentoren naiv verteidigt haben. Danach hatten wir noch reichlich Chancen, aber das ist unser Manko, wir nutzen sie nicht. Schade, weil wir phasenweise dominant und aggresiv gespielt haben."

Meier fordert mehr Ruhe

Bei den Bielefeldern räumte Torjäger Klos ein: "Wir haben uns in der zweiten Halbzeit das Leben selber schwer gemacht. Wir haben zwar dagegengehalten, sind aber nicht mehr gut rausgerückt."

Meier gab zu, dass es durchaus einen Elfmeter für die Duisburger hätte geben können, war aber ansonsten weitgehend zufrieden: "Wir sind zwar etwas schleppend in die Partie gekommen, haben das Spiel dann aber gedreht und auch im Griff gehabt. Dann haben wir aber zu wenig Ruhe gezeigt und zu viel mit langen Bällen agiert. Da hätten wir den Gegner besser ausspielen müssen."

Couragierter Beginn des MSV

Die Duisburger begannen durchaus couragiert und wurden schnell belohnt. Nach einer Flanke von Kevin Wolze und der Kopfball-Ablage des Ex-Bielefelders Zlatko Janjic drückte Bröker den Ball aus kurzer Entfernung über die Linie. Eine schöne Einzelleistung von Klos, der den Ball mit dem Rücken zum Tor annahm und aus der Drehung traf, brachte die Arminia zurück ins Spiel und den MSV aus dem Konzept.

Keine vier Minuten später bediente Francisco Rodriguez, vom VfL Wolfsburg ausgeliehener Bruder von Bundesliga-Profi Ricardo Rodriguez, Klos - und dessen Querpass verwertete Nöthe. Gleich doppelt Pech hatte der MSV in der 72. Minute: Nach einem Foul von Brian Behrendt an Branimir Bajic entschied Schiedsrichter Robert Schröder fälschlicherweise auf Freistoß statt Elfmeter. Janjic schoss Zentimeter über das Tor.

Statistik

Fußball · 2. Bundesliga · 20. Spieltag 2015/2016

Montag, 08.02.2016 | 20.15 Uhr

Wappen Arminia Bielefeld

Arminia Bielefeld

Hesl – Dick, Börner, Salger, Schuppan – Hemlein (88. Ryu), Behrendt, Junglas (70. Schütz), Nöthe – Rodriguez (61. Ulm) – Klos –

2
Wappen MSV Duisburg

MSV Duisburg

Ratajczak – S. Bohl, Meißner, Bajic, Wolze – Holland – Bröker (79. Iljutcenko), Grote – Janjic – Tomané (85. Onuegbu), Scheidhauer (87. Tschanturia)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Bröker (11.)
  • 1:1 Klos (22.)
  • 2:1 Nöthe (26.)

Strafen:

  • gelbe Karte Holland (10 )
  • gelbe Karte Grote (6 )
  • gelbe Karte Salger (5 )
  • gelbe Karte Nöthe (3 )

Zuschauer:

  • 15083

Schiedsrichter:

  • Robert Schröder (Hannover)

dpa/sid/red | Stand: 08.02.2016, 22:29

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17. K'lautern 7 5
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